

Description of Nutzerorientierung mit Katharina Köth
Shownotes
Katharina Köth arbeitet als Experience Director. Mit ihr spreche ich über UX Design, Kommunikation von Innovation und die Kritik an Design Thinking, Sprints und Personas.
Design Thinking, Sprints und Personas – all das sind Mittel, mit denen Medienhäuser gerade versuchen, sich an ihren Nutzer:innen zu orientierieren. Vorbei also die Zeiten, in denen langjährige Redakteurinnen und Journalisten meinten, so wie sie die Welt sehen, so sehen sie alle.
Nutzer:innenorientierung muss zum Prozess werden
Die Hoffnung: In der Nutzer:innenorientierung liegt der Weg zu erfolgreichen neuen, meist digitalen Produkten im Journalismus. Tatsächlich entstehen in den Design Sprints vieler Medienhäuser reihenweise neue Ideen. Tatsächlich haben Menschen Spaß dabei, Personas zu entwickeln. Tatsächlich kommen Redaktionen ins Arbeiten und lernen neue Methoden, die sie nach vorne bringen.
Aber wie viel sind diese Schritte wert, wenn sie nur einmal geschehen? Wenn die Beteiligten im Anschluss in die Redaktion zurückkehren und es dann doch wieder recht bauchgefühlig zur Sache geht – und Nutzer:innenorientierung nur punktuell, aber nicht als Prozess geschieht?
Nutzer:innenorientierung als Dialog – auch nach innen
Katharina Köth hat viele Jahre für Jung von Matt gearbeitet und dort Kunden wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, aber auch Mercedes-Benz, 1&1 und Roland Berger bei der Entwicklung und Gestaltung komplexer Plattformen und Produkte betreut. Mittlerweile ist sie selbstständig, arbeitet als Experience Director und hat das Unternehmen Creative Complexity gegründet.
Ihre Perspektive ist eine andere als die vieler Menschen, die bisher zu Gast im Innovationstheater waren, nämlich keine einer Journalistin, sondern die einer Dienstleisterin. Ihre Arbeit war damit schon immer nutzer:innenorientiert – ein Dialog mit ihrer eigenen Zielgruppe.
Lesetipps
„Design Thinking und der neue Geist des Kapitalismus“ (Tim Seitz)A
„You are a Network“ (Kathleen Wallace)
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