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Als IT-Projektmanager nachhaltig erfolgreich
Podcast

Als IT-Projektmanager nachhaltig erfolgreich

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Wenn Du eine Karriere als IT-ProjektmanagerIn planst oder schon mitten drin bist, dann bist Du hier richtig. Gerhard Friedrich hat an die 40 Jahre Erfahrung in diesem Bereich und gibt Tipps aus seiner Praxis für deine Praxis. Von der Karrierestrategie über Tipps für die erfolgreiche Arbeit in Projekten bis zur mentalen und körperlichen Fitness. Werde als IT-Projektmanager nachhaltig erfolgreich: Enjoy Projects!

Wenn Du eine Karriere als IT-ProjektmanagerIn planst oder schon mitten drin bist, dann bist Du hier richtig. Gerhard Friedrich hat an die 40 Jahre Erfahrung in diesem Bereich und gibt Tipps aus seiner Praxis für deine Praxis. Von der Karrierestrategie über Tipps für die erfolgreiche Arbeit in Projekten bis zur mentalen und körperlichen Fitness. Werde als IT-Projektmanager nachhaltig erfolgreich: Enjoy Projects!

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Kommunikation in IT-Projekten - Warum ist das oft so schwierig?

Kommunikation ist der Erfolgsfaktor Nr. 1 in IT-Projekten, das sollte man darüber wissen IT-Projekte scheitern regelmäßig an Kommunikationsproblemen. Warum? IT ist doch eine Technologie, deren zentrale Leistung die Ermöglichung von Kommunikation über Kontinente und zwischen Menschen aller Sprachen und Kulturen ist. Es geht um die kulturellen Unterschiede von Anwendern ("Business") und Informatikern ("IT"), die Kommunikation so oft zum Problemfeld machen. Was Informatiker verstehen müssen, um damit besser umzugehen, wird in diesem Podcast anhand praktischer Beispiele erläutert.
Personal development 5 years
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Wie ich eine existenzielle berufliche Krise überstand und was ich daraus gelernt habe

Erfahrungsbericht und Tipps aus der eigenen praktischen Erfahrung - keine Allgemeinplätze Wenn Du jetzt in der Krise bist, wird Dich diese Folge dabei unterstützen, Deine akuten Probleme mit der richtigen Einstellung zu bewältigen. Wenn Du durch Covid-19 sensibilisiert bist für Krisengefahren auch für Dich, dann erfährst Du hier aus meiner eigenen Erfahrung, wie es sich anfühlt, in eine Krise zu schlittern und wie man auch wieder herauskommt. Aber eines sage ich vorweg: Das ist kein Kurs in positivem Denken in dem Sinne, dass ich Dir erkläre, wie super Krisen sind. Nein, Krisen sind echt beschissen. Aber wenn Du eine durchmachst, dann mach das beste draus. Und wenn Du sie hinter Dir hast, dann erst recht. In diesem Sinne wünsche ich Dir, dass Dir Krisenerfahrungen erspart bleiben. Aber man kann nie wissen, ich habe auch nicht damit gerechnet und dann war es plötzlich soweit. Lerne daraus, ohne selbst betroffen zu sein.
Personal development 6 years
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Wie ich eine existenzielle berufliche Krise überstand und was ich daraus gelernt habe

Erfahrungsbericht und Tipps aus der eigenen praktischen Erfahrung - keine Allgemeinplätze Wenn Du jetzt in der Krise bist, wird Dich diese Folge dabei unterstützen, Deine akuten Probleme mit der richtigen Einstellung zu bewältigen. Wenn Du durch Covid-19 sensibilisiert bist für Krisengefahren auch für Dich, dann erfährst Du hier aus meiner eigenen Erfahrung, wie es sich anfühlt, in eine Krise zu schlittern und wie man auch wieder herauskommt. Aber eines sage ich vorweg: Das ist kein Kurs in positivem Denken in dem Sinne, dass ich Dir erkläre, wie super Krisen sind. Nein, Krisen sind echt beschissen. Aber wenn Du eine durchmachst, dann mach das beste draus. Und wenn Du sie hinter Dir hast, dann erst recht. In diesem Sinne wünsche ich Dir, dass Dir Krisenerfahrungen erspart bleiben. Aber man kann nie wissen, ich habe auch nicht damit gerechnet und dann war es plötzlich soweit. Lerne daraus, ohne selbst betroffen zu sein.
Personal development 6 years
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19:19

Risikomanagement nervt! Alles wird gut!

Warum Risikomanagement enorm wichtig, viel zu oft aber nur lästig und was man dagegen tun kann. Hier der Link zum Buch von Tom DeMarco und Timothy Lister: Bärentango. https://amzn.to/34Ci7TK Zum Einstieg in das Thema empfehle ich dieses umfassende und praxisgerechte Lehrbuch: Ernest Wallmüller: Risiko- und Chancenmanagement für IT- und Softwareprojekte. Ein Leitfaden für die Umsetzung in der Praxis. https://amzn.to/2RuxAj6
Personal development 6 years
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15:48

Planen - Das Ziel erreicht man durch Gehen!

Projekte müssen geplant werden. Selbstverständlich! Nur was heißt das konkret? Planen! Kaum ein Begriff ist so eng mit Projektmanagement verbunden wie dieser. Und gleichzeitig ist dieser Begriff schillernd und lässt in jedem konkreten Projekt sehr viele Interpretationen zu. Standards wie PMI oder SAFe stellen in diesem Zusammenhang Idealmodelle vor, die in der Praxis nie erfüllt werden können. Daher muss beim Management eines IT-Projektes immer entschieden werden, welche Lücken man in der Planung lässt. Das verursacht Stress und oft auch Konflikte. Das auszuhalten ist das Wesen von Projektmanagement. Dazu ein Fallbeispiel und meine Empfehlung, wie damit umzugehen ist.
Personal development 6 years
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14:50

Hüte dich vor Formular-Zombies in Deinen Projekten

Projektabwicklung streng nach einem Vorgehensmodell, das ist der Traum vieler Controller und Compliance-Officers. Es ist aber ein Albtraum für alle, die im Projekt arbeiten (müssen) Standards sind Angebote, aus denen man sich in jedem Projekt das Passende und Hilfreiche aussucht. Das soll kein Freibrief für Beliebigkeit und Disziplinlosigkeit sein, aber eine Verpflichtung, die Relevanz jeder Vorgabe für gerade dieses Projekt zu hinterfragen. Ich schildere anhand eigener Erfahrungen und derer von Tom DeMarco und anderen, wie sinnvoll mit Standards umzugehen ist und wann diese zur Qual und zum Misserfolgsgaranten werden.
Personal development 6 years
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Stress - unvermeidlicher Begleiter im Projektmanagement

IT-Projekte sind mehr oder weniger eine Mission Impossible - daher brauchen wir Methoden, mit Stress umzugehen IT-Projekte sind mehr oder weniger eine Mission Impossible - daher brauchen wir Methoden, mit Stress umzugehen. Entspannungstechniken sind gut, aber wir müssen an der Ursache ansetzen!
Personal development 6 years
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Zielgruppendefinition für Fortgeschrittene

Wie kann ich meine Zielgruppe als IT-Projektmanager definieren? Wie finde ich das heraus? Wie kann ich meine Zielgruppe als IT-Projektmanager definieren? Wie finde ich das heraus?
Personal development 6 years
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Definieren der Value Proposition für Fortgeschrittene

Worauf soll ich mich als IT-Projektmanager ganz konkret spezialsieren? Wie finde ich das heraus? Worauf soll ich mich als IT-Projektmanager ganz konkret spezialisieren? Wie finde ich das heraus? Wie definiere ich den Nutzen, den ich meiner Zielgruppe bieten kann?
Personal development 6 years
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Stärkenanalyse für Fortgeschrittene

Wie finde ich meine Stärken? Warum ist alles relativ? Warum sind Umwege oft hilfreich? Wie finde ich meine Stärken? Warum ist alles relativ? Warum sind Umwege oft hilfreich?
Personal development 6 years
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Karrierestrategie - Phase 7: Deine Langzeitstrategie

Starte einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess In welche Richtung sollst du dich weiter entwickeln? Wie sicherst du dir deinen Erfolg bei ändernden Rahmenbedingungen? Wie schaffst Du es, langfristig auf das richtige Pferd zu setzen?
Personal development 6 years
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Karrierestrategie - Phase 6: Kooperationsstrategie

Du bist nicht allein und du musst es auch nicht sein. Ergänze Deine Spezialisierung durch Kooperation. Du bist nicht allein und du musst es auch nicht sein. Ergänze Deine Spezialisierung durch Kooperation. Damit wirst Du stärker.
Personal development 6 years
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Karrierestrategie - Phase 5: Innovationsstrategie

Stillstand heißt Rückschritt! Deine Strategie muss stetig weiterentwickelt werden. Auch du entwickelst dich ja weiter. Stillstand heißt Rückschritt! Deine Strategie muss stetig weiterentwickelt werden. Auch du entwickelst dich ja weiter.
Personal development 6 years
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Karrierestrategie - Phase 4: Engpassanalyse

Was ist das brennendste Problem meiner Zielgruppe? Warum ist es so wichtig, dieses zu identifizieren? Willkommen zur vierten Phase bei der Erarbeitung deiner Karrierestrategie. Hier geht es um die Engpass-Analyse. EKS heißt Engpasskonzentrierte-Strategie. Es ist also klar, das ist ein ganz zentraler Punkt, ein ganz zentrales Konzept in unserer Karriereplanung. Schauen wir auf unsere Zielgruppe. Was empfindet diese als Engpass? Das heißt, was hindert sie, ganz bewusst wahrgenommen, am stärksten daran ihre Ziele zu lösen. Was ist mit anderen Worten ihr brennendstes Problem und wie weit kannst du hier mit deinem Nutzen-Angebot, das auf deinen vorhandenen Stärken basiert, eine Lösung anbieten, um diesen Engpass zu beseitigen. Das ist die Grundidee, um die es hier geht und du siehst auch hier sind wieder diese vier Phasen miteinander verknüpft. Wir werden diesen Zyklus mehrfach durchlaufen müssen und immer wieder optimieren, um zu einem optimalen Ergebnis zu kommen. Die Engpass-Analyse ist eine große Herausforderung, gerade für Expertinnen und Experten. Ich nehme hier ein Beispiel, das allgemein bekannt ist: Nokia, der einst führende Mobiltelefonhersteller wurde innerhalb kürzester Zeit vom Marktführer zum Sanierungsfall. Warum? Man hatte den Engpass der Zielgruppe, der Käufer von Mobiltelefonen falsch eingeschätzt. Der Engpass war eben nicht die weitere Optimierung der Telefonfunktion, das war nicht die immer längere Akkulaufzeit. Es war das Bedürfnis nach Kommunikation und nach einfacher Anwendung. Das hat, wie wir alle wissen, Apple mit dem iPhone auf den Markt gebracht. Es wurde von den Experten der Mobiltelefonbranche, die damals führend waren, als sinnlose Spielerei belächelt und wie es ausgegangen ist, wissen wir. So kann es auch dir ergehen. Du hast ein Spezialgebiet, wo du dich hervorragend auskennst und die Gefahr, dass du glaubst es besser zu wissen als deine Kundinnen und Kunden, ist auch bei dir und bei jedem von uns immer gegeben. Daher ist es so wichtig, sich sehr konkret mit der Zielgruppe zu beschäftigen, in Dialog zu treten, genau zu zuhören, auch andere zu fragen, nicht so sehr Insider wie du selber einer bist, sondern Leute, die einen ganz anderen, aus deiner Sicht vielleicht oberflächlichen oder laienhaften Zugang zu dem Thema haben. Wir müssen daran arbeiten, dass die von der Zielgruppe empfundene Engpass-Situation zu deinem Nutzen-Angebot passt, so wie ein Schlüssel zum Schloss. Dazu ist es notwendig, dass du dein Nutzen-Angebot in der Sprache der Zielgruppe formulierst. In deren Sprache, in deren Denkweise und nicht in deiner. Das ist die große Herausforderung, denn sehr oft bemerkt man gar nicht, dass man eine andere Sprache spricht. Wir sind im Bereich der IT-Projekte tätig und jeder von uns kennt die Verständnisprobleme zwischen Business und IT. Man bewegt sich in verschiedenen Welten und man redet oft aneinander vorbei. Jeder der Anforderungsanalyse macht, weiß ein Lied davon zu singen. Was sind nun in unserer Branche typische Engpässe auf Seiten der Zielgruppe, also auf Seiten unserer Auftraggeber? Es kann etwas ganz Unerwartetes sein. Öffentliche Institutionen zum Beispiel unterliegen dem Vergabegesetz und sie können einen Auftrag nur dann erteilen, wenn es dafür eine Ausschreibung oder Rahmenvereinbarungen gibt. Daher ist es in diesem Fall schon ein Engpass, den es zu adressieren gilt, dass du überhaupt beauftragt werden kannst. In anderen Branchen wiederum ist das überhaupt kein Kriterium. Hier geht es vielleicht um das Thema der Scheinselbständigkeit, wenn du als Freelancer unterwegs bist und du ein Unternehmen suchen musst, wo du dich integrieren kannst, sodass diese Gefahr nicht besteht. Ich habe jetzt bewusst scheinbare Nebensächlichkeiten als Beispiel genannt, denn natürlich denken wir, wenn wir über die Engpässe unsere Kunden nachdenken, in erster Linie an Skills, die gebraucht werden, an eine gewisse Verfügbarkeit an einem Ort, zu einer gewissen Zeit, in einem gewissen Ausmaß, mit einer gewissen Dauer. Natürlich ist das auch ein Teil der Engpass-Analyse, den wir berücksichtigen müssen. Letztendlich geht es aber um den Erfolg eines Projektes und der Erfolg eines Projektes beginnt mit dem Business Case, geht weiter über die Projektorganisation, zum Staffing und zur Abwicklung des Projektes, zur Reaktion auf Abweichungen bis hin zur Abnahme, Inbetriebnahme und so weiter. Gehe alle diese Teile durch und frage dich, wo gibt es hier Probleme, die deine Zielgruppe bedrücken und was könntest du mit deinen vorhandenen Stärken, mit deinem Nutzenversprechen, hier bewirken. Formuliere diese Erkenntnisse in der Sprache deiner Zielgruppe. Teste das immer wieder in Gesprächen, lies in einschlägigen Fachmagazinen darüber wie hier die Themen beschrieben werden und passe deine Terminologie und deine Argumentation an diese Erkenntnisse an. Hier möchte ich wieder in Erinnerung rufen, dass oft scheinbare Schwächen eine Stärke sind. Denken wir zurück an den Millennium-Bug (Jahr 2000). Hier wurden Entwickler, die mit Assembler umgehen konnten aus der Pension zurückgeholt, weil die Probleme mit dem Datum in den uralten Programmen eben nur mit diesen Entwicklern gelöst werden konnten. Hier wurde das plötzlich zu einem Engpass. Oder, ich kenne jemanden, der seit Jahren als Spezialist für AS/400 tätig ist und damit einen sehr guten Geschäftsgang aufzuweisen hat. Für dieses Modell von IBM, das einst sehr erfolgreich war und heute immer noch existiert, gibt es nur ganz wenige Leute am Markt, die den Kunden unterstützen können. Wenn du also auf einer scheinbar veralteten Technologie Erfahrungen hast, überlege, ob genau diese Erfahrung dein Erfolgsfaktor sein kann. Denke hier an den Begriff der Differenzeignung. Es kommt also darauf an, wo du dich hier von anderen unterscheidest. Wolfgang Mewes hat in der EKS auch immer wieder gesagt: Ziele nicht auf die Haufen, sondern Ziele auf die Lücken. Adressiere also das, was nicht jeder am Markt anbietet und tut, sondern mache das, was möglicherweise ein Minderheitenprogramm ist. Denn wenn du in diesem Minderheitenprogramm gut bist, dann geht es dir besser und du hast auch weniger Mitbewerber. Wir haben den Begriff Engpass bisher undifferenziert verwendet. Es gibt aber eine Unterscheidung, die wichtig ist. Es gibt den sogenannten externen Engpass, das ist jener, den deine Zielgruppe als ihren Engpass empfindet, als ihr Problem. Und es gibt den internen Engpass, das ist das, was dich daran hindert, den externen Engpass zu adressieren und erfolgreich eine Lösung anzubieten. Natürlich kannst du nur einen externen Engpass adressieren, wo du auch die Voraussetzungen hast, diesen zu lösen. Aber es kann einen Punkt geben, der dir fehlt - das kann entweder der Zugang zu den Kunden sein oder das kann ein ganz bestimmtes Teilskill sein. Überlege dir, ob du diesen internen Engpass beseitigen kannst und dann erfolgreich bist oder ob du deine Zielgruppe, dein Nutzen-Angebot neu definieren musst, hier also eine Anpassung leisten musst. Bei der Analyse des Engpasses solltest du auch an die verschiedenen Formen der Spezialisierung denken. ? An die funktionale Spezialisierung - hier geht es um die Kenntnis, um das Beherrschen einer bestimmten Methode oder eines bestimmten Werkzeuges. ? Die Problem-Spezialisierung – hier geht es um ein bestimmtes Problem, das zu lösen ist, um eine ganz bestimmte Art von Aufgabenstellung, etwa im Finanzwesen oder im Vertrieb oder in der Produktion oder wo auch immer. ? Oder geht es um die Kenntnis einer Branche, einer Zielgruppe, also die Zielgruppen-Spezialisierung. Idealerweise solltest du in allen drei Bereichen deine Stärken einsetzen und ein Nutzen-Angebot formulieren können, das deine Zielgruppe versteht und das deine Zielgruppe auch als Antwort auf ihren subjektiv empfundenen Engpass empfindet. Das Ergebnis deiner Engpass-Analyse sollte sehr konkret und wiederum auch spitz sein. Aber es ist natürlich nicht so, dass ein Engpass bis in alle Ewigkeit besteht. Denken wir wiederum an den Millennium-Bug. Der war im Jahr 2001 kein Thema mehr und eine Spezialisierung darauf war damit obsolet. Allerdings, es gibt hier jetzt den Pfad der Engpassentwicklung. Das heißt, auf einem erfolgreichen Nutzen-Angebot, mit dem du einen Engpass deiner Zielgruppe gelöst hast, kannst du aufbauen und dich weiterentwickeln zu den künftigen Engpässen. Und damit wird auch klar, warum diese Zielgruppen-Spezialisierung und Zielgruppen-Orientierung so wichtig ist. Denn nur durch den Kontakt mit deiner Zielgruppe bekommst du mit, wenn sich die Problemstellungen geändert haben und kannst dann auch dementsprechend nachziehen. Versuche also deine Engpass-Analyse wirklich auf dein Hier und Jetzt zu fokussieren und lass dich damit beruhigen, dass die nächste Phase in der Karriereplanung die Innovationsstrategie ist. Das heißt, die Weiterentwicklung des heute erfolgreichen Nutzen-Angebotes, das einen Engpass adressiert, zu einem immer weiteren und immer wieder neu aktuellen Angebot, mit dem du am Markt reüssiert. Das kommt dann in der nächsten Folge.
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Karrierestrategie - Phase 3: Finde Deine erfolgversprechendste Zielgruppe

Was ist eine Zielgruppe? Warum ist es so wichtig, sich für eine Zielgruppe zu entscheiden?
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Karrierestrategie - Phase 2: Finde Deine Value Proposition

Willkommen! Wir wenden uns nun der Suche nach unserem Spezialgebiet zu. In der ersten Phase hast du deine Ist-Situation analysiert und deine Stärken herausgearbeitet. Diese Stärken dann auch geclustert und damit ein klares Profil dessen gemacht, wo du Besonderes aufzuweisen hast. Etwas, das das Fundament für deine künftige Karriere sein kann. Das ist ein erster Schritt, ein vorläufiger Schritt. Zur Erinnerung: Wir müssen ein iteratives Vorgeben wählen, wir müssen uns schrittweise dem Ziel nähern, immer wieder einen Schritt zurückgehen oder sogar zwei und dann wieder nach vorn. Wie kommst du nun zum besten Spezialgebiet für deine Karriere? Der erste Schritt ist immer die Orientierung. Das heißt, du sammelst aus deinen bisherigen Erfahrungen jene Aufgaben und Probleme, wo du erfolgreich warst und du fragst dich, wo du hier vielleicht besser bist als andere, die du kennst. Das Ergebnis ist eine Liste von möglichen Spezialisierungen. In dieser Phase kommt es überhaupt nicht darauf an, sich einzuengen. Ganz im Gegenteil. Es soll ein Brainstorming sein, wo möglichst viele Möglichkeiten und verschiedene Zielgruppen aufgelistet werden, um dann später selektieren zu können. Fertig sind wir erst, wenn Phase drei und vier abgeschlossen sind, die Zielgruppe feststeht, die Engpass-Analyse für diese Zielgruppe durchgeführt wurde und das Nutzenangebot, das wir uns überlegt haben, abgeschlossen ist. Wie genau soll das sein? Es geht um eine grobe Orientierung. Das heißt, es soll nicht oberflächlich sein, aber verbeiße dich auch nicht in eine Variante, die dir besonders attraktiv erscheint und lasse alle anderen links liegen. Oft ist gerade das, was nicht so naheliegend ist, etwas, was du im ersten Moment als absurd oder auch als nicht besonders erfolgversprechend siehst, genau der Schlüssel, der das, was dir nahe liegt, erst so richtig aufwertet und es zu etwas Besonderem macht. Denke immer daran, es geht nicht darum etwas zu finden, das zwar sehr attraktiv ist, aber nicht zu deiner Ist-Situation und zu deinen Stärken passt. Wir gehen immer von dem aus, was wir als Stärken gesehen haben, allerdings sind wir offen, dass wir bei der Suche nach Spezialgebieten und bei der Suche nach Zielgruppen auf Stärken stoßen, die wir vorher gar nicht als solche erkannt haben. Die Suche nach dem Spezialgebiet ist die Weichenstellung für alle zukünftigen Entwicklungen. Daher ist es wichtig, hier in kleinen Schritten zu experimentieren, keine großen Weichenstellungen durchführen und diese dann konsequent durchziehen, sondern eine Hypothese nach der anderen prüfen und hier auch möglichst offen bleiben für überraschende Ergebnisse. Also hüte dich vor den "Confirmation Bias". Das heißt, man soll nicht nur das hören, was die eigene Meinung unterstützt und das überhören und verdrängen, was der eigenen Meinung widerspricht. Oftmals ist es besser, noch einmal darüber zu schlafen und sich erst am nächsten Tag wieder damit zu beschäftigen. Das setzt allerdings voraus, dass du alles aufschreibst. Ob das jetzt in einer Mindmap ist - ich verwende zum Beispiel XMind, das ist ein sehr flexibles Tool - oder du Post-its verwendest, um es aufzuschreiben, ist zweitrangig. Aufschreiben hat auch seine Qualität - die Haptik des Papiers oder des Stiftes, das macht auch was aus. Am besten ist vielleicht, du mischt die verschiedenen Formen miteinander. Vergiss auch nicht auf eine weitere, ganz wichtige Möglichkeit, nämlich das Gespräch mit anderen, sei es mit Freunden, Kollegen oder auch Kunden, für die du bereits arbeitest. Außerdem hilft es in dieser Phase, schon ein wenig weiter zu denken, aber ohne, dass man den zweiten Schritt vor dem Ersten macht. Ergebnis der ersten Phase der Karrierestrategieplanung ist eine Value Proposition oder auch Unique Selling Proposition. Also etwas was dich gegenüber anderen auszeichnet, etwas das auch klar macht, wofür du stehst. Das kann man auch als Claim formulieren: Ich bin Spezialist für SAP-Projekte im Bereich Payment. Ich bin Spezialist für E-Government-Projekte, insbesondere für Fragen der digitalen Signatur und des Identity Managements. Ich bin Spezialist für Bestandsführungssysteme von Versicherungen, insbesondere in der Sparte Lebens- und Unfallversicherung. Wenn du eine solche Hypothese formuliert hast, dann überlege dir, für welche Zielgruppe könnte das interessant sein. Manchmal ist es sowieso offensichtlich, aber manchmal ist es eben nicht offensichtlich, weil es verschiedene Varianten gibt. Schreibe alle diese Varianten auf, aber verwirf keine zu schnell. Bei der Suche nach Spezialisierungen denke aber nicht nur an fachliche oder technische Inhalte im engeren Sinne, sondern denke auch an Kompetenzen, die du möglicherweise in den Bereichen Konfliktlösung oder Moderation besitzt. • Bist du gut darin, künftige Anwender für IT-Systeme, an denen du mitgearbeitet hast, zu schulen? • Bist du gut im Bereich Dokumentation, ein ungeliebtes Kind in fast allen IT-Projekten, die ich kenne. • Hast du Erfahrungen und Stärken, wenn es darum geht, einen Go-live zu planen, hast du schon ein Go-live-Drehbuch erstellt hast, hast du so einen Go-live miterlebt? Kannst du daraus Erfahrungen bringen? • Hast du Templates, Vorbilder wie du so etwas angehen würdest, wenn der Kunde dich beauftragt, und zwar auf Basis dessen, was du tatsächlich schon gemacht hast? Ich nenne dir noch ein paar Beispiele aus der Praxis, etwa als Spezialist dafür • agile Vorgehensweisen in Großprojekten umzusetzen, vielleicht auch ergänzt in regulierten Branchen, wie zum Beispiel Banken und Versicherungen. • Teams von Java-Entwicklern zu führen, weil ich mit ihnen auf Augenhöhe sprechen kann und weil ich selbst die technische Kompetenz in diesem Bereich habe, verbunden mit der entsprechenden Führungskompetenz. • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Finanzabteilungen dabei zu helfen, ihre Anforderungen an das Customizing von SAP FI zu unterstützen, so dass die Aufwendungen für Anpassungen sinken und die Zufriedenheit der Anwender mit dem Ergebnis steigt. Du siehst, manche dieser Formulierungen sind etwas lang, vielleicht auch etwas sperrig, aber es sind Beispiele, wie sie in dieser Phase typischerweise entstehen. Es sind nicht die bereits geschliffenen Endprodukte der Karrierestrategieplanung. Vergleiche diese Formulierungen immer wieder mit der Liste deiner Erfahrungen, mit der Liste deiner Stärken und meide alles, das zwar gut klingt, in Wirklichkeit aber nicht zu dem passt, wofür du wirklich stehst und wo du wirklich seriöse Arbeit leisten kannst. Die EKS ist kein Wundermittel, um fehlende Qualifikationen zu kompensieren, sie ist quasi ein Wundermittel, wenn man schon dieses Wort verwenden will, um mit dem was man hat, das Bestmögliche zu erreichen. Jetzt noch eine sehr wichtige Erfahrung. Bei anderen fällt es uns immer leicht, genau das zu erkennen, was deren roten Faden ausmacht. Bei uns selbst fällt das immer schwer, weil, man ist sich selbst einfach zu nahe, man ist mit gewissen Dingen, die man für richtig und wichtig hält, zu emotional verbunden. Das ist sowas wie der tote Winkel, den man hat. Wenn man sich selbst im Spiegel sieht, dann sieht man oft nur das, was man sehen will. Wichtig ist daher das Echo der anderen. Rede mit anderen über deine Hypothesen, über deine Pläne. Am besten suchst du dir Leute aus, denen du vertraust und die dir wohlwollend gegenüberstehen. Aber du kannst natürlich auch andere, die dir nicht so nahestehen in etwas verklausulierter Weise fragen. Gerade das ist oft sehr wertvoll. Hier sind wir auf einer Coachingplattform und es ist ja genau der Sinn eines Coachings, dass man Gesprächspartner hat, denen man etwas erzählt, die dazu Fragen stellen und die auch ein wohlwollendes und unterstützendes Echo geben, manchmal aber auch ein etwas schmerzhaftes Feedback. Ich habe oft erlebt, dass ich jemanden eine Frage gestellt habe, eine Hypothese formuliert habe, worauf dann der Kommentar war: Ja, das ist völlig logisch, warum bin ich nicht selbst draufgekommen? Ja, so ist es und so ist es auch mir ergangen, wenn es um meine eigenen Pläne ging. Es ist also nicht so, dass einem alles sonnenklar in den Schoss fällt. Nein, es ist wirkliche Arbeit. Wir kommen in der nächsten Phase, wenn es um die Auswahl der Zielgruppe geht, noch einmal auf alle diese Themen zurück und in der Engpass-Analyse geht es dann nochmals tiefer. Ich hoffe, es hat dir bisher schon geholfen, in dieser Phase weiterzukommen und ich freue mich, wenn du das nächste Mal wieder dabei bist. Alles Gute und bis bald, dein Gerhard Friedrich.
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11:23

Karrierestrategie - Phase 1: Analyse der Ist-Situation und der persönlichen Stärken

Hallo, herzlich willkommen. Jetzt steigen wir ein in die Umsetzung der Karrierestrategie. Wir beginnen mit der Phase eins, das ist die Analyse der Ist-Situation und der speziellen Stärken. Was ist das Ziel dieser Phase 1? Es geht darum, die Ausgangssituation zu klären, denn alles was du tust, sollte zu dem passen wo du heute stehst. Denn ohne Ist kein Soll, ohne Differenz zwischen Ist und Soll, ohne Kenntnis dieser Differenz, kann es auch keinen Weg geben, der dich zum Ziel führt. Vielleicht denkst du dir, es heißt doch "Structure follows Strategy". Wieso beschäftige ich mich mit dem Ist, wenn ich doch ein Soll will. Aber es ist wie bei einer Wanderung. Wenn ich nicht weiß, wo ich gerade stehe, dann ist es sinnlos, nach der richtigen Richtung zu fragen. Ich muss immer zuerst wissen, wo ich starte. Und es geht hier natürlich nicht um eine beliebige Analyse der Ist-Situation, sondern wir versuchen, die besonderen Stärken herauszufinden. Nun heißt es immer wieder: Stark- und Schwachstellenanalyse. Was ist also mit den Schwächen? Im Gegensatz zu manchen Ratgebern, die sagen: Ignoriere deine Schwächen völlig, sehen wir das in der EKS-Strategie nicht so. Allerdings mit einem wichtigen Punkt: Zu Beginn haben die Schwächen keine besondere Bedeutung, sondern wir konzentrieren uns darauf, die Stärken herauszufinden. Wenn du bei dieser Analyse auf eine Schwäche stößt, dann schreib sie auf, um sie nicht zu vergessen. Allerdings auch, damit dich das in deiner weiteren Kreativität nicht blockiert. Im Übrigen hat das auch einen anderen Grund. Erst wenn du deine Strategie weiterentwickelt hast, wirst du wissen, welche deiner heutigen Schwächen eigentlich wirklich relevant sind für das, was du dann konkret anstrebst. Zwischendurch nun eine lustige Geschichte über einen Handelsvertreter, der stotterte und der das als ungeheuren Nachteil empfunden hat - was wir alle nachvollziehen können. Allerdings, als ihm ein Coach dann sagte: Ein Verkäufer, der stottert wirkt glaubwürdig, weil er unterscheidet sich vorteilhaft von all diesen geschniegelten, lackierten, perfekt ihr Skript herunterspulenden Verkäufern, wandelte sich das und er erkannte, dass sein vermeintlicher Fehler, seine vermeintliche Schwäche durchaus auch als Stärke ausgespielt werden könnte. Das erzähle ich nur, um diesen Gedanken auch bei dir zu platzieren und dich lockerer zu machen, wenn du auf irgendetwas stößt, wo du sagst: Das ist eine Schwäche, das blockiert mich jetzt tatsächlich und ich muss diese Schwäche ausgleichen, bevor ich überhaupt weiter mache. Nein, das ist es nicht. Und im Übrigen: Jeder hat Stärken, auf die man aufbauen kann, egal wie. Dazu kommen wir auch immer wieder bei anderen Beispielen. Noch ein möglicher Einwand: Bleibt es dabei, immer nur das Ist sich anzusehen? Nein, natürlich bleibt es nicht dabei. Wir beginnen mit der Ist-Analyse, aber wenn wir das Soll in den späteren Phasen gefunden haben, dann richten wir alles was wir tun danach aus, dieses Ziel, dieses Soll, auch tatsächlich zu erreichen. Beginne mit einem Brainstorming: Was sind deine speziellen Stärken? Was hast du in deiner bisherigen beruflichen Tätigkeit gemacht? Denke aber auch an Tätigkeiten außerhalb des Berufs. Warst du in einer Hilfsorganisation, bei der freiwilligen Feuerwehr, beim Roten Kreuz, in irgendwelchen Vereinen tätig oder warst du politisch tätig? Alles das sind mögliche Stärken, die dir helfen können, in deiner Karriere weiter zu kommen. Ich meine damit aber nicht diese simple Protektionslinie: Ich habe Beziehungen und dadurch mache ich Karriere, obwohl ich nichts kann. Nein, wir meinen natürlich hier die echten Stärken, echte Erfahrungen, die zeigen, was du draufhast. Ein häufiger Fehler ist, dass man manche Stärken als selbstverständlich betrachtet. Alles das, was mir persönlich leichtfällt, gewichte ich geringer und das, was mir persönlich schwerfällt, gewichte ich höher. Allerdings gilt das nicht für deine Kunden oder für die Zielgruppe, für die du arbeitest. Denn gerade das, was dir leichtfällt, ist möglicherweise eine der entscheidenden Stärken, die du einbringst und es fällt denen, für die du arbeitest eben schwer. Schauen wir uns doch Beispiele an, die jetzt in unserem Berufsfeld liegen. In welcher Art von IT-Projekten hast du bisher gearbeitet? Welche Rollen hast du dort eingenommen? In welchen Rollen warst du besonders erfolgreich? Welche Probleme der Kunden hast du gelöst? Wann ruft man dich eigentlich hinzu, wenn etwas schwierig wird? Was sind das für Schwierigkeiten, wo man generell zunächst einmal an dich denkt und dich herbeiholt? Verliere dich bei dieser Analyse nicht in Details, sei aber auch nicht zu oberflächlich. Wenn es etwa um Migrationsprobleme geht, Übernahme von Daten aus Altsystemen, dann denke auch darüber nach und schreibe es nieder, in welchen konkreten Branchen, für welche konkreten Anwendungen du solche Erfahrungen gesammelt hast. Wenn du in der Anforderungsanalyse tätig warst, dann überlege dir dazu auch, welche Art von Anwendern deine Gesprächspartner waren, mit wem du hier besonders gut zurechtkommst, wen du besonders gut verstehst. Analysiere dein Know-How: Wo kennst du dich wirklich gut aus? Welche Branche ist dir vertraut? Mit welcher Art von Aufgabenstellungen hast du bisher bereits gearbeitet? Was hast du in deiner Ausbildung gelernt, im Studium worüber hast du viel gelesen, wofür kannst du dich begeistern. Denke dabei aber auch an Persönlichkeitseigenschaften. Bist du jemand, der auch in stressigen Situationen ruhig bleibt? Bist Du jemand, der bei Konflikten immer wieder beruhigend und deeskalierend eingreifen kann? Auch das sind Stärken, die bei deiner Karrierestrategie-Planung eine große Rolle spielen können. Und denke auch daran, was dir Spaß macht, wofür du wirklich brennst, was du nicht als Arbeit und Last empfindest, sondern als Vergnügen. Denn idealerweise sollte das was du beruflich tust, das womit du dein Geld verdienst und das was du gerne tust, übereinstimmen. Ich kenne das aus meiner eigenen Erfahrung und habe auch immer wieder meine eigene berufliche Laufbahn so angepasst, dass ich das tun konnte, was mich wirklich begeistert hat. Allerdings die Illusion, dass man einfach sagen kann: Ja, meine Arbeit ist eigentlich nie anstrengend und ich habe immer nur aus Spaß gearbeitet, diese Illusion würde ich dir doch auch nehmen, denn es ist dazwischen immer wieder mühsam. Allerdings wenn man diese Mühen überwunden hat, ist die Freude umso größer. Man kennt es auch aus dem Sport. Ich selber bin Marathonläufer und glaube mir, wenn du es selber noch nicht gemacht hast, ab Kilometer 30 wird es richtig mühsam. Allerdings wenn du dann Kilometer 42,195 erreicht hast, ist die Freude umso größer. Also, wie immer es ist, es ist nicht immer nur angenehm, es ist immer wieder auch anstrengend, du musst immer wieder deine Komfortzone verlassen, aber suche dir etwas, wo das Erfolgserlebnis am Ende dich für das entschädigt, was du vorher an Mühen auf dich genommen hast. Fassen wir nochmals zusammen, was in dieser Phase 1 wichtig ist: Finde heraus was dich von anderen unterscheidet, wo du besser bist als andere. Sei nicht zu bescheiden, sei aber auch nicht zu unbescheiden. Kontrolliere wenn du im Zweifel bist dein Selbstbild anhand von Gesprächen mit Freunden, mit Kunden, mit Kollegen, um herauszufinden, was die eigentlich an dir sehen. Dazu ein Tipp: Es ist viel einfacher als man oft denkt, jemand zu fragen: Wie siehst du das was ich mache oder wo siehst du bei mir die besonderen Stärken. Du kannst dann auch nach den Schwächen fragen, obwohl wir diese hier zunächst einmal ausblenden. Aber frage ganz einfach danach, du bekommst ein Feedback. Setze auf deine Stärken und lass die Schwächen beiseite, mit denen beschäftigen wir uns erst wesentlich später. Analysiere deine Ist-Situation, bestimme also deinen Standort. Was hast du schon hinter dir, was kannst du heute, was tust du heute, was gelingt dir heute? Versuche das auch dir immer wieder klar vor Augen zu führen. Und suche dann 4. deine Stärken und denke dabei nicht nur an berufliche Stärken im engeren Sinne. Denke auch an Fähigkeiten, die du in deinem Privatleben oder in Tätigkeiten bei Vereinen oder anderen Organisationen ausspielst. Suche deine größten Stärken heraus. Was macht dich wirklich aus, was ist die Differenzeignung, um dieses Wort der EKS wieder zu verwenden oder dein USP. Bau daraus dein individuelles Stärken- und Leistungsprofil auf Schau nach außen und frage dich, wo könnten diese Stärken von Vorteil sein und dir besonders weiterhelfen. Soweit damit der Blick auf die Phase eins der Umsetzung der Karrierestrategie. In der nächsten Folge schauen wir und die Phase 2 an. Hier geht es um das Herausfinden des erfolgversprechendsten Spezialgebietes.
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Karrierestrategie - In 7 Schritten zum nachhaltigen Erfolg

Phasenmodell zur Erarbeitung Deiner Karrierestrategie Willkommen zum zweiten Teil. Wir haben das erste Mal besprochen, wie und nach welchen Prinzipien man seine Karrierestrategie gestaltet. Aber wir wissen alle, es kommt auf den Prozess der Umsetzung an. In welcher Reihenfolge geht man vor? Hier gibt es in der EKS ein Vorgehensmodell in mehreren Phasen und diese Phasen würde ich dir jetzt gerne vorstellen. Zunächst einmal Phase 1, die Analyse der Ist-Situation und der speziellen Stärken. Die EKS setzt immer an der Ist-Situation an. Sie setzt also nicht daran an, welche Märkte es gibt, wo irgendjemand irgendwie erfolgreich sein könnte, sondern die Frage ist, welche konkreten Stärken du selbst besitzt. Bei dieser Analyse der Stärken gibt es einen durchaus unkonventionellen Ansatz, es gibt hier auch einen etwas sperrigen Begriff, den ich sehr treffend finde. Wolfgang Mewes spricht von der Differenzeignung und sagt: worin bist du anders als andere, worin unterscheidest du dich. Wir kennen dieses Thema USP „Unique Selling Proposition“. Aber interessant ist auch, dass durchaus Dinge, die man als Schwächen sehen könnte, hier als Stärken aufgewertet werden können. Wir wissen heute, dass zum Beispiel im Marketing die Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe, die grundsätzlich diskriminiert wird, durchaus auch ein Vorteil sein kann. Es gibt Telekomunternehmen, die spezielle Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund machen. Wir wissen, dass Unternehmen oft aus einer regionalen Randlage heraus besonders erfolgreich sein können. Ja, so kann auch die Erfahrung in einigen Projekten, die nicht so erfolgreich waren, auch ein Vorteil sein. Nämlich, dass man gelernt hat, wie man mit solchen Problemen umgeht. Natürlich, erfolgreiche Projekte sind immer auch ein wichtiges Merkmal deiner Stärken und auf die solltest du nicht vergessen. Man unterscheidet im Projektmanagement in der ISO 21500 drei Kompetenzbereiche: Die technischen Kompetenzen - was weißt du darüber, wie man Projekte macht, wie man Terminpläne macht, Projektaufträge formuliert und so weiter. Die Verhaltenskompetenzen - wie kannst du mit dir selbst umgehen, welche soziale Kompetenz hast du, bist du kommunikativ, wie gut bist du in der Problemlösung. Ein wichtiges Thema ist auch, wie schaffst du es mit Stress umzugehen und nicht in ein Burnout zu rutschen. Darauf kommen wir später noch zurück. Das Dritte sind die Kontextkompetenzen - wie gehst du mit dem Umfeld deiner Projekte um? Da ist, vor allem wenn jemand selbständig tätig ist, die Frage, für welche Kunden arbeite ich, für welche Art von Projekten werde ich tätig. Hier kommt es also darauf an zu sagen, was kann ich, welche Erfahrungen habe ich, was gibt es, was mich von anderen unterscheidet, und auf dem baut man auf. Das ist Phase eins, die Analyse der Ist-Situation und die Differenzeignungs-Analyse der eigenen Stärken. Zweite Phase: Man sucht das erfolgversprechendste Spezialgebiet. Also nicht irgendeines, sondern jenes, das zu den eigenen Stärken passt. Angeblich hat Julius Caesar einmal gesagt: Lieber der erste im Dorf als der zweite in der Stadt. Also, lieber Marktführer in einem kleinen Markt, als Mitläufer in einem großen Marktsegment. Das haben wir schon in der ersten Folge unter dem Thema Spezialisierung kennengelernt. Und du erinnerst dich vielleicht auch noch an die Primär-Spezialisierung - ich spezialisiere mich auf bestimmte Techniken, Methoden. Dann die Problem-Spezialisierung und die Zielgruppen-Spezialisierung, wo ich mich eben auf eine Zielgruppe fokussiere. Das ist bei der Suche nach dem erfolgversprechendsten Spezialgebiet zu beachten. Wir werden das später noch in verschiedenen Beispielen durchgehen. Phase drei: Ich suche mir die erfolgversprechendste Zielgruppe. Natürlich sind Branchen ein starkes Differenzierungsmerkmal, aber Branche ist oft auch noch zu weit. Ich kenne das aus der eigenen Erfahrung, dass man von der Finanzdienstleistungsindustrie spricht und ich weiß auch aus eigener Erfahrung, dass zwischen Versicherungen und Banken gravierende Unterschiede bestehen und dass es uns nicht weiterbringt, wenn wir beides in einen Topf werfen. Diese Zielgruppe zu finden und auch einzuengen und zu fokussieren, ist nicht eine theoretische Aufgabe, die man allein im stillen Kämmerchen lösen kann, sondern hier ist es auch immer eine empirische Frage. Es ist ein iteratives Vorgehen. Man probiert es einfach, man muss auch die eigenen Erfahrungen, die man gemacht hat, richtig interpretieren und daraus die Schlüsse ziehen. Ganz wichtig ist es, dass man nicht immer danach sucht, eine andere Zielgruppe als die, die man bisher kennengelernt hat, zu adressieren, sondern möglichst kontinuierlich dranbleibt. Das ist die Phase drei, die Suche nach der erfolgversprechendsten Zielgruppe. Phase vier ist die sogenannte Engpass-Analyse. Auf was kommt es bei dieser Zielgruppe an, was ist ihr brennendstes Problem? Wo könnte ich mit meinen speziellen Fähigkeiten, bitte denke an Phase eins, an die Differenzeignungs-Analyse, wo könnte ich für diese Zielgruppe einen besonders wichtigen Beitrag leisten? Welchen Engpass empfindet diese Zielgruppe? Und dann ist die nächste Frage: Was hindert mich daran, diesen Engpass zu adressieren und dieser Zielgruppe für dieses brennende Problem eine überlegene Lösung anzubieten. Das was mich daran hindert nennt die EKS den internen Engpass. Das was die Zielgruppe als Problem empfindet nennt sie den externen Engpass. Man kann hier auch ziemlich danebenhauen, insbesondere das Verständnis der Zielgruppe falsch interpretieren. Ein prominentes Beispiel der Mobiltelefonbranche ist Nokia, die damals das iPhone als sinnlose Spielerei belächelt haben und dann erkennen mussten, dass der Engpass der Zielgruppe nicht das Telefonieren und auch nicht die lange Akkulaufzeit war, sondern dass diese Vielfalt an Handlungsmöglichkeiten die ein Smartphone heute bietet und was für uns heute selbstverständlich ist, eine viel attraktivere Problemlösung ist, als das immer noch weiter optimierte Telefon im engeren Sinne. Das ist die Phase vier, die Engpass-Analyse. Phase fünf, Innovationsstrategie. Ja, ich habe eine Lösung, ich biete diese an, aber ich muss daran arbeiten, diese immer weiter zu verbessern. Auch hier ist klar: wenn ich klar fokussiert bin, wenn ich dranbleibe, wenn ich nicht ständig was anderes mache und glaube, irgendwas anderes ist besser als das, was ich bisher mache und was ich gut kann, dann werde ich eher auf Innovationen kommen. Ich darf aber dabei auch nicht engstirnig sein. Siehe wiederum dieses Beispiel von Nokia. Innovation muss also sehr weit verstanden sein. Der ständige Kontakt mit der Zielgruppe ist wichtig, aber auch die Information über Entwicklungen in diesem Bereich. Phase sechs, die Kooperationsstrategie. Denke immer an die asiatischen Kampftechniken, die Kräfte nutzen, die zunächst wie Gegenkräfte aussehen, diese aber für die eigenen Ziele nutzen. Hier ist es auch in der EKS ein ganz wichtiger Punkt, dass man aufgrund der klaren Spezialisierung zunächst einmal daran arbeitet, in einem bestimmten Segment der erste und beste zu sein. Dadurch allerdings ist man dann auch offen für Spezialisierungen. Wenn ich selbst ein Spezialgebiet habe, in dem ich überlegen bin, dann werden mich andere Anbieter in diesem Bereich nicht angreifen können und irgendwann werden sie es bleiben lassen. EKS spricht hier vom Prinzip der schiefen Ebene. Das heißt, je mehr ich an der Spitze bin, umso steiler ist der Anstieg, umso eher werden andere, wenn sie versuchen, diesen Gipfel auch zu erklimmen, daran abrutschen. Aber und das ist nun das Positive, ich werde dadurch auch offen für Kooperationen, denn ich kann mit anderen, die in anderen Gebieten Spitze sind, ohne Probleme zusammenarbeiten, denn wir ergänzen einander, wir konkurrenzieren uns nicht gegenseitig. Das ist das Prinzip der Kooperation. Und dann kommt die Königsdisziplin der EKS, das Hinentwickeln zur Adressierung des konstanten Grundbedürfnisses. Das klingt vielleicht noch ein wenig kompliziert. Aber es geht darum, dass man, wenn man seiner eigenen Zielgruppe eine Problemlösung anbietet und dadurch in dieser Zielgruppe gut verankert ist, die Augen offenhält und fragt, was gehört denn hier noch dazu. Nehmen wir ein Beispiel aus anderen Branchen, weil das dort immer leichter zu erkennen ist. Baufirmen etwa bieten Finanzierungskonzepte an, bieten auch an, für Vorsorgewohnungen die Vermietung zu übernehmen, das Ganze dann auch zu managen etc. Wenn ich im Projektmanagement tätig bin, dann geht ja nicht nur darum, das Projekt erfolgreich abzuwickeln, so dass am Ende des Tages eine bestimmte Software implementiert ist. Es geht auch um Schulungsprobleme. Man könnte sich also weiterentwickeln und auch die Schulungsthematik oder die Testthematik abdecken. Man könnte auch neue Geschäftsmodelle und neue Prozesskonzepte abdecken. Das durchaus - und das ist jetzt wichtig - nicht im Sinne einer Verzettelung, sondern insbesondere im Sinne der Phase sechs, einer Kooperationsstrategie. Zusammengefasst setzt die EKS an den eigenen Stärken an, sucht dafür die optimale Zielgruppe und adressiert deren Probleme, wo ich mit meinen Stärken etwas bewirken kann. Ich entwickle meine Lösungen immer weiter, ich kooperiere mit anderen und versuche, eine ganzheitliche, langfristige Lösung für die Anliegen meiner Zielgruppe anzubieten. Was das für Projektmanager in ihrer Karriereplanung bedeutet, das ist Gegenstand des nächsten Podcasts und ich freue mich sehr, wenn du wieder dabei bist.
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Karrierestrategie für IT-Projektmanager - Wozu braucht man das?

Woraus besteht eine Karrierestrategie? Welche Regeln gibt es dafür? Strategische Karriereplanung, wie funktioniert das? Was heißt überhaupt strategisch? Ich orientiere mich dabei an der engpasskonzentrierten Strategie, kurz auch EKS genannt, begründet von Wolfgang Mewes. Das ist schon einige Zeit her, aber in diesem Fall ist alt auch gut, denn es gibt eine Reihe von ganz prominenten Erfolgsbeispielen dafür. Es sind Firmen wie Kärcher, Fielmann oder Kieser Training, die dieser Strategie folgen. Es sind die sogenannten "Hidden Champions", die Simon 1996 vorgestellt hat und es ist auch zum Beispiel Lothar Seiwert, gemeinsam mit Tiki Küstenmacher, der sich vom Zeitmanagementexperten zum Konzept "Simplify your Life" weiterentwickelt hat. Das sind explizite Anwender der EKS-Strategie. Wenn du davon noch nichts gehört hast, damit bist du nicht allein. Es ist keine der Strategielehren, die so hip sind, dafür allerdings, und davon bin ich aufgrund meiner eigenen praktischen Erfahrungen und der anderer überzeugt, umso wirksamer. Was heißt hier überhaupt Strategie? In der EKS definiert Wolfgang Mewes den Begriff so: Es ist die Konzentration der Kräfte auf das Wesentliche an der entscheidenden Stelle. Das heißt, diese EKS-Strategie ist die Lehre vom effektiven Einsatz jeder Art von Energie. Diese Gesetze gelten systemübergreifend. Sie gelten also nicht nur für Unternehmen, sie gelten genauso für Einzelpersonen, also auch für dich, wenn du deine eigene Karriere planst. Und einer der entscheidenden Punkte ist es, die Kräfte zu bündeln und auf den wirkungsvollsten Punkt zu konzentrieren. Deswegen auch der Name "Engpasskonzentrierte Strategie". Es gibt vier Prinzipien der EKS, die hinter allem stehen. Das erste Prinzip ist Konzentration statt Verzettelung. Eines ist klar: spitz ist erfolgreicher als breit. Verzettelung, Diversifikation führt dazu, dass sich die vorhandenen Kräfte auf viele verschiedene Baustellen verteilen und der Erfolg geringer ist. Schau dich um, wer in einer Disziplin top ist, ist erfolgreicher als jemand, der in fünf Disziplinen der Zweitbeste oder gar mittelmäßig ist. Also Punkt eins: konzentrieren, fokussieren, Konzentration der Kräfte. Prinzip zwei: Minimum Prinzip. Es kommt immer darauf an, wo man seine Kräfte ansetzt. Es gibt hier einen wunderbaren Begriff in der EKS, das ist das sogenannte brennendste Problem der Zielgruppe. Wenn man dieses adressiert, also das, was jemand wirklich unter den Nägeln brennt, dann hat man die ungeteilte Aufmerksamkeit und dann hat man auch wirklich Erfolg. Wenn man sich auf eine Nebenfront konzentriert, dann hat man bei gleichem Aufwand Desinteresse. Also dieses Minimum oder auch Engpassprinzip. Das dritte Prinzip klingt etwas esoterisch: Immaterielles vor Materiellem. Aber das ist die Erkenntnis, dass Anziehungskraft mehr zählt als Kapital. Schau dir die fantastischen Kaufpreise für Unternehmen an, die noch nie Gewinn gemacht haben, die aber eine Community aufgebaut haben. Wolfgang Mewes hat das in den siebziger Jahren formuliert. Heute können wir das anhand des Börsenwertes von etwa Uber das mehr wert ist oder Tesla, das mehr wert ist als die amerikanischen Autounternehmen klassischen Zuschnitts zusammen, genau nachvollziehen. Also immaterielle Anziehungskraft ist wichtiger als irgendwelche materiellen Ressourcen. Und das vierte Prinzip: Nutzenmaximierung. Wenn du deiner Zielgruppe, deinen Kunden, deinen Mitmenschen ganz allgemein, einen Nutzen bietest, dann wirst du erfolgreich sein. Wenn du ihr brennendstes Problem löst, dann werden sie auch daran interessiert sein, dich zu unterstützen. Sie werden auch bereit sein, dafür zu zahlen. Man sieht das an Unternehmen wie etwa Apple. Apple kann für vergleichsweise normale Produkte, die es auch bei anderen Unternehmen in gleicher Qualität gibt, deutlich höhere Preise einnehmen, weil sie es eben geschafft haben, hier ein attraktives Angebot zu schaffen, indem man die Produkte zum Ausdruck eines Lebensstils, auch als Statussymbol positioniert hat. Und das gilt auch für eine Reihe von anderen Unternehmen. Diese vier Prinzipien, also nochmals: Konzentration der Kräfte, Zielen auf den Minimumpunkt, den Engpass, immaterielle Anziehungskraft höher gewichten als Kapital und sonstigen Besitz sowie Nutzen für die Zielgruppe maximieren. Das sind die vier Prinzipien. Was heißt das nun für die Karrierestrategie? Sich nicht aus der Fokussierung heraus zu verzetteln, nicht in allen möglichen Bereichen, wo es gerade einen Auftrag gibt, tätig zu sein, sondern daran zu arbeiten, einen roten Faden in die eigene Karriere zu bringen. Es gibt verschiedene Formen der Spezialisierung. Man konzentriert sich, man spezialisiert sich zum Beispiel auf bestimmte Tools. Ich kenne mich z.b. aus mit dem MS Project Server, mit IBM Rational Tools, mit SAP oder ich habe eine bestimmte Zertifizierung wie PMP, Scrum Master und so weiter. Das ist das, was in der EKS Primär-Spezialisierung heißt. Es ist besser als keine Spezialisierung, aber es ist auch nur auch eine vergängliche Angelegenheit, die sehr oft gefährdet ist. Die zweite Form der Spezialisierung ist die Problem-Spezialisierung. Diese ist auch heute in der Wirtschaft weit verbreitet - Automobilhersteller und die Bahn positionieren sich als Spezialisten für Mobilität, Telekommunikationsunternehmen als Spezialisten für Kommunikation. Das ist eine wesentlich nachhaltigere Spezialisierung, denn die Probleme halten länger als bestimmte Technologien oder Methoden. Daher bist du mit dieser Form der Spezialisierung auf jeden Fall schon besser dran. Das heißt, wenn du zum Beispiel auf SAP spezialisiert bist, dann versuche dich auf bestimmte Probleme, sei es im Finanzwesen, Payments, Business Intelligence etc. zu konzentrieren oder in anderen Bereichen auf Unternehmensfusionen, auf Betriebsgründungen, Standortverlegungen etc. Die dritte Spezialisierung und das ist die nachhaltigste und erstrebenswerteste Form, nennt man in der EKS die Zielgruppenspezialisierung. Ziel ist es „Zielgruppenbesitzer“ zu werden. Das heißt, man ist für eine bestimmte Gruppe von Menschen, für eine Branche oder für eine Community der erste Ansprechpartner zu einem Problem oder eben mittelbar zu jeder Art von Problemen. Das setzt voraus, dass man sich mit dieser Zielgruppe auch auseinandersetzt und das gelingt nur, wenn man ständig daran arbeitet und sich auch vor der Versuchung hütet, die Zielgruppe immer wieder zu wechseln. Denn, die Wiese des Nachbarn schaut immer grüner aus als die eigene. Man glaubt immer, woanders ist es weniger mühsam als in den eigenen Bereichen, in denen man tätig ist. Das liegt aber nur daran, dass man die Details bei den anderen nicht kennt. Zielgruppenspezialisierung setzt also das voraus was man heute Netzwerken nennt - den Besuch von Kongressen, selbst Vorträge halten, selbst Publikationen erstellen in den Medien, die von der betreffenden Zielgruppe genutzt werden. Wie man dazu kommt, die richtige Form der Spezialisierung zu finden und ihre Weiterentwicklung bis hin zur Zielgruppenspezialisierung, das ist Thema des nächsten Podcasts. Ich freue mich, wenn du wieder dabei bist. Bis bald!
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