Beim ersten Hahnenschrei
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Beim ersten Hahnenschrei

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Dein Leben steckt voller Herausforderungen und Fragen? Das ist mehr als natürlich. Nicht nur heute stellt uns das Dasein vor Probleme, mit denen wir umgehen müssen. Der Mensch ist sich selbst ein Rätsel, seit er denken kann. Texte aus alten Zeiten können da ungeahnte Lösungen bieten. Hier ist der Podcast, der mit den Gedanken antiker Schriftsteller und der Bibel versucht, die Fragen des Lebens anzugehen. Ein Text aus dem großen Schatz der Geschichte des Denkens wird mit Gedanken für dein Leben erweitert. Beim ersten Hahnenschrei, wenn du aus der Stille hinaustrittst in die Aufgabe des Tages.

Dein Leben steckt voller Herausforderungen und Fragen? Das ist mehr als natürlich. Nicht nur heute stellt uns das Dasein vor Probleme, mit denen wir umgehen müssen. Der Mensch ist sich selbst ein Rätsel, seit er denken kann. Texte aus alten Zeiten können da ungeahnte Lösungen bieten. Hier ist der Podcast, der mit den Gedanken antiker Schriftsteller und der Bibel versucht, die Fragen des Lebens anzugehen. Ein Text aus dem großen Schatz der Geschichte des Denkens wird mit Gedanken für dein Leben erweitert. Beim ersten Hahnenschrei, wenn du aus der Stille hinaustrittst in die Aufgabe des Tages.

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Gedanken am frühen Morgen - Feindesliebe konkret

So nehmen wir denn gegen all eure Grausamkeit den Kampf auf, indem wir sogar aus freien Stücken dagegen auftreten, und freuen uns mehr, wenn wir verurteilt, als wenn wir freigesprochen werden. Und so habe ich dieses Schriftchen nicht aus Besorgnis für uns überreicht, sondern aus Besorgnis für euch und alle unsere Feinde, nicht etwa für unsere Freunde. Denn unser Lehrsystem befiehlt uns, auch unsere Feinde zu lieben und zu beten für die, welche uns verfolgen, und darin besteht die uns eigentümliche und vollkommene Güte, die nicht die gewöhnliche ist. Denn die Freunde zu lieben ist Brauch bei allen; die Feinde, nur bei uns Christen allein. Da uns also eure Unwissenheit Kummer und Schmerz bereitet und wir Mitleid haben mit den Irrtümern der Menschen, da wir die Zukunft vorausahnen und deren Vorzeichen jeden Tag dräuen sehen, so ist es notwendig, auch auf diese Weise einen Ausfall zu machen und euch Dinge zu sagen, die ihr öffentlich nicht hören wollt.
Faith, Philosophy and Spirituality 1 year
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05:25

Gedanken am frühen Morgen - Nützlich sein

Armseligen Menschen mit verdorbenem Sinn verschafft eine gelenke Zunge und eine wohlklingende Phrase Wohlgefallen, Lob und eitlen Ruhm. Wer aber die Wahrheit liebt, kehrt sich nicht an Geflunker, sondern untersucht, welches und wie beschaffen die mit dem Worte verbundene Tat ist. Du bist nun, lieber Freund, heftig auf mich losgefahren mit leeren Prahlereien über deine Götter aus Holz und Stein, von getriebener und Gussarbeit, geschnitzt und gemalt, die nicht sehen und hören; denn sie sind nur Bilder und Werke von Menschenhand. Dann nennst du mich auch einen Christen, indem ich damit, wie du meinst, einen schlechten Namen trage. Ich bekenne nun denn, dass ich ein Christ bin, und trage diesen Gott wohlgefälligen Namen mit der Hoffnung, ein für Gott brauchbarer Mensch zu sein. Denn es ist nicht so, wie du meinst, dass der Name Gottes ein schlechter Name sei, vielmehr denkst du darüber nur deshalb also, weil du vielleicht für Gott noch nicht zu brauchen bist.
Faith, Philosophy and Spirituality 1 year
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Gedanken am frühen Morgen - Zahlenspielerei

Jetzt zeigt sich der Grund für die Wahrheit, warum der vierte Tag der Tetras genannt wird, warum wir sogar bis zur neunten Stunde fasten oder sogar bis zum Abend, oder warum es sogar einen Übergang zum nächsten Tag geben sollte. Folglich besteht unsere Welt aus vier Elementen – Feuer, Wasser, Himmel, Erde. Diese vier Elemente bilden daher die Quaternion der Zeiten oder Jahreszeiten. Auch die Sonne und der Mond bilden im Laufe des Jahres vier Jahreszeiten – Frühling, Sommer, Herbst, Winter; und diese Jahreszeiten bilden eine Quaternion. Und um von diesem Grundsatz noch weiter auszugehen: siehe, es gibt vier Lebewesen vor Gottes Thron, vier Evangelien, vier Flüsse, die im Paradies fließen; vier Generationen von Menschen von Adam bis Noah, von Noah bis Abraham, von Abraham bis Moses, von Moses bis Christus, dem Herrn, dem Sohn Gottes; und vier Lebewesen, nämlich einen Menschen, ein Kalb, einen Löwen, einen Adler; und vier Flüsse, der Pison, der Gihon, der Tigris und der Euphrat. Der Mensch Christus Jesus, der Urheber dieser Dinge, von denen wir oben gesprochen haben, wurde von bösen Händen, von einer Vierergruppe von Soldaten, gefangen genommen. Deshalb, wegen seiner Gefangenschaft durch eine Vierergruppe, wegen der Majestät seiner Werke, - damit auch die Jahreszeiten, gesund für die Menschheit, freudig für die Ernten, ruhig für die Stürme, weitergehen können, - deshalb machen wir den vierten Tag zu einer Station oder einem überzähligen Fasten.
Faith, Philosophy and Spirituality 1 year
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Gedanken am frühen Morgen - Gesetz und das Innere

So irrt derjenige, der eine Darlegung des Gesetzes (Glaubensinhaltes) schon als Glaube betrachtet; er vermischt zwei ganz verschiedene Dinge. Eine Darlegung entwickelt einerseits das Gesetz nach seinem Inhalt, aber andererseits entwurzelt sie den Glauben; denn Glaube ist nicht mehr vorhanden, wenn man nach ihm sucht. Und dann: Das Gesetz ist für alle gemeinsam, der Glaube ist Privatsache des einzelnen. Das Gesetz ist immer aus dem Buche der Genesis zu entnehmen; der Glaube hat seine feste Wurzel allein im freien eigenen Entschluss. Das Gesetz wandert von dem einen zum andern; der Glaube geht unter, wenn er einmal auch nur in einer Richtung von seinem Standpunkt abweicht. Das Gesetz kann sich nur an das Gewissen des Menschen wenden, aber nicht in dasselbe hineinsehen; der Glaube reinigt das Gewissen bis ins Mark, damit es auch nicht im Innersten noch eines Vergehens sich schuldig fühle; denn ein Mensch, der sein Gewissen nicht fürchtet, fürchtet auch Gott nicht. Und weiter: Das Gesetz wird nur in Bruchstücken gelernt und gelehrt; es wird nicht in seinem ganzen Inhalt erfasst und nicht in seinem ganzen Inhalt im Gedächtnis behalten; es werden für dasselbe von jedermann die Beweisgründe geltend gemacht, wie sie seiner Geistesanlage entsprechen; es wird von allen erstrebt und von keinem erfüllt. Es bringt nur den Willen Gottes zur Kenntnis, aber nicht seinen Ursprung oder sein Wesen.
Faith, Philosophy and Spirituality 1 year
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04:44

Gedanken am frühen Morgen - Ausweis nötig

Es wurde vom apostolischen Stuhle bestimmt, dass, immer aus allen Theilen Galliens, welchen kirchlichen Grades immer zu uns nach Rom kommen will oder anderswohin zu reisen beabsichtigt, nicht anders die Reise antrete als wenn er die Formaten des Metropolitanbischofes von Arles erhalten hat, durch welche er mittelst dessen Bestätigung seinen Priesterstand oder seine sonstige kirchliche Stellung nachweist. Dies haben wir aus dem Grunde beschlossen, weil sehr Viele, welche sich für Bischöfe, Priester oder Geistliche ausgeben, aus Mangel der Formaten, durch welche sie widerlegt werden könnten, sich einen verehrungswürdigen Namen erschleichen und eine ungebührliche Ehrenbezeigung verschaffen. Wer immer also, teuerste Brüder, ohne des oben Genannten Formaten, er sei Bischof, Priester, Diakon oder auf einer niederen Stufe, zu uns kommt, der wisse, dass er durchaus keine Aufnahme finden könne. Dieses Schreiben2 schickten wir bekanntlich überall hin, damit es allen Gegenden bekannt werde, dass unser Beschluss auf alle Weise beobachtet werden müsse. Wer immer aber diese heilsame Anordnung zu verletzen wagt, wisse, dass er sich durch eigenen Willen von unserer Gemeinschaft lossagt.
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05:15

Gedanken am frühen Morgen - Von wegen männlich

Er hat keinen Namen; denn alles, was einen Namen hat, gehört mit zum Geschaffenen. Er hat keine Gestalt und keine Zusammensetzung von Gliedern; denn wer solches hat, gehört mit zu den Gebilden. Er ist nicht männlich und nicht weiblich. Der Himmel umfasst ihn nicht, vielmehr wird der Himmel und alles Sichtbare und Unsichtbare von ihm umfasst. Er hat keinen Gegner; denn es gibt niemand, der stärker wäre als er. Er hat nicht Grimm und Zorn; denn es gibt nichts, das ihm widerstehen könnte. Irrtum und Vergesslichkeit liegt nicht in seiner Natur; denn er ist ganz und gar Weisheit und Einsicht und durch ihn besteht alles, [was besteht]. Er heischt nicht Schlacht- und Trankopfer, noch eines von den sichtbaren Dingen; [von niemand heischt er etwas,] aber alle Lebewesen heischen von ihm.
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04:29

Gedanken am frühen Morgen - Ethische Bildung

Die Philosophie der Christen wird als einfach bezeichnet. Aber sie widmet der Bildung von Sitten sehr viel Aufmerksamkeit und deutet rätselhaft Worte von sichererer Wahrheit über Gott an; das Prinzip davon werden alle verstanden haben, wenn sie, soweit es um einen ernsthaften und ernsthaften Zweck in diesen Angelegenheiten geht, eine wirksame Ursache annehmen, die sehr edel und sehr alt ist und die den Ursprung aller Dinge darstellt, die existieren. Denn Christen überlassen ethischen Studenten mühsamere und schwierigere Angelegenheiten, wie zum Beispiel, was Tugend ist, moralisch und intellektuell; und denen, die ihre Zeit damit verbringen, Hypothesen über die Moral, die Leidenschaften und die Neigungen aufzustellen, ohne ein Element herauszustellen, durch das jede Tugend erreicht werden soll, und die sozusagen willkürlich weniger subtile Vorschriften anhäufen - das einfache Volk macht, wenn es diese hört, wie wir aus Erfahrung lernen, große Fortschritte in der Bescheidenheit, und ein Charakter der Frömmigkeit prägt sich in sein Benehmen ein, wodurch die moralische Gesinnung, die sich aus solchen Gepflogenheiten bildet, belebt wird und es nach und nach zu dem Wunsch nach dem geführt wird, was ehrenhaft und gut ist.
Faith, Philosophy and Spirituality 1 year
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04:23

Gedanken am frühen Morgen - Uralte Freundschaft

Denn wie du weißt, war es Gottes Wille, dass die Freundschaft, die seit unseren Vorfahren zwischen uns besteht, ungebrochen erhalten bliebe, ja vielmehr an Inbrunst und Stärke zunahm. Denn wir kennen jene gesegneten Väter gut, die den Weg vor uns gegangen sind und zu denen auch wir bald gehen werden: nämlich Pantaenus, diesen wahrhaft gesegneten Mann, meinen Meister; und auch den heiligen Clemens, der einst mein Meister und mein Wohltäter war; und alle anderen, die ihnen ähnlich sein mögen, durch die ich auch dich kennengelernt habe, mein Herr und Bruder, der du alles übertriffst.
Faith, Philosophy and Spirituality 1 year
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03:34

Gedanken am frühen Morgen - Keine Wankelmütigkeit

Charaktervolle und ein für allemal in unerschütterlicher Festigkeit auf Felsengrund stehende Männer lassen sich nicht einmal durch Wind und Sturm, geschweige denn durch einen leichten Lufthauch er-schüttern; sonst würde ja ihr schwankender und unsicherer Geist von den verschiedenen Meinungen wie von dem Wehen anstürmender Winde immer wieder hin und hergeworfen und von seinem Vorsatz mit einer gewissen tadelnswürdigen Leichtfertigkeit abgebracht. Damit die Zuschriften des Novatianus weder bei dir noch bei irgendeinem anderen diese Wirkung erzielen, will ich dir, mein Bruder, deinem Wunsche gemäß kurz dar-legen, wie es sich mit der Angelegenheit verhält. Da habe ich nun zuerst, weil du anscheinend auch an meiner Handlungsweise irre geworden bist, meine eigene Person und Sache zu rechtfertigen. Sonst könnte man schließlich glauben, ich sei so ohne weiteres meinem Vorsatz untreu geworden, und es könnte den Anschein erwecken, als hätte ich zwar zuerst und anfänglich die evangelische Strenge verteidigt, sei aber hinterher von der vorigen Haltung und Zucht wieder abgekommen und hätte mich zu der Ansicht bekehrt, man müsse denen, die durch Opferzeugnisse ihr Gewissen befleckt oder sündhafte Opfer verrichtet haben, die Erlangung des Friedens erleichtern. In diesen beiden Fällen habe ich aber vorher die Gründe für und wider erst lange geprüft und abgewogen.
Faith, Philosophy and Spirituality 1 year
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05:22

Gedanken am frühen Morgen - Nichts ist schlimmer

Keine furchtbarere Leidenschaft wuchert ja im Herzen des Menschen als der Neid, der (zwar) der Außenwelt am wenigsten wehe tut, aber für den damit Behafteten ein ganz besonderes und höchstpersönliches Übel ist. Wie Rost das Eisen, so verzehrt der Neid die von ihm besessene Seele. Ja noch mehr, wie die Nattern bei ihrer Geburt den Leib der Mutter durchnagen sollen1, so pflegt auch der Neid die ihn mit Wehen gebärende Seele zu verzehren. Denn der Neid ist der Ärger über das Wohlergehen des Nächsten. Deshalb wird der Neidische Kummer und Missmut nie los. Trägt der Acker des Nachbars reichlich Frucht, ist sein Haus mit allem zum Leben Erforderlichen reichlich versehen, ist der Mann seelenvergnügt, so gibt all das der Krankheit des Neiders Nahrung und steigert seinen Schmerz. So gleicht er ganz einem Nackten, der von allen Seiten verwundet wird. Ist jemand rüstig und gesund, so verwundet das den Missgünstigen; hat jemand eine schönere Gestalt, so ist das eine neue Wunde für ihn. Überragt einer die Menge an Geistesgaben, wird er wegen seiner Klugheit und Rednergabe geachtet und bewundert, ist ein anderer reich und zeigt sich splendid im Geben und Mitteilen an Dürftige und wird er darob von den wohltätig Bedachten recht gelobt, dann sind das lauter Schläge und Wunden, die den Geizhals mitten ins Herz treffen. — Und das Schlimmste bei dieser Krankheit ist, dass er sie nicht einmal offenbaren kann. Er schlägt nur die Augen nieder, ist traurig, verwirrt, klagt und geht am Übel zugrunde. Frägt man ihn nach seinem Leiden, so schämt er sich, sein Weh zu verraten und zu sagen: Ich bin neidisch und verbittert; es kränkt mich das Glück des Freundes; ich bin traurig ob der Freude meines Bruders und kann fremdes Glück nicht sehen; das Wohlergehen des Nächsten macht mich unglücklich. So müsste er nämlich reden, wenn er die Wahrheit sagen wollte.
Faith, Philosophy and Spirituality 1 year
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Gedanken am frühen Morgen - Aus der Ferne erkennen

Der Aufgang des Sternes aber, welcher zuerst von den Weisen bemerkt wurde, zeigt an, dass bald die Heiden an Christus glauben, und dass Menschen, deren Glauben weit von der Kenntnis der göttlichen Wahrheit entfernt war, das Licht, welches sogleich bei seinem Aufgange leuchtete, erkennen würden. Ferner drückte die Darbringung der Geschenke die Erkenntnis der ganzen Wesenheit in ihm aus; da er durch das Gold als König, durch den Weihrauch als Gott, durch die Myrrhe als Menschen anerkannt wurde,1 S. 56 Und sonach ist durch ihre Verehrung die Erkenntnis des ganzen Geheimnisses vollkommen dargestellt; im Menschen das des Todes, in Gott das der Auferstehung, im Könige das des Gerichtes. Dadurch aber, dass sie abgehalten werden, den nämlichen Weg zurückzugehen, und zum Herodes nach Judäa zurückzukehren, wird angedeutet, dass es uns nicht gestattet sei, Kenntnis und Weisheit von Judäa zu holen, sondern dass wir auf Christus alles Heil und alle Hoffnung setzen, und von dem Wege des vorigen Lebens, ablassen sollten.
Faith, Philosophy and Spirituality 1 year
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04:29

Ludwig Ganghofer: Die vier heiligen Dreikönige

Hier gibt es ein Weihnachts-Neujahrs-Special: Ein Märchen des Volksschriftstellers Ludwig Ganghofer mit dem Untertitel: Eine Weihnachtserzählung.
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Gedanken am frühen Morgen - Göttliche Geduld

Welch große und erhabene Geduld aber zeigt Gott, indem er die von den Menschen zur Schändung seiner Herrlichkeit und Ehre errichteten heidnischen Tempel, ihre aus Erde geformten Bildwerke und ihre gottlosen Opfer mit der größten Geduld erträgt und dennoch über Gute und Böse in gleicher Weise Tag werden und das Licht der Sonne aufgehen lässt, und wenn er die Länder mit Regen tränkt, keinen von seinen Wohltaten ausschließt, sondern den Gerechten ebenso wie den Ungerechten ohne jeden Unterschied sein Nass spendet! Wir sehen, wie mit unzertrennlicher, gleichmäßiger Geduld Schuldigen und Unschuldigen, Frommen und Gottlosen, Dankbaren und Undankbaren auf Gottes Wink die Jahreszeiten gefügig sind, die Elemente dienen, die Winde wehen, die Quellen strömen, wie die Fülle der Ernten gedeiht, der Ertrag der Weingärten heranreift, die Baumpflanzungen Obst in Fülle hervorbringen, wie die Wälder sich belauben und die Wiesen blühen. Und obwohl Gott durch häufige, ja durch fortwährende Kränkungen erbittert wird, beherrscht er dennoch seinen Unmut und wartet geduldig den einmal vorausbestimmten Tag der Vergeltung ab, und obgleich er die Rache in seiner Gewalt hat, will er doch lieber noch längere Zeit Geduld üben, indem er eben voll Milde [die Kränkungen] hinnimmt und [die Rache] hinausschiebt, damit womöglich die lange fortgesetzte Bosheit sich endlich doch noch ändere und der Mensch, nachdem er sich in dem befleckenden Schmutze des Irrtums und der Verbrechen gewälzt, wenn auch spät erst, sich zu Gott bekehre, der ja selbst mahnt und sagt: „Ich will nicht so sehr den Tod des Sterbenden als vielmehr, dass er sich bekehre und lebe“.
Faith, Philosophy and Spirituality 1 year
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Gedanken am frühen Morgen - Du kennst es

Nicht fremd sind dem Landmann die Mühen der Landwirtschaft, nicht unerwartet kommt dem Matrosen der Sturm auf dem Meere, nicht seltsam ist dem Lohnarbeiter der sommerliche Schweiß, nicht etwas Ungewohntes sind denen, die sich für ein gottesfürchtiges Leben entschlossen haben, die Plackereien der umgebenden Welt. Vielmehr hat jeder Stand, den ich genannt, seine eigene Plage, die jeder Beruf kennt. Nicht um ihrer selbst willen trägt man sie, sondern zur Erlangung verheißener Güter. Hoffnungen, die den Menschen sein ganzes Leben lang halten und begleiten, erleichtern ja einem jeden seine Bürde. Von denen nun, die um der Erde Güter oder um irdischer Dinge willen sich abmühen, sahen sich die einen überhaupt in ihren Hoffnungen betrogen, indem ihnen die verheißenen Güter nur in der Phantasie verblieben. Denen aber wirklich der erwünschte Enderfolg beschieden war, ward wieder nötig eine neue Hoffnung, da die alte vorüberglitt und in Bälde verwelkte. Nur denen, die sich um die Frömmigkeit bemühen, vermochte keine Lüge die Hoffnungen zu rauben, kein Ende die Mühen zu verdrießen, da ihrer ein sicheres und dauerndes Himmelreich harrt.
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Gedanken am frühen Morgen - Erkenntnis meinen

Ich bin erstaunt darüber, nach welcher Höhe unsere Vermessenheit strebt. Nicht darüber bin ich erstaunt, dass sie dieselbe schon erreicht hätte, sondern darüber, dass sie wähnte, sie überhaupt erreichen zu können. Wenn nämlich jemand etwas zu erreichen wähnt, so hat er es noch lange nicht erreicht. Durch das bloße Meinen erreicht man nichts; freilich ist es sehr leicht, es zu meinen. Auch die Grübler meinten, ihr Ziel erreicht zu haben; aber dadurch, dass sie dies meinten, erreichten sie es doch nicht. Denn erhaben über jede Vernunft ist der Schöpfer aller Vernunftwesen. Unerforschlich ist er den Menschen und selbst den Engeln unbegreiflich. Das Geschöpf ist mit seiner Einsicht nicht imstande, über seinen Schöpfer zu sprechen, vermag es ja nicht, einmal zu sagen, wie es selbst gebildet wurde. Begreift es nun seine eigene Entstehung nicht, wie könnte es imstande sein, seinen Schöpfer zu begreifen? Der Verstand vermag nicht, die große Höhe seines Schöpfers zu erreichen, weit unter jener Höhe bleibt die Forschung der Forscher.
Faith, Philosophy and Spirituality 1 year
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04:59

Gedanken am frühen Morgen - Vorbildliche Kinder

So lasst uns also den Zorn meiden, oder aber dämpfen, dass er nicht in unserem lobenswerten Betragen eine Ausnahme bilde, in unserem sündigen Verhalten die Schuld mehre! Nichts Geringes ist es, den Zorn zu besänftigen; nichts Geringeres, als sich überhaupt nicht aufzuregen. Ersteres ist unser Verdienst, letzteres glückliche Naturanlage. Bei Kindern nehmen sich denn auch Zornesregungen harmlos aus; sie sind mehr drollig denn widerlich. Und kommen auch Kinder unter sich rasch in Aufregung, lassen sie sich doch rasch besänftigen und begegnen sich wiederum in um so größerer Freundlichkeit. Sie wissen nichts von hinterlistigem und ränkevollem Benehmen. Verachtet diese Kinder nicht! Der Herr sagt von ihnen: „Wenn ihr euch nicht bekehrt und werdet wie dieses Kind, werdet ihr in das Himmelreich nicht eingehen“. Der Herr selbst, d. i. Gottes Kraft hat gleich einem Kinde, da er geschmäht wurde, die Schmähung nicht erwidert; da er geschlagen wurde, den Schlag nicht zurückversetzt. Mache den Vergleich mit dir! Halte gleich einem Kinde nicht am Unrecht fest! Sei nicht bösartig! Alles geschehe deinerseits in Unschuld! Schaue nicht auf das, was dir von anderen vergolten wird! Behaupte deinen Standpunkt und wahre die Aufrichtigkeit und Lauterkeit deines Herzens! Erwidere dem Zornigen nicht auf seinen Zornesausbruch, noch dem Unverständigen auf seinen Unverstand! Rasch löst Schuld wiederum Schuld aus. Wenn man den Stein am Steine reibt, schlägt nicht Feuer hervor?
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04:05

Gedanken am frühen Morgen - Verbreitete Nähe

Meine Brüder, ich bin gar sehr ausgegossen in Liebe zu euch, und in lauter Frohlocken bestärke ich euch; doch nicht ich, sondern Jesus Christus, in dem gefesselt ich gar große Besorgnis habe, da ich noch nicht vollendet bin. Aber euer Gebet wird mich vollkommen machen für Gott, auf dass ich das Los erlange, in dem mir Erbarmung zuteil geworden, da ich zum Evangelium meine Zuflucht nahm als zum Fleische Jesu und zu den Aposteln als dem Presbyterium der Kirche. Lieben wir aber auch die Propheten, weil auch ihre Lehre auf das Evangelium hingerichtet ist und weil sie auf ihn hoffen und ihn erwarten; im Glauben an ihn sind sie auch gerettet worden, in Einheit mit Jesus Christus verbunden, liebe und bewunderungswürdige Heilige, von Jesus Christus beglaubigt und mitgezählt in dem Evangelium der gemeinsamen Hoffnung.
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Gedanken am frühen Morgen - Keine Angst vor dem Kranken

Alles Zusammengesetzte fällt der Auflösung anheim. Alles, was sich durch Zusammensetzung gebildet hat, geht der Auflösung entgegen. Wenn unser Leib den Geist kurze Zeit umschlossen hat, dann erlöschen wir wie eine Wasserblase und lassen keine Spur dieses vorübergehenden aufgeblasenen Dunstes im Leben zurück. Säulen, Steine und Inschriften erhalten unser Andenken, und auch diese dauern nicht ewig. Wenn du also dies in Betreff deiner Person bedenkest, so sei nicht hohen Sinnes, sondern fürchte dich, wie der Apostel sagt. Es ist ungewiss, ob du nicht gegen dich selbst Hartherzigkeit vorschreibst. Du fliehst, nicht wahr, vor dem Kranken? Was kannst du ihm vorwerfen? Dass die Feuchtigkeit in ihm verdorben und ein gewisser eiternder Saft in das Blut gemischt ist, weil die schwarze Galle sich in die Feuchtigkeit ausgegossen hat? Denn so kann man die Ärzte sich äußern hören, welche die Natur der Krankheiten erklären. Was für ein Unrecht begeht also der Mensch, wenn die Natur eine schwankende und unbeständige Substanz ist und in diese Gattung der Krankheit fällt? Siehst du nicht auch an den gesunden Körpern, dass, wer im Übrigen sich wohl befindet, von einer Entzündung oder einem Geschwür oder einem ähnlichen Leiden ergriffen wird, indem an einem Teil die Feuchtigkeit über Gebühr sich erhitzt und deshalb Entzündung, Röte und eiternde Fäulnis eintritt? Wie nun? Führen wir etwa Krieg mit dem kranken Teil des Fleisches? Gerade im Gegenteil wenden wir alles, was am Körper gesund ist, zur Heilung des kranken Teiles an. Die Krankheit ist also nicht zu verabscheuen. Denn es würde sonst auch an uns selbst, wenn ein Teil krank ist, der gesunde Theil vor der Pflege des kranken zurückschrecken. Was ist aber die Ursache, die uns von solchen Menschen zurückhält? Was ist es?
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Gedanken am frühen Morgen - Unerhörtes erzählen

Allein obschon ich damit kund gegeben hatte, dass ich bereit war, mich vor hundert und auch vor tausend Bischöfen von den Anschuldigungen zu reinigen, und meine Schuldlosigkeit zu beweisen (wie ich denn wirklich schuldlos bin), so ging er trotzdem nicht darauf ein, sondern eilte ohne Scheu zu vollenden, was er beschlossen hatte. Während ich abwesend war, an eine Synode appellierte, eine gerichtliche Untersuchung forderte, und mich nicht einem Verhör, sondern nur der offenkundigen Feindseligkeit zu entziehen suchte: ließ er sich trotzdem mit den Klägern ein, löste Diejenigen vom Banne, die ich von der Kirchengemeinschaft ausgeschlossen hatte, nahm von ihnen sogar Anklageschriften an, noch ehe sie sich wegen der ihnen zur Last gelegten Vergehen gerechtfertigt hatten, und ließ von ihnen Denkschriften ausarbeiten — was doch Alles gegen das Gesetz und gegen die Vorschriften der Kanones war. Wozu soll ich noch ausführlicher sein? Er ließ nicht ab, alles Mögliche ins Werk zu setzen, bis er mich aus eigener Macht und Gewalt aus der Stadt und aus der Kirche vertrieben hatte, obgleich es bis in den späten Abend dauerte, und das ganze Volk hinter mir her zog. Ich wurde von dem Polizeibeamten mitten durch die Stadt gezogen, mit Gewalt geschleppt und abgeführt, in ein Schiff hineingeworfen und während der Nacht hinwegbefördert, ― weil ich zum Zwecke eines gerechten Verhörs an eine Synode appelliert hatte. Wer mag Das ohne Tränen anhören, hätte er auch ein Herz von Stein?
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Gedanken am frühen Morgen - Ein neuer Ort

Zu derselben Zeit war der vorher erwähnte ehrwürdige Anastasius Notar der heiligen römischen Kirche, der ich nach Gottes Ratschluss diene. Da er sich Gott allein widmen wollte, verließ er den Aktenschrank, wählte sich ein Kloster und verlebte an dem schon genannten Ort, der Suppentonia hieß, viele Jahre unter heiligen Werken und stand dem Kloster in emsiger Wachsamkeit vor.
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Evangelio del día Escrito está: ‘No de solo pan vive el hombre, sino de toda palabra o disposición que sale de la boca de Dios’. Una pequeña meditación conducida por el P. José María Carod Felez, Mercedario y director del programa radiofónico 'Libertad a los cautivos'. Ya puedes escuchar la proclamación y la reflexión diaria del Evangelio de cada día.Te invitamos a participar con tus peticiones y oraciones.Vías de contacto:e-mail: labarcadelpadre@gmail.comTwitter: @labarcadelpadrehttps://www.facebook.com/labarcadelpadre Updated
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