FAZ Bücher-Podcast
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FAZ Bücher-Podcast

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Die F.A.Z.-Redakteure Maria Wiesner, Fridtjof Küchemann, Kai Spanke und Paul Ingendaay stellen im Bücher-Podcast der F.A.Z. ausgewählte Neuerscheinungen und Klassiker der Literatur vor. Sie sprechen mit Schriftstellern, Übersetzern und anderen Experten des Literaturbetriebs und beschäftigen sich mit den Eigenheiten des literarischen Lebens und Lesens.
Jeden Sonntag erscheint eine neue Episode. Einmal im Monat wird ein Literaturrätsel gestellt und unter den Einsendern der richtigen Lösung ein Buch verlost. Viel Spaß beim Mitmachen!

Die E-Mail-Adresse für Anmerkungen, Nachfragen, Lob und Kritik: buecher-podcast@faz.de. Der Bücher-Podcast auf Instagram: @fazbuecher.

Alle Folgen können jederzeit hier angehört werden: https://www.faz.net/podcasts/f-a-z-buecher-podcast

Die F.A.Z.-Redakteure Maria Wiesner, Fridtjof Küchemann, Kai Spanke und Paul Ingendaay stellen im Bücher-Podcast der F.A.Z. ausgewählte Neuerscheinungen und Klassiker der Literatur vor. Sie sprechen mit Schriftstellern, Übersetzern und anderen Experten des Literaturbetriebs und beschäftigen sich mit den Eigenheiten des literarischen Lebens und Lesens.
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Aug' in Aug' mit dem Weihnachtsbaum

Tilman Spreckelsen und Fridtjof Küchemann über ein BuchSpielBuch, Tatu und Patu, Cornelia Funkes "Gespensterjäger", Tove Janssons "Hobbit"-Illustrationen und den neuen Roman von Jenny Valentine Dadurch, dass wir Weihnachten kurz vor Jahresende feiern, fallen zwei Fragen zusammen: Welche sind die herausragenden Bücher dieses Jahres? Und welche Bücher bieten sich als Weihnachtsgeschenke an? In dieser Sonderfolge des Bücher-Podcasts, wie immer an einem fünften Sonntag im Monat, so auch an diesem 1. Advent, geht es dabei Kinder- und Jugendbücher. Wir haben ein Bilderbuch, ein Kinder-, ein Jugend-, ein Sachbuch und einen Klassiker ausgesucht, die wir im Gespräch vorstellen. „Carp City“ von Aleksandra Mizielińska und Daniel Mizieliński auf der Website des Moritz Verlags Cornelia Funkes „Gespensterjäger und der Weihnachtsspuk“ auf der Loewe-Website **Jenny Valentines Roman „Zwei Seiten eines Augenblicks“ **auf der dtv-Website „Tatu & Patu und ihre verrückte Zugfahrt“ von Sami Toivonen und Aino Havukainen auf der Website des Thienemann Verlags „Der Hobbit“ von J.R.R. Tolkien, illustriert von Tove Jansson, auf der Website von Klett-Cotta Hören Sie unsere exklusiven Podcast-Folgen auf Apple Podcasts, FAZ.NET oder in der FAZ-App und erhalten Sie Zugriff auf alle Artikel: Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 1 € im Monat – hier geht’s zum Angebot. Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.
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Worauf wir uns bei der Buchmesse besonders freuen und was man nicht verpassen darf

Zwei Fragen und zehn Antworten von Kolleginnen und Kollegen aus dem Feuilleton der F.A.Z. Es geht wieder los. Die Buchmesse hat ihre Tore geöffnet, zunächst zwei Tage lang für das Fachpublikum, für Buchhändler und Verlagsleute, für Agenten, Veranstalter – und natürlich für die Schriftsteller. Danach, von Freitag an, steht die Messe drei Tage lang allen offen. Die F.A.Z. ist auch in diesem Jahr mit einem Stand vertreten, mit einer Bühne, auf die wir mehr als fünfzig Autorinnen und Autoren – von regelrechten Stars zu vielversprechenden Newcomern – eingeladen haben, um mit ihnen über ihre neuen Bücher zu sprechen. Eine Auswahl dieser Gespräch – drei, vier am Tag – veröffentlichen wir während der Messe hier im Bücher-Podcast. Für alle, die nicht dabeisein können. Doch das ist natürlich nicht alles, was das Feuilleton der F.A.Z. in den kommenden Tagen beschäftigt. Sondern? In dieser Folge zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse 2025 haben wir Kolleginnen und Kollegen zwei einfache Fragen gestellt: worauf sie sich besonders freuen und was man nicht verpassen darf. Ihre Antworten reichen vom Trubel der Messe bis zu den wenigen Momenten des Innehaltens, von Podiumsdiskussionen bis zum zugeflüsterten Gerücht, von höherer Buchpolitik bis zur Suche nach dem eigenen Doppelgänger. Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik Hören Sie unsere exklusiven Podcast-Folgen auf Apple Podcasts, FAZ.NET oder in der FAZ-App und erhalten Sie Zugriff auf alle Artikel: Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 1 € im Monat – hier geht’s zum Angebot. Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.
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„Ich aber bestehe aus Literatur und Lust und Liebe“: Ozan Zakariya Keskinkılıç über seinen Roman &

Maria Wiesner und Fridtjof Küchemann im Gespräch mit dem Autor – und ein neues Literaturrätsel „Es gibt keine unschuldigen Bücher, es gibt keine Bücher, die dich in der Leere treffen.“ So steht es in „Hundesohn“, dem Debütroman von Ozan Zakariya Keskinkılıç, kurz vor Ende, und es geht dabei natürlich nicht um dieses Buch, sondern um ein anderes, in der Geschichte, um ein Geschenk, aber für „Hundesohn“ stimmt es auch. Hier erzählt ein junger Mann, Zakariya oder kurz Zeko, von seinem Leben in Berlin, von seinen Tagen und Nächten, von den Männern, die er über die Dating-App Grindr sucht und trifft oder nicht trifft. Von der Sehnsucht und dem Begehren. Er erzählt – und er zählt die Tage, bis er wieder in die Türkei reisen wird. Kurz nur will er in die Stadt, aus der seine Familie kommt, in der, das ist das wichtigste, Hassan lebt. Denn nach dem sehnt sich Zakariya. Er erzählt von den Großeltern, die Arabisch miteinander gesprochen haben, von seinem Türkisch, mit dem er es dort auf der Straße schwer hat, von Zuschreibungen, Zugehörigkeit und Fremdsein, er lebt mit den Büchern von Aras Ören, Semra Ertan und Franz Kafka. Gerade ist „Hundesohn“ im Suhrkamp Verlag erschienen, und Ozan Zakariya Keskinkılıç ist diesmal im Bücher-Podcast der F.A.Z. zu Gast. Nach dem Gespräch gibt es ein neues Literatur-Rätsel von Tilman Spreckelsen, die Lösung aus dem August und den Namen des Gewinners oder der Gewinnerin. „Die Körper, die Texte und das Glück“: Tobias Rüther über „Hundesohn“ von Ozan Zakariya Keskinkılıç „Hundesohn“ von Ozan Zakariya Keskinkılıç auf der Website des Suhrkamp Verlags Der Preis des Literaturrätsels im September 2025, die Adresse für Ihre Einsendung und die Teilnahmebedingungen Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik Hören Sie unsere exklusiven Podcast-Folgen auf Apple Podcasts, FAZ.NET oder in der FAZ-App und erhalten Sie Zugriff auf alle Artikel: Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 1 € im Monat – hier geht’s zum Angebot. Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.
Art and literature 2 months
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„Auf Venedig habe ich keine Lust“: Valentin Groebner über Reisen zum Vergnügen

Kai Spanke im Gespräch mit dem Autor „An einem Fremdenverkehrsort bin ich entweder Konsument von Dienstleistungen, Anbieter von Dienstleistungen oder Investor. Jede kommerzielle Nutzung des Vergnügens macht es nicht größer, im Gegenteil, sondern reduziert die Chance auf das Entstehen von Neuem, Überraschendem, Ungeplantem drastisch.“ So lautet eine der nüchternen Diagnosen von Valentin Groebner. Er ist Professor für Geschichte mit dem Schwerpunkt Mittelalter und Renaissance an der Universität Luzern – und er hat gleich mehrere Bücher über das Reisen geschrieben. Vor fünf Jahren erschien etwa „Ferienmüde. Als das Reisen nicht mehr geholfen hat“; in diesem Jahr dann „Abgefahren. Reisen zum Vergnügen“. Was aber macht eine Reise zum Vergnügen aus? Wie kann sie gelingen oder scheitern? Seit wann ist es normal, einen Jahresurlaub zu haben, den man im Ausland verbringt? Und was genau meint Groebner, wenn er über eine Fahrradtour durch das ländliche Frankreich schreibt: „Leere ist nicht Abwesenheit. Mit all den Kanälen, Alleen, Wäldern und Getreidefeldern unter dem riesigen Himmel ist sie Atmosphäre und Stimmungsverstärker“? All das klären wir in dieser Folge des Bücher-Podcasts. „Werden wir im Urlaub wirklich unsere Sorgen los – oder nur Zeit und Geld?“: Kai Spankes Besprechung von Valentin Groebners „Abgefahren“ Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik](https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/buecher-podcast/e-mail-adresse-zum-buecher-podcast-16399058.html)) Wichtige Änderung: Ab Juni 2025 erscheint dieser Podcast exklusiv im Rahmen unseres FAZ+-Abos. Das bedeutet: Alle neuen Folgen hören Sie ab dann in der F.A.Z. App, auf FAZ.NET oder über die Apple Podcast App. Einzelne ausgewählte Episoden bleiben weiterhin in allen Podcast-Apps frei verfügbar. FAZ+ ist unser digitales Abo-Angebot mit vielen exklusiven Inhalten. F.A.Z. App herunterladen Alle Episoden im Browser hören FAZ+ vergünstigt testen Uns gibt’s auch zum Lesen: Finden Sie hier Ihr passendes F.A.Z.-Abo. Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.
Art and literature 4 months
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Theater spielen im Exil: Susanne Schädlichs Roman „Kabarett der Namenlosen“

Paul Ingendaay im Gespräch mit der Autorin Susanne Schädlich Sie treffen sich, einer nach dem anderen, in Los Angeles. Die einen ab 1933, weil sie ein Gespür für die Größe der drohenden Gefahr haben. Andere in den Jahren danach, darunter die Berühmtesten: Thomas Mann, Lion Feuchtwanger, Schriftsteller mit beträchtlichem Verkaufserfolg und einer soliden bürgerlichen Existenz, die ihnen erlaubt, in Kalifornien komfortable Villen mit schöner Aussicht zu bewohnen. Andere haben es da schwerer, darunter der deutsch-jüdische Theaterregisseur Leopold Jessner, ein Star der Weimarer Republik, der 1937 den Dampfer in die USA nimmt – immerhin, er ist noch rausgekommen. Teile seiner Familie sind in Deutschland geblieben. Wie Jessner erreicht auch ein Teil der Schauspieler, mit denen er in der Weimarer Republik zusammengearbeitet hat, den rettenden amerikanischen Boden. Was tun in der Fremde, wenn man auf jede Nuance der Sprache angewiesen ist, aber kein Englisch spricht? Wohin mit dem Theaterwissen, der Bühnenerfahrung, der eigenen Rolle in einer so fordernden Kunst? Wovon leben in dieser egalitären Gesellschaft, in der jeder seines Glückes Schmied ist, aber doch meist in jüngeren Jahren! Und was soll das überhaupt werden: Exil? Davon handelt der Roman „Kabarett der Namenlosen“ von Susanne Schädlich, der ein wenig beachetes Kapitel der deutschen Kulturgeschichte ins Zentrum rückt. Im Gespräch mit der Autorin will ich erfahren, wie man die versunkene Welt der deutschen Bühnenkunst im Exil wieder lebendig macht und überhaupt: was das für ein ergreifendes, bisweilen tragisches Unterfangen war: das deutsch-jüdische Theater-Exil in den USA. „Kabarett der Namenlosen“ von Susanne Schädlich ist im Arco Verlag erschienen, hat 244 Seiten und kostet 22 Euro. (======================= Linkliste =======================) Wichtige Änderung: Ab Juni 2025 erscheint dieser Podcast exklusiv im Rahmen unseres FAZ+-Abos. Das bedeutet: Alle neuen Folgen hören Sie ab dann in der F.A.Z. App, auf FAZ.NET oder über die Apple Podcast App. Einzelne ausgewählte Episoden bleiben weiterhin in allen Podcast-Apps frei verfügbar. FAZ+ ist unser digitales Abo-Angebot mit vielen exklusiven Inhalten. F.A.Z. App herunterladen Alle Episoden im Browser hören FAZ+ vergünstigt testen Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.
Art and literature 5 months
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Zur Hölle sollte er gehen: Antje Rávik Strubel und ihr Roman „Der Einfluss der Fasane“

Ein Gespräch mit Sandra Kegel aus dem Literaturhaus Frankfurt „Intendant zwingt Schauspielerin zur Abtreibung“: Als die Journalistin Hella Karl ihre Enthüllung über den großen Kai Hochwerth veröffentlichte, hatte sie das Gefühl, sie müsste es tun. Sie würde das Richtige tun. Nachdem sich der derart Angeprangerte das Leben genommen hat, als der Zusammenhang zwischen Artikel und Suizid diskutiert und Hella Karl in der Redaktion erst freigestellt und später entlassen wird, kommen auch ihr Zweifel. „Der Einfluss der Fasane“ von Antje Rávik Strubel beginnt mit der Nachricht eines Suizids und erzählt von einem, der noch im Tod die Macht hat, eine andere nach unten zu reißen. Am 28. April 2025 hat die Autorin im Literaturhaus Frankfurt ihren neuen Roman im Gespräch mit Sandra Kegel vorgestellt. Sie erzählt über einen Schwung, den sie von ihrem buchpreisprämierten Roman „Blaue Frau“ mitgenommen hat, von grimmigem Lachen, einer ambivalenten Heldin, die sich pausenlos über sich selbst täuscht, von Macht und Einfluss und einem Buchtitel, den sie bei Virginia Woolf gefunden hat. „Der Einfluss der Fasane“ von Antje Rávik Strubel auf der Website des Verlags S. Fischer „Gewitztes Spiel“: Andreas Platthaus über Antje Rávik Strubels Roman „Der Einfluss der Fasane“ Kommende Veranstaltungen im Literaturhaus Frankfurt Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik Wichtige Änderung: Ab Juni 2025 erscheint dieser Podcast exklusiv im Rahmen unseres FAZ+-Abos. Das bedeutet: Alle neuen Folgen hören Sie ab dann in der F.A.Z. App, auf FAZ.NET oder über die Apple Podcast App. Einzelne ausgewählte Episoden bleiben weiterhin in allen Podcast-Apps frei verfügbar. FAZ+ ist unser digitales Abo-Angebot mit vielen exklusiven Inhalten. F.A.Z. App herunterladen Alle Episoden im Browser hören FAZ+ vergünstigt testen Hören Sie unsere exklusiven Podcast-Folgen auf Apple Podcasts, FAZ.NET oder in der FAZ-App und erhalten Sie Zugriff auf alle Artikel: Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot. Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.
Art and literature 6 months
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Geheimnisse, Lügen und die Flucht vor dem tyrannischen Vater: Sara Mesa über ihren Roman „Die Familie“

Paul Ingendaay spricht mit Sara Mesa über ihren Roman „Die Familie“ Eine Zeitlang schien die spanische Literatur nach dem Tod zweier ihrer wichtigsten Vertreter, Javier Marías und Rafael Chirbes, etwas verwaist und weniger wiedererkennbar zu sein. Die ganz großen Namen fehlten, der Kurs war unklar, und was in Deutschland veröffentlicht wurde, waren auch Versuchsballons, die etwa durch die Frankfurter Buchmesse etwas höher in den Himmel geblasen wurden, als sie fliegen konnten. Unterdessen hat sich in den letzten zehn Jahren eine Autorin profiliert, die mit jeder Veröffentlichung in Spanien berühmter wird und immer mehr Leserinnen und Leser anzieht: Sara Mesa, Jahrgang 1976. In diesem Jahr ist mit „Die Familie“ schon das dritte Buch der in Sevilla lebenden Schriftstellerin ins Deutsche übersetzt worden, und weil sie gerade auf Lesereise in fünf deutschen Städten war, dachte ich: Höchste Zeit, sie im Bücher-Podcast vorzustellen. Zu entdecken ist eine Autorin von formaler Eleganz, hoher Raffinesse und mit einem Talent für die Schilderung zwischenmenschlicher Geheimnisse in den dunkleren seelischen Zonen. In ihrem Roman „Die Familie“ entwirft sie ein Gruppenporträt über mehrere Jahrzehnte hinweg, das zum Wiedererkennen von Kindheits- und Jugendmalaisen einlädt. Sara Mesa: „Die Familie“. Roman. Aus dem Spanischen von Peter Kultzen. Wagenbach Verlag, 240 Seiten, 24 Euro. Uns gibt’s auch zum Lesen: Finden Sie hier Ihr passendes F.A.Z.-Abo. Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.
Art and literature 6 months
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37:18

Die Eltern auch als Menschen sehen: Didi Drobna über ihren Roman „Ostblockherz“

Fridtjof Küchemann im Gespräch mit der Autorin – und ein neues Literaturrätsel „Wir stolpern durchs Leben, und dann sind wir weg.“ Die slowakische Redensart steht am Anfang und am Ende des neuen Romans von Didi Drobna. In „Ostblockherz“ ist es der Vater, der ins Stolpern kommt. Er ist siebzig, seine Kraft, sein Gleichmut, seine Unabhängigkeit, seine Härte gegen sich selbst und andere haben ihn durchs Leben getragen, kurz nach dem Fall des Eisernen Vorhangs aus der Slowakei mit der Familie nach Wien, wo sich der Flugzeugingenieur mit allen möglichen Gelegenheitsjobs durchschlagen musste und mit wachsender Verbitterung, wegen seines Akzents abschätzig behandelt zu werden, nie in der Sprache seines neuen Umfelds angekommen ist. Jetzt spielt die Gesundheit nicht mehr mit, und der eigentlich noch gar nicht so alte Mann ist auf einmal auf andere angewiesen. Und seine Tochter, die nach dem Ende der Schulzeit aus den Erwartungen und Zwängen der Familie geflohen ist und zehn Jahre lang kein Wort mit ihrem Vater gewechselt hatte, steht einmal mehr vor den Fragen, welche Verantwortung sie Vater und auch Mutter gegenüber trägt und tragen will und tragen kann. In „Ostblockherz“ mischen sich Fragen, vor denen alle stehen oder stehen können, mit anderen, die sich aus der Herkunft, der Lebensgeschichte und dem Selbstverständnis der Figuren ergeben. Sie mischen sich, und sie bereichern sich gegenseitig. Beleuchten einander, stellen sich in ein bestimmtes Licht, wenn man so will. „Ostblockherz“ ist gerade erschienen, und in dieser Folge ist Didi Drobna mit ihrem Roman Gast im Bücher-Podcast. Nach dem Gespräch mit ihr gibt es ein neues Literatur-Rätsel von Tilman Spreckelsen, die Lösung aus dem April und den Namen des Gewinners oder der Gewinnerin. „Ostblockherz“ von Didi Drobna auf der Website des Piper-Verlags Der Preis des Literaturrätsels im Mai 2025, die Adresse für Ihre Einsendung und die Teilnahmebedingungen Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik Uns gibt’s auch zum Lesen: Finden Sie hier Ihr passendes F.A.Z.-Abo. Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.
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Man sollte sich früh genug mit dem Sterben befassen: Alena Buyx über existenzielle Fragen

Kai Spanke im Gespräch mit der Autorin Kennen Sie den genauen Unterschied zwischen aktiver Sterbehilfe, passiver Sterbehilfe, indirekter Sterbehilfe und Beihilfe zum Suizid? Haben Sie eine Meinung zur Präimplantationsdiagnostik, also der genetischen Untersuchung von Zellen bei einem durch künstliche Befruchtung gezeugten Embryo? Und wann sollte man sich, Ihrer Ansicht nach, über eine Patientenverfügung Gedanken machen, die Wünsche enthält zu Maßnahmen wie künstlicher Beatmung, Wiederbelebung oder operativen Eingriffen? Das weite Feld existenzieller Fragen ist unübersichtlich, aber es geht uns alle etwas an. Die Medizinethikerin Alena Buyx hat deswegen das Buch „Leben und Sterben“ geschrieben, in dem sie den Leser dazu anregt, sich eine eigene Position zu schwierigen ethischen Problemen zu bilden. Und sie ist die ideale Autorin einer solchen Abhandlung, denn sie war Vorsitzende des Deutschen Ethikrats und wurde für ihren Einsatz, unter anderem während der Corona-Pandemie, mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Außerdem ist sie als Professorin für Medizinethik auch Direktorin des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin an der Technischen Universität München. Im Bücher-Podcast spricht sie über wichtige Fragen, die sich am Lebensanfang und -ende stellen. „Wie halten wir’s mit der Sterbehilfe?“: Joachim Müller-Jungs Besprechung von Alena Buyx' „Leben und Sterben“ Die Adresse für Anregungen, Lob und Kritik Uns gibt’s auch zum Lesen: Finden Sie hier Ihr passendes F.A.Z.-Abo. Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.
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Kann aus Ablehnung Liebe werden? Yael van der Wouden über ihr Buch „In ihrem Haus“

Maria Wiesner im Gespräch mit der Autorin Es passiert nicht oft, dass es eine junge Autorin mit ihrem Debütroman direkt auf die Shortlist des Booker Prizes, des wichtigsten britischen Literaturpreises, schafft. Yael van der Wouden ist das im vergangenen Jahr gelungen. Nun ist ihr Buch auch auf Deutsch erschienen, unter dem Titel „In ihrem Haus“ beim Gutkind Verlag. Der Roman handelt von Isabel, einer jungen Frau, die allein in einem großen Haus wohnt. Es sind die frühen Sechzigerjahre, und während die Niederlande dabei sind, sich von den Spuren des Zweiten Weltkriegs zu erholen, hat Isabel sich in ihren Routinen eingerichtet, verlässt die eigenen vier Wände kaum, meidet soziale Kontakte. Als ihr Bruder auf Geschäftsreise muss, bleibt dessen Freundin Eva zurück und nimmt in Isabels Haus immer mehr Platz ein. Plötzlich beginnen Gegenstände zu verschwinden. Oder bildet sich Isabel das nur ein? „In ihrem Haus“ erzählt anhand der Geschichte dieser zwei Frauen von Ablehung, von Begehren und vom Entdecken des eigenen Körpers. Van der Wouden verwebt dieses intime Porträt mit der Geschichte jüdischen Lebens in den Niederlanden während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Was liegt unter dem Mantel des Schweigens? Warum gibt es über die Enteignungen der jüdischen Bevölkerung fast keine Literatur? Und wie recherchiert man Geschichte, die von vielen am liebsten verdrängt wird? „In ihrem Haus“ von Yael van der Wouden auf der Website des Gutkind Verlags Uns gibt’s auch zum Lesen: Finden Sie hier Ihr passendes F.A.Z.-Abo. Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.
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Wie ein Hund, der sich an seinen Retter klammert: Katja Petrowskaja über ihr Buch „Als wäre es vorbei“

Paul Ingendaay im Gespräch mit Katja Petrowskaja über Fotografien aus dem Krieg Kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine kamen schon die ersten Bücher darüber heraus, und manche von ihnen sagten uns Westeuropäern, dass unsere Erschütterung ziemlich spät eingesetzt hat und wir wesentliche Entwicklungen dieses Konflikts verschlafen haben. So vieles hätten wir wissen können – und haben es nicht gewusst oder wollten es nicht wissen. Und dass viele von uns noch immer nicht begriffen haben, was auf dem Spiel steht, wird offenbar, wenn man sich nur durchs Internet bewegt. Wie überhaupt davon sprechen? Diese Frage stellt sich in manchen Texten, die vom Krieg handeln. Greift Sprache nicht zu kurz, macht es sich zu leicht, bleibt hinter jeglicher Realität der Kriegserfahrung zurück? Aber was, wenn man schreiben und erzählen muss, um nicht durchzudrehen? Was, wenn das Schreiben ein Mittel der Vergegenwärtigung, der Entschleunigung und der Reflexion ist? Katja Petrowskaja, geboren 1970 in Kiew, hat über mehrere Jahre hinweg eine besondere Art von Texten geschrieben. Für die F.A.S. vertiefte sie sich in Fotos, eigene und fremde, und ließ sich für ihre kurzen Stücke zu weiteren Gedanken verleiten: Was sieht sie dort? Was löst es aus? Welche Assoziationen stellen sich ein? Oder auch – besonders für Leser wie uns, die kaum etwas von der Ukraine kennen: Welche Wirklichkeitspartikel sind in manchen Fotografien aufbewahrt, Kleinigkeiten des Alltags, der uns sonst so gewöhnlich vorkommt und jetzt so gefährdet? Dieses Buch mit dem Titel „Als wäre es vorbei“ handelt von Dingen, Menschen und Tieren. Das Foto auf dem Cover, aufgenommen von einer Dreizehnjährigen in den ersten Kriegstagen, ist ein Selbstporträt, etwas verwischt, wie in der Bewegung, mit geöffnetem Mund und einem kaum deutbaren Gesichtsausdruck, in jedem Fall ein vitales, ja trotziges Bild. Oder wie Katja Petrowskaja schreibt: „Das Selfie, das wir hier sehen, ist als Abwehr gegen die Bedrohungen des Krieges entstanden, in dokumentarischem Schwarz-Weiß, als Zeichen des Überlebens.“ Als solch ein Zeichen ist auch dieses Buch zu verstehen. „Als wäre es vorbei“ von Katja Petrowskaja ist erschienen im Suhrkamp Verlag, hat 220 Seiten und kostet 25 Euro. Uns gibt’s auch zum Lesen: Finden Sie hier Ihr passendes F.A.Z.-Abo. Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.
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Hoffnungen sind keine Raketentechnik: Pierre Jarawan über seinen Roman „Frau im Mond“

Maria Wiesner und Fridtjof Küchemann im Gespräch mit dem Autor – und ein neues Literaturrätsel Das eine sei gleich gesagt: Es kann gar nicht sein, dass Lilit Peanut Butter Cups liebt. Schließlich hat sie eine Nussallergie. Pierre Jarawan gibt das offen zu, in den Nachbemerkungen zu „Frau im Mond“, zusammen mit ein paar anderen Eingeständnissen zu Jahreszahlen oder örtlichen Begebenheiten der Geschichte, die er Lilit in seinem neuen Roman erzählen lässt. „Frau im Mond“ umspannt mehr als ein Jahrhundert und führt von Montreal in den Libanon oder vom Libanon nach Montreal. Und hat dabei den Weltraum fest im Blick, schließlich gab es, als in den Sechzigerjahren alle Welt gebannt das Wettrennen der Russen und Amerikaner zum Mond verfolgte, auch im Nahen Osten ein erfolgreiches Raumfahrtprogramm, das eine Rakete in den Weltraum schießen konnte. Und das stimmt wirklich. Die Lebanese Rocket Society, eine erst einmal rührend hemdsärmelige Initiative am armenischen Haigazian College in Beirut, hat es wirklich gegeben. Und sie haben es wirklich geschafft. Jetzt zu behaupten, darum gehe es Pierre Jarawan nur ganz am Rande, würde die Sache gleichzeitig treffen und verfehlen. Es geht am Rande darum, weil es auch um eine Familiengeschichte geht, um Migrationsgeschichten, um das Weiterwirken verschütteter oder verschwiegener Geschichte, um das nicht mehr erzählen Können, weil durch den Völkermord an den Armeniern 1915/16 so viel verlorenging. Und es geht nicht nur am Rande um die Lebanese Rocket Society, weil Pierre Jarawan erzählt, was aus Hoffnung werden kann, für einen Wissenschaftler und seine Studenten, für ein ganzes Land. Dass sich ein paar Dinge anders zugetragen haben, als sie für den Roman passen, wird dabei schnell so unbedeutend wie der Umstand, dass eine erfundene Figur tatsächlich eine Nussallergie hat. Anfang April 2025 ist „Frau im Mond“ im Berlin Verlag erschienen, in dieser Episode ist Pierre Jarawan im Bücher-Podcast der F.A.Z. zu Gast. Nach dem Gespräch kommt ein neues Literatur-Rätsel von Tilman Spreckelsen, die Lösung des Rätsels aus dem März 2025 und der Name des Gewinners oder der Gewinnerin, schließlich wird jedes Mal unter den richtigen Einsendungen ein Buch verlost. „Frau im Mond“ von Pierre Jarawan auf der Website des Berlin Verlags Der Preis des Literaturrätsels im April 2025, die Adresse für Ihre Einsendung und die Teilnahmebedingungen Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik Uns gibt’s auch zum Lesen: Finden Sie hier Ihr passendes F.A.Z.-Abo. Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.
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Ganz schön toxisch: Laura Wiesböck über psychiatrische Diagnosen in sozialen Medien

Kai Spanke im Gespräch mit der Autorin Was macht das mit dir? Diese Freundschaft hat mich traumatisiert. Du reagierst vollkommen narzisstisch. Er ist immer so überemotional. Das triggert mich. Sie hat garantiert ADHS. Klarer Fall: Autismus. Ich bin depressiv. Meine Mutter ist nicht bindungsfähig, mein Vater dafür borderline-crazy. Immer mehr Leute, die nicht Psychologen oder Psychiater sind, reden, als wären sie Psychologen oder Psychiater. Auch und gerade im Internet. Die Soziologin Laura Wiesböck schreibt in ihrem Buch „Digitale Diagnosen“: „Die Wahrnehmung von seelischen Erkrankungen ist gesamtgesellschaftlich gestiegen. Social-Media-Plattformen sind voll von Inhalten zu psychiatrischen Diagnosen – und das nicht erst seit der COVID-19-Pandemie.“ Woher kommt das? Welche Konsequenzen folgen daraus? Wie muss man den Umstand bewerten, dass einige Influencer vor allem Erfolg haben, weil sie unausgeglichen sind oder an einer psychischen Erkrankung leiden? Und was bedeutet es etwa für Männer oder nicht weiße Frauen, wenn „der dominierende visuelle Fokus für die Darstellung von Depression“, wie Laura Wiesböck schreibt, „auf dem weißen privilegierten Frauenkörper“ liegt? Auf diese und weitere Fragen suchen wir im Bücher-Podcast Antworten. Die Adresse für Anregungen, Lob und Kritik Uns gibt’s auch zum Lesen: Finden Sie hier Ihr passendes F.A.Z.-Abo. Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.
Art and literature 8 months
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Es ist eben doch ein Mensch: Martin Mosebach und sein neuer Roman „Die Richtige“

Ein Gespräch mit Sandra Kegel von den „Frankfurter Premieren“ Schönheitskult, sagt eine seiner ersten Sammlerinnen einmal dem Maler Louis Creutz, könne man ihm wahrlich nicht vorwerfen. Auf seinen Bildern mache er die schönsten Frauen hässlich. Kurz zuvor hat ihr Mann eine junge Frau kennengelernt, die das Paar jetzt gemeinsam mit Creutz mitgenommen hat nach Venedig. „Unschuldig“ nennt die alte Freundin die neue Bekannte, was, wie Martin Mosebach schreibt „in ihrem Mund weniger ein Kompliment war als eine soziale Kategorie“. Wieder geht es Martin Mosebach um die Kunst. Diesmal, in seinem jüngsten Roman, um einen Künstler, eine kunstsinnige Gesellschaft und um deren Spielarten der Gleichgültigkeit und Kaltblütigkeit. Am 24. März war der Schriftsteller mit „Die Richtige“ bei den „Frankfurter Premieren“ in der Historischen Villa Metzler zu Gast. Es moderierte Sandra Kegel. „Vom moralischen Bankrott des Malers Louis Creutz“: Andreas Platthaus über „Die Richtige“ von Martin Mosebach „Die Richtige“ von Martin Mosebach auf der Website von dtv „Vom Fluch bedenkenloser Regelverletzung“: Sibylle Anderl über Martin Mosebachs „Taube und Wildente“ Kommende Frankfurter Premieren Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik Uns gibt’s auch zum Lesen: Finden Sie hier Ihr passendes F.A.Z.-Abo. Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.
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Aus Trauer wird Erkenntnis: Ein Gespräch über "Offenes Wasser" von Daniel Pedersen

Paul Ingendaay spricht mit Hannes Langendörfer, Übersetzer des schwedischen Buches "Offenes Wasser" Ein Mann in mittleren Jahren versucht, mit dem Verschwinden seines Vaters zurechtzukommen. Vermutlich hat der sich das Leben genommen, jedenfalls zeigen die Spuren ins eiskalte Wasser im schwedischen Norden. Aber erst einmal herrscht Ungewissheit. In denselben Wochen wird der Ich-Erzähler zum ersten Mal Vater, hält die kleine Tochter im Arm und versucht zu ergründen, warum in der Generation über ihm das Leben verschwindet, während eine Generation unter ihm neues entsteht: Was haben der Tod des Vaters und die Geburt der Tochter über ihn, den Menschen in der Mitte, zu sagen? In knappen, präzisen Sätzen umkreist der schwedische Verleger und Autor Daniel Pedersen, Jahrgang 1978, in seinem Prosadebüt den Bewusstseinszustand eines Mannes in einer Ausnahmesituation. Er denkt über die Trauer nach und was sie mit dem „Sehen“ der Wahrheit eines anderes zu tun hat, durchläuft in Gedanken einige Stationen der eigenen Familiengeschichte und versucht, das Besondere seiner Situation genau zu erfassen, zwischen Verlust und Liebe, Dunkelheit und Licht, aufmerksam für die feinsten Regungen des eigenen Bewusstseins, das sich plötzlich vor eine ganz neue Herausforderung gestellt sieht. Im Gespräch mit dem Übersetzer Hannes Langendörfer werfe ich ein wenig Licht auf dieses Buch und seinen Autor. „Dann erst nimmt man die Anwesenheit eines Menschen vollends wahr“, heißt es, als der Sohn das Haus des Vaters ausräumen muss. „Die Spuren, die er in seinen Sachen hinterlässt. Und dass die Gegenstände in dem Sinn etwas von dem Menschen weitertragen, weil ein anderer Mensch andere Spuren hinterlassen hätte. Darum ist die Trauer ein Sehen.“ „Offenes Wasser“ von Daniel Pedersen, aus dem Schwedischen übersetzt von Hannes Langendörfer, ist erschienen im Suhrkamp Verlag, hat 111 Seiten und kostet 18 Euro. Uns gibt’s auch zum Lesen: Finden Sie hier Ihr passendes F.A.Z.-Abo. Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.
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Was darf Kinder- und Jugendliteratur?

Tilman Spreckelsen und Fridtjof Küchemann über Susan Krellers „Herz von Kamp-Cornell“ In dieser Folge des Bücher-Podcasts geht es um eine Neuerscheinung, an der sich eine der großen Kontroversen entzündet, wenn es um Bücher für ein junges Publikum geht. Oder an der sich diese Kontroverse zumindest gut festmachen lässt. Das Buch: Der Jugendroman „Das Herz von Kamp-Cornell“ von Susan Kreller. Und die große Frage, salopp formuliert: Was darf Kinder- und/oder Jugendliteratur? Oder genauer: Welchen Anspruch auf literarische Eigenwilligkeit oder Eigenständigkeit kann man, muss man ihren Werken zugestehen? Wie weit dürfen sie ihre Leser auch literarisch herausfordern? Welche Rücksichten sollten auf die Leserschaft genommen werden? Letztlich: In welchem Verhältnis steht das Vermittlungsinteresse eines Buchs zur Art dieser Vermittlung? Im Gespräch mit Tilman Spreckelsen, Kinder- und Jugendbuchexperte der F.A.Z., stellen wir Susan Krellers neues Buch vor, wir beantworten die genannten Fragen an diesem Beispiel und kommen auch auf weitere Bücher für junge Leser zu sprechen, die in ihrer literarischen Qualität herausragen. „Eure Nachbarn helfen euch, ob ihr wollt oder nicht“: Tilman Spreckelsen über „Das Herz von Kamp-Cornell“ von Susan Kreller „Das Herz von Kamp-Cornell“ von Susan Kreller auf der Website des Carlsen Verlags „Die Masken der gruseligen Nachbarin“: Fridtjof Küchemann über Martina Wildners Kinderroman „Moritz, King Kong und der Regentanz“ Martina Wildners Kinderroman „Zu schnell für diese Welt“ auf der Website des Verlags Beltz & Gelberg „43 Gründe, warum Sie dieses Buch lesen sollten“: Tilman Spreckelsen über „43 Gründe, warum es aus ist“ von Daniel Handler „43 Gründe, warum es aus ist“ von Daniel Handler auf der Website des Hanser Verlags „Wo hört die Lüge auf, und wo fängt die Literatur an?“ Katharina Laszlo über Michael Gerard Bauers „Dinge, die so nicht bleiben können“ Michael Gerard Bauers „Dinge, die so nicht bleiben können“ auf der Website von dtv Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik Uns gibt’s auch zum Lesen: Finden Sie hier Ihr passendes F.A.Z.-Abo. Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.
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Mein Herz schlägt mich: Wencke Mühleisen über ihren Roman „Alles, wovor ich Angst habe, ist schon passiert“

Maria Wiesner und Fridtjof Küchemann im Gespräch mit der Autorin – und ein neues Literaturrätsel Es muss etwas anderes geben. Etwas anderes als dieses Zittern vor der Zukunft als einsame ältere Frau, vor ungestillter Sehnsucht, erotischem Verlangen, marternden Erinnerungen und fehlender Gemeinschaft. Und: Es ist besser, mit einem Verlust zu leben als dort, wo sich Gleichgültigkeit als Liebe getarnt bewegt. Die Frau, die sich das sagt, ist nicht mehr jung, 69 Jahre alt ist sie, und sie ist verlassen worden, nach Jahrzehnten zu zweit. Jetzt lebt sie in einem Wohnblock am Rande Oslos, quält sich, statt zu schlafen, quält sich aus dem Bett, die Erinnerungen quälen sie, die Zukunftsängste. Aber die Erzählerin in „Alles, wovor ich Angst habe, ist schon passiert“, dem neuen Roman der Norwegerin Wencke Mühleisen, ist nicht nur am Rande ihrer Kräfte, mit ihren Nerven am Ende, ein bemitleidenswertes Bündel an Bedürfnissen, sondern sie ist auch mutig und schlau und gewitzt, sie hat in den Siebzigern in einer freien Theatergruppe in Kopenhagen gearbeitet, schreibt auch heute noch für die Bühne, arbeitet an der Uni, sie kennt sich aus mit Menschen und ihren Macken, mit Körpern, auch mit ihrem. Sie weiß, was sie will. Eigentlich weiß sie, was sie will. Am 25. März erscheint „Alles, wovor ich Angst habe, ist schon passiert“ bei Nagel und Kimche, am letzten Märzwochenende ist Norwegen Gastland der Leipziger Buchmesse, und Wencke Mühleisen, Tochter einer norwegischen Mutter und eines slowenisch-österreichischen Vaters, ist mit ihrem neuen Buch dabei. Und vorher zu Gast im Bücher-Podcast der Frankfurter Allgemeinen. Nach dem Gespräch mit ihr gibt es ein neues Literatur-Rätsel von Tilman Spreckelsen, die Lösung aus dem Februar und den Namen des Gewinners oder der Gewinnerin. „Alles, wovor ich Angst habe, ist schon passiert“ von Wencke Mühleisen auf der Website von Nagel und Kimche „Romane aus dem hohen Norden“: **Fridtjof Küchemann über Bücher aus Norwegen, Gastland der Leipziger Buchmesse ** Das Programm des Ehrengasts Norwegen auf der Leipziger Buchmesse 2025 Der Preis des Literaturrätsels im März 2025, die Adresse für Ihre Einsendung und die Teilnahmebedingungen Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik Uns gibt’s auch zum Lesen: Finden Sie hier Ihr passendes F.A.Z.-Abo. Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.
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Politik mit der Kettensäge: Stephan Lamby über die Sehnsucht nach Populisten wie Donald Trump

Kai Spanke im Gespräch mit dem Autor Der Journalist und Dokumentarfilmer Stephan Lamby sagt: „Wir leben nicht im Zeitalter des Postfaschismus, sondern im Zeitalter des Präfaschismus.“ Damit bezieht er sich unter anderem auf den Erfolg von Donald Trump, Javier Milei und der AfD. „Seit beinahe 40 Jahren beobachte ich politische Prozesse“, sagt er, „noch nie habe ich die Wut auf das herrschende System, die Sehnsucht nach Umsturz und ja, nach Zerstörung als so tiefgreifend und bedrohlich empfunden wie in den letzten Monaten. Was ist los in unserem Land? Was ist los in anderen Ländern?“ Um das herauszufinden, ist Lamby in die USA und nach Argentinien gereist, er hat Italien besucht und ist in Deutschland unterwegs gewesen. Über die nicht selten von einem „politischen Gezeitenwechsel“ kündenden Eindrücke berichtet er in seinem Buch „Dennoch sprechen wir miteinander“. Der Titel zeugt von Lambys Haltung. Er ist kein Pessimist und nicht hoffnungslos. „Demokratie ist wie eine Großfamilie“, schreibt er, „wenn die Mitglieder nicht mehr miteinander sprechen, droht sie zu zerbrechen.“ Man müsse um Vertrauen ringen und dürfe den Frust der anderen nicht beiseiteschieben. Welche Gefühle ihn nach der Bundestagswahl beschlichen, wie er mit seinem amerikanischen Cousin zurechtkommt, der beim Sturm aufs Kapitol mitgemacht hat, und was es zu beachten gilt, wenn man sich auf Interviews mit Politikern vorbereitet, darüber spricht Stephan Lamby in dieser Folge des Bücher-Podcasts. „Wir leben nicht im Zeitalter des Postfaschismus, sondern des Präfaschismus“: Melanie Mühls Besprechung von Stephan Lambys „Dennoch sprechen wir miteinander“ Die Adresse für Anregungen, Lob und Kritik Uns gibt’s auch zum Lesen: mit unserem FAZ+ Jahresabo – exklusiv zum Aktionspreis bis Ende 2024. Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.
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Die Folgen der Rechtlosigkeit der Wörter im Text: Ursula Krechel über ihr Schreiben

Die Schriftstellerin im Gespräch mit Andreas Platthaus und Gabriele Radecke Mit „Sehr geehrte Frau Ministerin“ hat Ursula Krechel vor wenigen Wochen einen Roman vorgelegt, den unsere Buchbesprechung als „Chronik unserer Gesellschaft und deren Zündstoffe“ beschreibt. Im November wurde in der Berliner Akademie der Künste das Ursula-Krechel-Archiv feierlich eröffnet. In ihm findet sich der Vorlass der Schriftstellerin, die vor ihrem großen Erfolg als Romancière zunächst als Lyrikerin und Dramatikerin bekannt wurde: Werkmanuskripte zu allen Genres, Material zu Lesereisen und Auslandsaufenthalten, dazu umfangreiche Korrespondenz. Zum Festakt am 20. November hat Ursula Krechel mit Andreas Platthaus, Literaturchef der F.A.Z., über ihr Werk gesprochen – über das vor zwanzig Jahren veröffentlichte Gedicht „Stimmen aus dem harten Kern“ wie über ihren neuen, zum Zeitpunkt des Gesprächs noch unveröffentlichten Roman. Im Gespräch mit Gabriele Radecke, der Leiterin des Literaturarchivs der Akademie der Künste, hat sie zudem einige Objekte aus ihrem Vorlass erläutert. „Was Söhne ihren Müttern antun“: Andreas Platthaus über Ursula Krechels Roman „Sehr geehrte Frau Ministerin“ „Im Weltgeschichtesausen“: Andreas Platthaus über Ursula Krechels Roman „Geisterbahn“ „Keine Magermilch, und bloß keine Kreide“: Andreas Platthaus zum 70. Geburtstag von Ursula Krechel am 4. Dezember 2017 Kommende Veranstaltungen in der Berliner Akademie der Künste Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik Uns gibt’s auch zum Lesen - unser Angebot zur Bundestagswahl: 5 Monate FAZ+ für 5 € pro Monat Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.
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Die unsichtbare Seite der Dinge: Der Erzählband „Es werden schöne Tage kommen“ von Zach Williams

Paul Ingendaay spricht mit Bettina Abarbanell über den amerikanischen Erzähler Zach Williams Manchmal eilt die lesende Phantasie mit dem Gelesenen weit voraus, während der Alltagsverstand in seinem Alltagstrott gemütlich einher marschiert und noch überhaupt keine Begriffe hat für das, was er gerade aufgenommen hat. Wenn so etwas passiert, stehen wir meistens vor etwas Neuem, einer anderen Art zu schreiben, einem frischen Blick auf die Dinge. In seinem Erzählband „Es werden schöne Tage kommen“ entfaltet der junge amerikanische Schriftsteller Zach Williams solch ein Panorama des Befremdlichen und Bizarren. Ein Paar wacht in einer Ferienhütte im Wald auf und stellt fest, dass es in der ewig gleichen Idylle gefangen ist, während der kleine Sohn keinen Tag mehr altert. Ein Mann findet seine ältere Nachbarin tot in deren Wohnung vor und beginnt eine aberwitzige Verfolgungsjagd. Ein anderer Mann - Williams' Hauptfiguren und Erzähler sind immer Männer - will eine „humane“ Mausefalle kaufen und wird in einen beunruhigenden Disput hineingezogen, in dem plötzlich sein eigenes Menschsein auf dem Spiel steht. „Ich habe mich schon immer für Erfahrungsmomente interessiert, die von außerhalb des gewöhnlichen Bewusstseins stammen“, hat Zach Williams über seine Geschichten gesagt. „Diese Momente sind gar nicht so ungewöhnlich, auch wenn sie nur in Gestalt von Träumen, Panikattacken oder überschäumender Freude auftreten. Unrealistische oder übernatürliche Elemente gestatten mir, in der Story einen bestimmten Zustand zu erkunden – vielleicht einen Traumzustand, einen Zustand der Verwirrung oder der Ehrfurcht.“ Heute spreche ich im Bücher-Podcast mit Bettina Abarbanell, die die zehn Geschichten von Zach Williams zusammen mit Clemens J. Setz ins Deutsche übertragen hat. „Es werden schöne Tage kommen“ von Zach Williams ist bei dtv erschienen, hat 271 Seiten und kostet 24 Euro. Uns gibt’s auch zum Lesen - unser Angebot zur Bundestagswahl: 5 Monate FAZ+ für 5 € pro Monat Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.
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Hörspiel Pool - Bayern 2 Eintauchen in packende Stories! Weltliteratur, belletristische Highlights, wegweisende Gegenwartsromane und Klassiker von morgen. Jeden Mittwoch zuerst in der ARD Audiothek. Für Literaturbegeisterte und Hörbuchfans. Große Geschichten entdecken, starke Stimmen genießen, opulente Inszenierungen erleben. "Podcast merken" und nichts verpassen! Updated
Aquí hay dragones AQUÍ HAY DRAGONES, todas esas chinchetas clavadas en el mapa que indican lo que aún no conocemos o queremos conocer mejor. El impulso aventurero de la curiosidad. El libro que no sabías que te gustaba, la película que deseas ver con ojos nuevos... Updated
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