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Packliste Motorradtour: Motorradausrüstung für die Weltreise
Episode in
Keine Eile Podcast
von Steffi
Die Minimal Packliste für Motorradtouren.
Heute habe ich wieder Frank zu Gast im Podcast.
Frank hat gemeinsam mit seiner Freundin Petra unter anderem zwei Langzeitreisen mit dem Motorrad unternommen.
Einmal sind die beiden auf der Panamericana unterwegs gewesen und einmal auf dem Landweg nach Malaysia.
In der ersten Podcast Folge hatten wir uns darüber unterhalten, wie man das richtige Reisemotorrad für eine solche Weltreise findet.
höre dir hier Episode 1 an
In Epsiode #2 ging es um das Gepäcksystem: Motorrad Satteltaschen oder Koffer für die Langzeitreise?
höre die hier Episode 2 an
In dieser Folge unterhalten wir uns darüber, welche Motorradausrüstung man mit auf Weltreise nimmt.
Podcast Episode #2
Höre dir mein Gespräch mit Frank im Podcast an:
Packliste Motorradtour: Bekleidung
3 Unterhosen
zwei einpacken, eine anziehen
1 lange Unterhose
wenn es mal kalt wird
3 Paar dünne Socken
zwei einpacken, ein Paar anziehen
1 Paar dicke Socken
3 T-Shirts
zwei einpacken, eins anziehen
1 Langarm-Shirt
wenn es mal kalt wird, oder als Sonnenschutz
1 weißes Hemd
für Besuche auf Ämtern
2 Hosen
dünn genug, dass man sie auch mal unterziehen kann.
Deshalb sollten die Hosen keine Gesäßtaschen haben
1 Motorradhose
kein Leder, sondern Synthetik
keine schwarzen Klamotten, denn darin wird einem schnell viel zu warm
1 Motorradjacke
mit Netzgewebe innen
die meistens eingeklettete Unterjacke zu Hause lassen, da sie nicht einzeln zu tragen und daher unbrauchbar ist
keine Goretex oder sonstige Membran wählen, da diese viel zu teuer sind und dafür viel zu kurz halten
1 sehr eng anliegender Fließpulli
zum Unterziehen gegen Kälte
1 Regenhose
die so groß ist, dass man sie überziehen kann und lang genug ist, dass sie bis über die Schuhe reicht.
Sie schützt bei nasser Fahrbahn vor Spritzwasser von unten.
Keine Regenjacke mitnehmen: Wenn es stark regnet lieber unterstellen. Daher muss die Regenhose auch kein High-End-Produkt sein.
1 Paar Wanderstiefel
statt Motorradstiefel, da diese vielseitiger einsetzbar sind
1 Paar leichte Schuhe
Turnschuhe, Flip Flops
2 Paar Handschuhe
bei vorhandener Griffheizung reichen Sommerhandschuhe
bei Nässe Latexhandschuhe oder Malerhandschuhe überziehen
1 Mütze
als Sonnen- und Kälteschutz
ein Buff oder eine Motorradhaube unterm Helm schützt ihn vor Schweiß
1 Motorradhelm
möglichst leicht
mit Schirm als Sonnenschutz
ein Fieberglashelm ist leicht und haltbar
1 Sonnenbrille
Packliste Motorradtour: Werkzeug
So wenig Werkzeug wie möglich mitnehmen. Das heißt maximal 2 kg.
Alle Schrauben am Motorrad vor der Reise auf ein System umstellen (z. B. Imbus oder Torx).
Schraubendreher
1 Griff
alle Torx/Imbus als Aufsatz
1 kleine Zange
Steckschlüsselsatz und 1 Knarre
1 Montiereisen aus Alu mit Schlüssengröße 27
für die Schraube an der Hinterachse
Schraubensicherung
Flickzeug und Reifenmontierhebel
zum Reifen reparieren
Mini Luftpumpe oder Minikompressor
3 Kettenschlösser
um die Kette zu verlängern oder reparieren zu können, wenn sie reißt
als Motorradkette, würde ich eine mit Schloss wählen
Kettenöler
dann braucht man kein Kettenspray mitnehmen
Miniatur Messgerät
Kabel
Kabelbinder mit Metallösen
Kaltmetall
flüssig oder als Knete
Gewebeklebeband
Latexhandschuhe
Packliste Motorradtour: Ersatzteile
Kupplungs Bowdenzug
Drahtlitze
falls irgendein anderer Zug kaputt gehen sollte
Ersatzschlauch
Vaseline
zum Schmieren
2 Ritzel
1 Standart Ritzel
1 mit einem Zahn weniger für grobes Gelände
vor der Reise montierst du neue Ritzel aus Stahl
die Ritzel nach 10.000 km tauschen
Packliste Motorradtour: Ersatzteile, die du nicht brauchst
Kette
gibt es überall
Natürlich fährst du mit einer neuen Kette aus dem besten Material los
Öl
nur, wenn du bei der Planung der Reise herausfindest, dass es dein Öl nicht überall gibt
Packliste Motorradtour: Küche
Hier kommt es natürlich auf das Reiseziel an und darauf, ob man selbst kochen möchte. Wir legen vor allem Wert darauf, uns unterwegs Kaffee kochen zu können und hin und wieder ein einfaches Gericht zubereiten zu können.
1 Benzinkocher
1 Topf
1 Teller
pro Person
1 Messer
zum Beispiel Opinel
pro Person
1 Gabel
pro Person
1 Löffel
pro Person
1 Becher
1 Kaffeemaschine
Behälter für Wasser
Trinkflaschen aus Edelstahl, da leicht und geschmacksneutral
pro Person mindestens für 3 Liter Wasser
Gewürze
Kaffeedose
Packliste Motorradtour: Camping
Zelt
möglichst klein
Farbe grün oder braun – damit man nicht gesehen wird
nicht mehr als 2,5 kg
kein teures Zelt, sondern ein neues Zelt
denn als erstes gehen meistens die Reißverschlüsse kaputt
Iglu oder Geodät – das Zelt sollte ohne Heringe stehen können, so dass man es auch mal im Hotel oder anderswo aufstellen kann
Reparaturset und Hülsen für die Zeltstangen
Zeltunterlage
Bauplane (keine Gewebeplane)
etwas kleiner als das Zelt
Isomatte
aus Schaumstoff, klappbar – weil unkaputtbar
Selbstaufblasende Matten sind zwar super bequem und klein, aber wenn sie kaputt sind, hat man ein Problem
Schlafsack
Daune – da sehr warm, klein und leicht
tendentiell etwas wärmer wählen
Daune ist feuchtigkeitsempfindlich – also immer gut trocknen
Schlafsack Inlet
aus Seide
Picknickdecke
Motorradtour Packliste – Reiseapotheke
Erste-Hilfe-Set
speziell für Motorradfahrer
sehr starkes Schmerzmittel
wie z. B. Ibuprofen 800
Nadeln und Kanülen
Desinfektionsmittel
Antibiothika
speziell für Zähne, wie z. B. Clyndamicy
Mückenschutz
am besten vor Ort kaufen
Sunblocker
persönliche Medikamente
empfohlene Impfungen
Erste Hilfe Kurs machen, bevor es los geht!
Motorradtour Packliste – Elektronik
Handy
und Ladegerät
lokale SIM Karten kaufen
Navi
nur mit dem Smartphone navigieren funktioniert nicht gut
ein Navi kann auch bei Regen benutzt werden
sollte mit Handschuhen und auch sonst gut zu bedienen sein
und ein großes Display haben
man kann es auch zum Wandern mitnehmen
Tipp: Garmin Montana 276 CX
Immer auch Papierkarten mitnehmen
am besten schon vor der Reise kaufen
Fotoapparat oder nur Handykamera, Actioncam
je nach Anspruch
Ladegerät
Objektive
SD Karten
nach Bedarf Cloudspeicher für Backups einrichten
im Tankrucksack verstauen
zum Filmen am Helm eine längliche Actioncam benutzen, z. B. von Sony
Notebook
bei Bedarf
möglichst klein und leicht
zur Bildbearbeitung unterwegs
um Bilder in die Cloud zu laden
um die Website zu pflegen
E-Book Reader
schon zu Hause mit Büchern bestückt
Reiseführer als E-Book
Stirnlampe/Zeltlampe
Motorradtour Packliste – Dokumente
Reisepass
Personalausweis
Führerschein
Internationaler Führerschein
Fahrzeugschein
EC-Karte
Kreditkarte
abgelaufene Karten
ggf. Carnet de Passage
ggf. Visa
Onlinebanking für unterwegs
z. B. von Alf Banco
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29:16
Motorrad Satteltaschen oder Koffer für die Langzeitreise?
Episode in
Keine Eile Podcast
von Steffi
Motorrad Satteltaschen oder Motorradkoffer: Welches ist das richtige Gepäcksystem für die Langzeitreise?
Heute habe ich wieder Frank zu Gast im Podcast.
Frank hat gemeinsam mit seiner Freundin Petra unter anderem zwei Langzeitreisen mit dem Motorrad unternommen.
Einmal sind die beiden auf der Panamericana unterwegs gewesen und einmal auf dem Landweg nach Malaysia.
In der letzten Podcast Folge hatten wir uns darüber unterhalten, wie man das richtige Reisemotorrad für eine solche Weltreise findet.
höre dir hier die Episode an
In dieser Folge unterhalten wir uns darüber, wie man sein Gepäck auf dem Motorrad am besten transportieren kann.
Podcast Episode #2
Höre dir mein Gespräch mit Frank im Podcast an:
Motorrad Satteltaschen oder Motorradkoffer: Welches ist das richtige Gepäcksystem für die Langzeitreise?
Für eine Motorradreise in Europa, wo ich die meiste Zeit auf asphaltierten und befestigten Wegen unterwegs sein werde, ist die Auswahl des Gepäcksystems nicht so wichtig. Da kann ich einfach irgendwas nehmen.
Interessant wird es, wenn ich lange Zeit auf schlechten Strecken und in Gebieten unterwegs bin, wo ich mir nicht mal eben Ersatz für mein Gepäcksystem oder sogar ein neues kaufen kann.
In dieser Situation müssen Satteltaschen oder Motorradkoffer die ganze Reise über halten.
Die hauptsächliche Belastung ist die alltägliche Vibration und Bewegung des Motorrads und des Gepäcks. Dabei kommt es ganz schnell zu Scheuerstellen. Auch durch einen Sturz kann das Gepäcksystem kaputt gehen.
Es ist wichtig, das Gepäck so zu verstauen, dass der Schwerpunkt möglichst nah am Motorrad und möglichst tief ist. Je niedriger der Schwerpunkt, je leichter das Fahren.
Auf schlechten Strecken fahre ich zum Beispiel oft im Stehen. Dabei merkt man schnell, dass sich das Motorrad so recht leicht fährt. Wenn man darauf nicht so geachtet hat und zum Beispiel viele schwere Sachen in der Gepäckrolle verstaut hat, bekommt das Motorrad sehr leicht einen Kippmoment. Und das macht das Fahren sehr anstrengend.
Beim Bepacken des Motorrades achte ich also darauf, mich von unten nach oben zu arbeiten: Schwere Sachen kommen möglichst weit nach unten. Die ganz leichten Sachen, wie Schlafsack und Isomatte, kommen ganz oben in die Gepäckrolle.
Motorrad Gepäcksystem
Es gibt zwei grundsätzliche verschiedene Arten Gepäcksysteme für Motorräder: Motorradkoffer und Motorrad Satteltaschen
Motorradkoffer
Motorradkoffer sind sicherlich das am weitesten verbreitete Gepäcksystem. Die Koffer sind aus Alu oder aus Kunststoff
Vorteile von Motorradkoffern
Die Vorteile sind die feste Konstruktion und die damit verbundene Eigenstabiliät. Dadurch kann ich das Gepäck dort “einfach reinschmeißen”.
Motorradkoffer sind abschließbar.
Sie sind wasserdicht.
Sie sind groß und geräumig.
Nachteile von Motorradkoffern
Der größte Nachteil von Motorradkoffern ist, dass sich bei einem Sturz die Koffer verformen können. Dann geht möglicherweise der Deckel nicht mehr zu und sie sind nicht mehr wasserdicht.
Außerdem ist es bei einem Sturz und der starren Konstruktion des Gepäcksystems möglich, dass sich der Rahmen des Motorrads verzieht.
Motorradkoffer sind weit hintern am Motorrad angebracht, was sich nachteilig auf den Schwerpunkt auswirkt
Motorrad Satteltaschen
Die so genannten Packtaschen oder Softbags kennt man eher als Gepäcksystem für Radreisen.
Es gibt sie mittlerweile auch als Packtaschen mit kräftigerem Gewebe fürs Motorrad.
Vorteile von Motorrad Satteltaschen
Die Vorteile der Motorrad Satteltaschen sind, dass sie wesentlich leichter sind als Alukoffer.
Genau wie Alukoffer sind sie wasser- und staubdicht.
Packtaschen können bei einem Sturz viel der Kraft aufnehmen. So geht zwar vielleicht etwas vom Inhalt kaputt, aber die Gefahr, dass das Motorrad beschädigt wird, ist wesentlich geringer als bei Motorradkoffern.
Anders als ein Motorradkoffer, kann eine beschädigte Tasche unterwegs auch mal repariert werden und sie ist nach einem Sturz immer noch wasserdicht.
Motorrad Satteltaschen können im Zentrum des Motorrads montiert werden, was sich positiv auf den Schwerpunkt auswirkt.
Nachteil von Motorrad Satteltaschen
Beim Kauf der Satteltaschen solltest du auf robustes Material achten, denn es können Scheuerstellen durch Reibung am Rahmen entstehen
Sie sind nicht abschließbar
Welches Gepäcksystem bei einer Motorradreise zu zweit?
Bei einer Reise zu zweit auf einem Reisemotorrad sind die geräumigeren Motoradkoffer zu bevorzugen.
Bei der Streckenwahl ist man durch das hohe Gewicht des Motorrads eingeschränkt und wird auf asphaltieren Straßen unterwegs sein und eher nicht Offroad fahren.
Der Vorteil, den Satteltaschen hier im Vergleich zu Motorradkoffern bieten, kann also nicht ausgespielt werden.
Welche Motorrad Satteltaschen kaufen
Die Satteltaschen des Schweizer Herstellers Enduristan sind ähnlich aufgebaut wie die Packtaschen von Ortlieb. Sie haben aber ein festeres Gewebe und sind viel stabiler. Außerdem gibt es mehr Befestigungsmöglichkeiten, so dass die Packtaschen weniger scheuern
Satteltaschen von Enduristan ansehen
Der amerikanische Hersteller Kriega baut ebenfalls robuste Motorrad Packtaschen.
Satteltaschen von Kriega ansehen
Noch zu nennen ist Adventure Spec in England.
Leider reicht die Qualität von Motorrad Satteltaschen, die man im deutschen Zubehörhandel findet, normalerweise nicht aus für eine Langzeitreise.
Das liegt vermutlich an der fehlenden Nachfrage. Für eine kurze Reise auf europäischen Straßen reicht die Qualität dieser Taschen vollkommen.
Welche Motorradkoffer kaufen
Motorradhersteller wie BMW, Honda, etc. bieten selbst gute Motorradkoffer an.
Alternativ gibt es Hersteller wie Touratec.
Du könntest auch nur den Gepäckträger vom Motorradhersteller oder Touratec kaufen und Alukoffer im Ausland (zum Beispiel in Tschechien oder Slowakei), da diese dort günstiger sind.
Wie viel kostet ein Motorrad Gepäcksystem
Für Alukoffer von einem namenhaften Hersteller musst du pro Paar mit ca. 600 Euro rechnen.
Gute Motorrad Satteltaschen gibt es für 400 bis 500 Euro pro Paar. Die von Enduristan liegen bei 300 Euro.
Für den Gepäckträger musst du mit ca. 300 Euro rechnen.
Die Kosten summieren sich also.
Solltest du also eher mit kleinem Budget unterwegs sein und die Kosten für das Gepäcksystem lieber in die Reise selbst stecken, dann nimm einfach das Gepäcksystem was du schon hast. Oder einen Rucksack, eine Gepäckrolle, oder irgendwas anderes. Schnall es irgendwie ans Motorrad und fahr los
Besser ohne geiles Gepäcksystem fahren, als gar nicht fahren
Über Tankrucksack und Rolle musst du dir übrigens nicht so viele Gedanken machen, da diese beiden Sachen keiner großen Belastung ausgesetzt sind. Da kannst du irgendwas nehmen.
In der nächsten Folge geht es darum, welches Gepäck auf eine Motorrad Weltreise mitgenommen werden könnte.
Podcast Episode #2
Hier kannst du dir mein Gespräch mit Frank im Ganzen anhören:
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22:44
Leichtes Reisemotorrad für die Weltreise: Tipps aus erster Hand
Episode in
Keine Eile Podcast
von Steffi
Seit vielen Jahren reist Frank am liebsten mit dem Motorrad. Neben vielen Urlaubsreisen hat er gemeinsam mit seiner Freundin Petra auch zwei Langzeitreisen mit dem Motorrad unternommen.
Ein Jahr lang waren die beiden auf der Panamericana mit ihrem Reisemotorrad, einer BMW R 1150 GS, von Nord- nach Südamerika unterwegs.
Im letzten Jahr sind Petra und Frank mit ihren Reisemotorrädern Suzuki DR 650 SE auf dem Landweg nach Malaysia gereist.
Von Frank möchte ich wissen, wie es so ist mit einem Motorrad auf Weltreise zu sein und was für ein Motorrad für eine Langzeitreise in Frage kommt.
Daher habe ich ihn zu meinem allerersten Podcast eingeladen.
Unser Gespräch, das wir über Skype geführt haben, kannst du dir jetzt anhören. Dies ist mein erster Podcast. Er ist noch weit davon entfernt perfekt zu sein – ist alles gar nicht so einfach. Ich wünsche dir viel Spaß beim Zuhören. Wäre toll, ein Feedback von dir zu bekommen.
Welches Reisemotorrad für die Weltreise
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Die wichtigsten Punkte aus dem Podcast zusammengefasst
Welche Vorteile bietet das Motorrad als Reisefahrzeug?
Frank war schon immer sehr reisefreudig und hat schnell das Motorrad als das perfekte Reisefahrzeug für sich entdeckt.
Die Vorteile am Reisen mit dem Motorrad liegen für ihn darin, dass er überall anhalten kann, wo es schön ist und er dort sein Zelt aufschlagen kann.
Ein Motorrad ist unauffälliger als ein Auto und bietet einen größeren Radius als ein Fahrrad.
Welches Motorrad für die Weltreise?
Die ersten Reisen unternahm Frank mit einer Yamaha XT 500 und danach mit einer Yamaha XT 600.
Für ihre erste Langzeitreise mit Motorrad haben Frank und Petra sich für die BMW R 1150 GS entschieden. Ein großes Reisemotorrad, auf dem 2 Personen bequem Platz finden. Und genug Gepäck mitgenommen werden kann, ohne dass es eng wird.
Auf der Reise nach Malaysia fährt jeder auf einem eigenen Motorrad. Beide reisen mit einer Suzuki DR 650 SE. Ein technisch überschaubares Motorrad, perfekt für diese Reise.
Wie du das ideale Motorrad für die Reise findest
Kriterien für die Motorradauswahl
1. Wirst du alleine mit einem Motorrad fahren, oder zu zweit?
Wenn du mit deinem Reisepartner, ihr also zu zweit, auf einem Motorrad fahren wollt, würdet ihr euch für ein größeres und schwereres Motorrad entscheiden, denn ihr müsstet euer Gepäck auf einem Motorrad mitnehmen und ihr müsstet bequem drauf sitzen können.
Wenn du zu zweit auf einem Motorrad reist, sei dir darüber im Klaren, dass du über einen längeren Zeitraum mit deinem Reisepartner auf sehr engen Raum (dem Motorrad) zusammenleben wirst.
Auch die Streckauswahl wird nach dem Gewicht des Motorrades ausfallen. Wahrscheinlich wirst du auf einem schweren Reisemotorrad mit 2 Personen darauf nur ungern den Asphalt verlassen wollen.
Fährt jeder sein eigenes Motorrad, gibt dies eine gewisse Unabhängigkeit vom Reisepartner.
Schlechte Wegstrecken schrecken dich wahrscheinlich weniger, wenn du mit einem leichten Motorrad unterwegs bist.
Ein großer Vorteil ist auch, dass du ein gewisses Backup hast. Falls mal irgendetwas ist, kann der andere Hilfe holen.
Zwei Motorräder sind teurer als ein Motorrad, wenn du es verschicken möchtest. Zum Beispiel am Ende der Reise zurück nach Hause.
Bei der Einreise in viele Länder wird ein Zolldokument benötigt, für das du vor der Reise in Deutschland ein hohes Deponat hinterlegen musst (für jedes Motorrad).
2. Was für eine Reise möchtest du machen? Wie ist dein Reisestil? Welche Strecken sollen gefahren werden? Wie ist die Beschaffenheit der Straßen?
Wähle ein Reisemotorrad, das zu dir und deinem Reisestil passt. Wenn es “sexy” ist und du einfach Bock drauf hast, es zu fahren – egal wo und bei welchem Wetter – dann ist es das richtige.
Du brauchst ein Motorrad, das die geplante Route locker bewältigen kann.
Wenn du ein leichtes Motorrad hast und mit leichtem Gepäck reist, hast du viel mehr Spaß auch an schlechten Strecken.
Ein leichtes Reisemotorrad bietet dir viel mehr Möglichkeiten. Du wirst dich auch an schwierigere Strecken herantrauen, wenn du ein Motorrad fährst, das du alleine aufheben kannst, solltest du mal umkippen.
Auf schlechten Strecken zählt jedes Gramm und es ist ein tolles Gefühl das Motorrad zu beherrschen und nicht von ihm beherrscht zu werden.
Beispiele für leichte Reisemotorräder der alten Generation
Yamaha XT 600
Yamaha XT 660
Suzuki DR 650 SE
Kawasaki KLR 650
BMW GS 650 ES
Beispiele für aktuelle, leichte Reisemotorräder
KTM 690 R
BMW X-Challenge
Honda 450 cm³
3. Wähle ein Motorrad, das schon häufig verkauft wurde.
Zu einem solchen Reisemotorrad findest du viele Informationen, Gebrauchtteile und Zubehörteile.
Außerdem gibt es in der Regel eine große Fangemeinde und Internetforum, wo du Informationen zum Motorrad findest – vor und während der Reise.
4. Entscheide, ob es ein Motorrad aus der “alten Generation” sein soll, oder ob du lieber mit einem aktuellen Bike fahren möchtest.
Beides hat Vor- und Nachteile.
Ältere und neuere Modelle unterscheiden sich in der Technik. Prinzipielle Unterschiede zwischen alten und neuen Modellen sind klassischerweise Vergaser oder Einspritztechnik.
Neuere Motorräder haben mehr Elektronik verbaut, die zwar kaputt gehen könnte, aber auch viele Vorteile hat. Neuere Modelle haben eine bessere Federung, einen potenteren Motor und verbrauchen wesentlich weniger Sprit, was sich auch auf das Gewicht auswirkt.
Ältere Modelle haben die einfachere Technik. Sind günstiger in der Anschaffung und es gibt sehr viel günstiges Zubehör.
Wie viel Fahrerfahrung du für eine Motorrad Weltreise brauchst
Je mehr Fahrerfahrung du hast, je größer ist die Motorradauswahl für die Reise. Mit deiner Erfahrung kannst du zum Beipiel die Nachteile eines schweren Motorrades ausgleichen.
Du musst aber kein Motorradcrack sein, um auf Motorrad Weltreise zu gehen. Denn die Fahrerfahrung sammelst du unterwegs. Du startest in Europa auf Asphalt und im geordneten Verkehr. Mit der Zeit werden die Straßen schlechter und der Verkehr chaotischer. Je weiter du fährst, je mehr Erfahrung bekommst du.
Wenn du wenig Fahrerfahrung hast, solltest du ein möglichst leichtes Motorrad mit auf die Weltreise nehmen.
Du kannst das Motorrad kaufen, ausstatten, ein paar Runden damit drehen, um zu sehen, ob es überhaupt was für dich ist – und dann einfach losfahren.
Wichtig ist, dass du das Motorrad alleine aufrichten kannst.
Welche Voraussetzungen du für eine Motorradreise mitbringen solltest
Nicht schlecht wären Grundkenntnisse in der Motorradtechnik, um Fehler zu erkennen und kleine Reparaturen selbst erledigen zu können. Auch wenn du das vielleicht gar nicht machen musst, gibt es dir den Mut und das Selbstvertrauen die Reise zu starten.
Du brauchst keine Angst zu haben, dass du mit dem Motorrad irgendwo im Nirgendwo liegen bleibst und nicht weiterfahren kannst.
Das wird höchstwahrscheinlich nicht passieren.
Ein Motorrad geht nicht einfach so kaputt. Es sei denn, du hast einen Unfall, oder versenkst es im Fluss.
Erkundige dich vor der Reise über dein Reisemotorrad und bereite es gut auf die Reise vor.
Fahre vorausschauend, achte auf dein Motorrad, sieh es dir abends genau an, warte es regelmäßig – die meisten Reparaturen bahnen sich langsam an.
Welche Ersatzteile du auf Motorrad Weltreise mitnehmen solltest
Keine.
Da du nie weißt, was kaputt gehen wird, müsstest du alles mitnehmen. Daher bringt es nichts Ersatzteile mitzunehmen. Es sei denn, dir ist eine Schwachstelle am Motorrad bekannt.
Wenn dann etwas kaputt geht, lass dir Ersatzteile schicken.
Wichtiger ist es, das Motorrad schon vorher gut auf die Reise vorzubereiten und Teile schon zu Hause zu erneuern.
Was du mitnehmen musst, sind Verschleißteile. Zum Beispiel Ölfilter, Zündkerzen, Bremsbelege, Ritzel, etc.
Gutes Werkzeug mitzunehmen, spezifisch für das Motorrad, ist ebenfalls wichtig. Werkzeug ist schwer. Nimm also nur mit, was du wirklich brauchst.
Auch Material für Notfallreparaturen sollte an Bord sein: Kabel, Kaltmetall, Klebeband, etc.
Wie viel Geld du für ein Reisemotorrad anlegen musst
Ein Reisemotorrad der alten Generation für eine Weltreise, oder Langzeitreise wirst du auf dem Gebrauchtmarkt für 1.500 Euro bis 2.000 Euro finden.
Vielleicht 1.500 Euro müsstest du noch in die Aufrüstung und in ein Gepäcksystem investieren.
Reisemotorräder der neuen Generation und auch das Zubehör sind bedeutend teurer. Hier sind 9 – 10.000 Euro schnell erreicht.
Weltreise Motorrad Shownotes
Internetforen
DR650 – Forum
Horizons Unlimited
Adventure Rider
Buchempfehlung
Adventure Motorcycling Handbook
Und du?
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In Episode #2 geht es darum, wie du das Gepäck auf dem Reisemotorrad am besten transportieren kannst. Hör doch mal rein!
Motorrad Satteltaschen oder Motorradkoffer für die Langzeitreise
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