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In der «Lesung» stellen wir Ihnen in Fortsetzung literarisch und inhaltlich auf- und anregende Werke vor, die wir für Sie neu entdeckt oder wiederentdeckt haben.
Gelesen werden die Romane, Novellen und Erzählungen von bekannten, aber auch neuen Stimmen, produziert wird die «Lesung» von der Hörspielredaktion.
Nach einer Pause erscheinen die Lesungen wieder, in loser Folge.

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«Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande» von Franz Kafka 2/2

Episode in Lesung
Eduard Raban ist mit seiner Rolle als Bräutigam unglücklich. Die Braut erscheint ihm nicht anziehend, offensichtlich betrügt er sie auch mit einem Mädchen.Aber auch unabhängig davon bedrückt ihn der bevorstehende ländliche Aufenthalt mit seinen zu erwartenden Geselligkeiten. Schlussendlich steigt er aber doch in den Omnibus zum Dorf, wo das Fest stattfinden soll. Als der Omnibus vor dem Gasthaus ankommt, scheint dort niemand auf Raban zu warten.Es liest Benedikt Greiner - Produktion: SRF 2013 – Dauer: 21‘
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«Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande» von Franz Kafka 1/2

Episode in Lesung
Der 30-jährige Bräutigam Eduard Raban ist auf dem Weg zu seiner Verlobten Betty. Gemeinsam mit Bekannten möchten sie in einem Dorfgasthaus ein Fest feiern.Doch Raban entkommt der Stadt nicht. Auf dem Weg zum Bahnhof verliert er sich immer wieder in Tagträumen. So stellt er sich etwa vor, als grosses Insekt einen langen Winterschlaf zu machen und nur seinen abgelösten Körper auf die Reise zu schicken. Die Zeit verrinnt und Raban wir immer unbehaglicher zumute.Es liest Benedikt Greiner - Produktion: SRF 2013 – Dauer: 24‘
Art and literature 9 years
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25:11

«Ich nannte ihn Krawatte» von Milena Michiko Flašar 10/10

Episode in Lesung
Nach wochenlangem, vergeblichem Warten hat Hiro sich aufgemacht und ist zu Oharas Adresse gefahren. Dort trifft er auf Kyoko, die ihm erzählt, dass Ohara vor sieben Wochen an Herzversagen gestorben ist. Auf dem Heimweg. Und Hiro war der Letzte, der ihn gesehen hat.Hiro gibt Kyoko die Krawatte zurück. Er erzählt von seiner Begegung mit Ohara und wie wichtig der Freund für ihn geworden ist. Kyoko lässt ihn tief in ihr Leben mit Ohara blicken. «Welch ebenmässige Schönheit liegt», sagt sie, «in unserem Versuch, den Entscheidungen, die wir getroffen hatten, die Treue halten zu wollen.» Und meint damit Oharas Versprechen vom Alltag und ihr eigenes Versprechen, wegen dieses Alltags bei Ohara bleiben zu wollen.Auf Hiros Heimweg geschieht das Unglaubliche: Jemand spricht ihn an, es ist sein totgeglaubter Dichterfreund Kumamoto. Der hat inzwischen auch einen zweiten Selbstmordversuch überlebt, erzählt von seinen Klinikaufenthalten, von seiner Genesung. Verändert, etwas aufgeschwemmt und doch der gleiche. Denk- und publikumssüchtig. Hiro geht nach Hause und isst mit seinen Eltern zu Abend. Das erste Mal seit 2 Jahren.Mit: Stefan Roschy (Hiro), Hanspeter Müller-Drossaart (Ohara), Irina Schönen (Ohara Kyoko), Jonas Rüegg (Kumamoto Akira)Technik: Mirjam Emmenegger und Ueli Karlen - Regie: Margret Nonhoff - Produktion: SRF 2016 - Dauer: 28‘Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen die Lesung nur bis zum 21. Juni 2016 zum Nachhören anbieten.
Art and literature 9 years
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33:57

«Ich nannte ihn Krawatte» von Milena Michiko Flašar 9/10

Episode in Lesung
Montagmorgen im Park. Hiro wartet. Kurzgeschoren. Ohara kommt nicht. Alleingelassen denkt Hiro nach. Er erkennt, dass auch viele andere, sein Vater zum Beispiel, Nöte und Ängste hinter einer glatten Stirn verbergen müssen. Diese Erkenntnis ist das Ende seines Hikikomori-Daseins.Hiro weiss nun, dass sein trostloses Unvermögen ein Schreckgespenst war. Es kann sein, dass er dem gesellschaftlichen Anspruch nicht gewachsen ist. Aber durch das Gespräch mit anderen wird der Druck relativiert. Ansprüche müssen nicht immer erfüllt werden. Wochenlang wartet Hiro. Nur Oharas Krawatte ist ihm geblieben, die er beim letzten Abschied zurückgelassen hat. Dann beginnt die Regenzeit. Hiro sucht Ohara im Jazz-Café. Und dann gräbt er die Visitenkarte seines Freundes aus, liest seine private Adresse. Kyokos Welt.Mit: Stefan Roschy (Hiro), Hanspeter Müller-Drossaart (Ohara), Irina Schönen (Ohara KyokoTechnik: Mirjam Emmenegger und Ueli Karlen - Regie: Margret Nonhoff - Produktion: SRF 2016 - Dauer: 28‘
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31:26

«Ich nannte ihn Krawatte» von Milena Michiko Flašar 8/10

Episode in Lesung
Ohara schont sich nicht. Er berichtet minutiös von seinem Versagen. Kyoko kommt mit dem neugeborenen Tsuyoshi aus dem Krankenhaus heim. Ohara kann mit seinem schwerbehinderten Kind nichts anfangen und hat keinen Trost für Kyoko. Völlig überfordert verbringt er seine Zeit mit Arbeit und in Bars.Kyoko blüht auf in der Fürsorge für den kleinen Tsuyoshi. Doch dann, nach Wochen mit schwierigstem Kontakt zur übrigen Verwandschaft, die das kranke Kind kaltherzig ablehnt, stirbt der Kleine. Kyoko und Ohara durchleben die schwerste Zeit ihrer Ehe. Kyoko, so erzählt Ohara, ist bei ihm geblieben, weil sie sein Unvermögen und sein Leid erkannt hat. Hiro und Ohara sitzen im Park, essen Kyokos Bento, Freunde inzwischen. Ohara verspricht Hiro, noch heute Kyoko die Wahrheit über seine Arbeitslosigkeit zu sagen. Und Hiro verspricht Ohara, seine «furchterregenden Zotteln» kurz zu schneiden. Ein Neuanfang für beide.Mit: Stefan Roschy (Hiro), Hanspeter Müller-Drossaart (Ohara)Technik: Mirjam Emmenegger und Ueli Karlen - Regie: Margret Nonhoff - Produktion: SRF - Dauer: 28'
Art and literature 9 years
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29:23

«Ich nannte ihn Krawatte» von Milena Michiko Flašar 7/10

Episode in Lesung
Nach mehreren Tagen im schummrigen Jazz-Café mit langen Erzählungen über die verlorene Yukiko treffen sich Hiro und Ohara im Park wieder. Hiro hat eine Nacht im Freien hinter sich und grosse Zweifel, ob Ohara wirklich das richtige Gegenüber ist für all die Geständnisse.Doch dann berichtet Ohara, wie er die Nacht verbracht hat. Nachdenkend über Yukiko und die betörende Möglichkeit der Wiedergeburt. Wie schön wäre es, wenn man geliebte Verstorbene wieder treffen und wieder erkennen könnte. Ohara erzählt von seinem Klavierlehrer Watanabe-Sensei, der mit seiner lungenkranken Frau auf einem Hügel über der Stadt lebte. Watanabe-Sensei erleichterte seiner Frau das Sterben, indem er ihren furchtbaren Husten auf dem Klavier begleitete. Ohara erzählt endlich auch von seinem Sohn. Der ersehnte kleine Tsuyoshi kam schwerbehindert mit einem schlimmen Herzfehler zur Welt.Mit: Stefan Roschy (Hiro), Hanspeter Müller-Drossaart (Ohara)Technik: Mirjam Emmenegger und Ueli Karlen - Regie: Margret Nonhoff - Produktion: SRF 2016 - Dauer: 28‘
Art and literature 9 years
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32:12

«Ich nannte ihn Krawatte» von Milena Michiko Flašar 6/10

Episode in Lesung
Irgendwann glaubt man den Vorurteilen mehr als dem kindlichen Wissen. Und schaut «aus Augen, die prüfen, aus Augen, die zweifeln, aus Augen, die gar nichts mehr sehen». Mit wenigen Worten beschreibt Milena Michiko Flašar den Verlust der Kindheit.Hiro hat Yukiko, seine Kinderfreundin, verloren. Aus eigener Schuld, wie er zu wissen glaubt und wie er sich vorwirft. Er vermeidet, ihr zu begegnen, er weicht aus, er vergisst sie. Einmal noch führt das Schicksal die beiden in der Schule zusammen. Doch Hiro kann und will die verletzliche Yukiko nicht vor den Attacken der Mitschüler schützen. Nach kurzer Zeit springt Yukiko aus dem fünften Stockwerk und liegt tot im Schulhof. Hiro hätte das vielleicht überstehen können, hätte die Zähne zusammengebissen und wäre darüber erwachsen geworden. Aber dann kam Kumamoto und hatte die gleichen Augen wie Yukiko.Mit: Stefan Roschy (Hiro), Hanspeter Müller-Drossaart (Ohara)Technik: Mirjam Emmenegger und Ueli Karlen - Regie: Margret Nonhoff - Produktion: SRF
Art and literature 9 years
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«Ich nannte ihn Krawatte» von Milena Michiko Flašar 5/10

Episode in Lesung
Hiros Kindheit war früh zu Ende. Er wusste, wie und wovor er sich verstecken wollte und konnte. Und bald fand er heraus, dass das Hikikomori-Dasein eine Maske war, die Schutz bot.Es regnet. Der Aufenthalt im Park ist unmöglich. Hiro hat von Ohara die Adresse des Jazz-Cafés «Miles to Go» bekommen. Er nimmt seinen ganzen Mut zusammen, geht hin, x-mal daran vorbei und traut sich schliesslich hinein. Im Halbdunkel der Bar wartet Ohara schon und erzählt, wie er vor Jahren seine Frau Kyoko kennenlernte, wie sie sich verliebten und sich den Himmel in Form ihres Ehe-Alltags versprachen. Hiro erzählt von dem ähnlich feierlichen Einverständnis mit Yukiko, seiner Kindheitsfreundin. Gegen alle nachbarschaftlichen Vorurteile.Mit: Stefan Roschy (Hiro), Hanspeter Müller-Drossaart (Ohara)Technik: Mirjam Emmenegger und Ueli Karlen - Regie: Margret Nonhoff - Produktion: SRF 2016 - Dauer: 28‘
Art and literature 9 years
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31:43

«Ich nannte ihn Krawatte» von Milena Michiko Flašar 4/10

Episode in Lesung
Nicht nur beim 20ig-jährigen Hiro ist der Drang zu erzählen enorm stark. Auch der so viel ältere Ohara braucht das Gespräch, im europäischen Verständnis sind die Zwei wie Beichtväter füreinander.Der Selbstmordversuch seines Dichterfreundes Kumamoto war für Hiro der Auslöser, in die Introvertiertheit zu fliehen. Ohara erzählt, warum er gekündigt worden ist. Hiro begründet seine umfassende Verweigerung, das hat mit kindlicher Liebe und Gewalt in der Schule zu tun. Ohara begründet, warum er seiner Frau Kyoko nicht über den Rausschmiss berichten kann. Auch das hat mit Liebe zu tun. Desillusionierung und Ernüchterung sind wichtige Themen für Beide. Beide stellen fest, dass sie die eigenen Grössenvorstellungen nicht realisieren können. Das tut weh und stellt den Alltag auf den Kopf.Mit: Stefan Roschy (Hiro), Hanspeter Müller-Drossaart (Ohara)Technik: Mirjam Emmenegger und Ueli Karlen - Regie: Margret Nonhoff - Produktion: SRF 2016 - Dauer 26‘
Art and literature 9 years
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30:08

«Ich nannte ihn Krawatte» von Milena Michiko Flašar 3/10

Episode in Lesung
« Sonderbare Genugtuung. Ich kann das noch, mich jemandem vorstellen. » Hiro hat die ersten Worte mit Ohara gewechselt. Auch Ohara hat sich geöffnet und Hiro den Grund seiner Parkaufenthalte anvertraut: Er ist arbeitslos geworden und hat seiner Frau Kyoko nichts davon erzählt.Wenn ein Damm bricht, sind die Wassermassen nicht aufzuhalten. So fühlt sich Hiro, als er zu erzählen beginnt. Von seinem Freund Kumamoto, dem Dichter und dessen Traum vom perfekten Gedicht. Von seiner Bewunderung für Kumamoto und das Vertrauen, das er seinem heiteren Wesen entgegenbrachte. Vom mühevollen Erwachsenwerden, das im Selbstmord endet. Hiro erzählt und erzählt von seiner Zeit als Hikikomori. « Diese Erleichterung: man muss keinen Beitrag mehr leisten. Endlich gesteht man sich ein, dass einem die Welt vollkommen gleichgültig ist. »Mit: Stefan Roschy (Hiro), Hanspeter Müller-Drossaart (Ohara)Regie: Margret Nonhoff - Produktion: SRF 2016 - Dauer ca. 25‘
Art and literature 9 years
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«Ich nannte ihn Krawatte» von Milena Michiko Flašar 2/10

Episode in Lesung
Schon nur beim Sitzen im Park und beim Beobachten der Leute überschlagen sich Hiros Gedanken. Er hat nach seiner freiwilligen Gefangenschaft noch nicht gesprochen. Auch mit Ohara nicht, der wie Hiro jeden Tag im Park verbringt. Noch bereitet ihm Nähe Brechreiz.Im Pressetext des Wagenbach Verlags heisst es: «Die Bank befindet sich in Japan, und könnte doch ebenso gut anderswo in der westlichen Welt stehen. Dieser Roman stellt der Angst vor allem, was aus der Norm fällt, die Möglichkeit von Nähe entgegen sowie die anarchische Kraft der Verweigerung.»Mit: Stefan Roschy (Hiro), Hanspeter Müller-Drossaart (Ohara)Regie: Margret Nonhoff - Produktion: SRF 2016 - Dauer ca. 25‘
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«Ich nannte ihn Krawatte» von Milena Michiko Flašar 1/10

Episode in Lesung
Die japanische Arbeitswelt bildet den Rahmen für Milena Michiko Flašars Roman «Ich nannte ihn Krawatte». Beide Hauptfiguren, Taguchi Hiro und Ohara Tetsu sind aus allen Beziehungen gefallene Aussenseiter, die dem Druck des Alltags und des Erwerbslebens nicht standhalten können.Hiro, 20 Jahre alt, und Ohara Tetsu, 58 Jahre alt, sitzen sich viele Tage lang im Park auf Bänken vis-à-vis. Sehr vorsichtig kommen sie miteinander ins Gespräch. Und wie sich herausstellt, haben beide schwer zu tragen. Hiro gibt sich die Schuld am Tod seines Freundes und seiner Freundin. Das hat ihn zum Hikikomori gemacht. So werden in Japan Leute genannt, die sich freiwillig komplett aus dem gesellschaftlichen Leben zurückziehen. Hiro hat seit zwei Jahren sein Zimmer nicht verlassen und mit niemandem gesprochen. Ohara ist 58 Jahre alt, hat seine Arbeit verloren und seiner Frau Kyoko nichts davon erzählt. Jeden Morgen verlässt er sein Haus, in der Aktenmappe die liebevoll von Kyoko gefüllte Bentobox. Er verbringt den Tag im Park und geht pünktlich um 18 Uhr wieder nach Hause.Die Österreicherin Milena Michiko Flašar (*1980) hat in Wien und Berlin Komparatistik, Germanistik und Romanistik studiert. Sie ist die Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters und lebt als Schriftstellerin in Wien. «Ich nannte ihn Krawatte» erschien 2012 im Verlag Klaus Wagenbach, «Okaasan - Meine unbekannte Mutter» erschien 2010 im Residenz Verlag und «[Ich bin]», ebenfalls im Residenz Verlag, 2008.Mit: Stefan Roschy (Hiro)Regie: Margret Nonhoff - Produktion: SRF 2016 - Dauer ca. 25‘
Art and literature 9 years
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«Die Stimmen von Marrakesch» von Elias Canetti 9/9

Episode in Lesung
Im letzten Teil seiner literarischen Reisebeschreibungen der «Perle des Südens», der orientalischen Stadt Marrakesch, widmet sich Elias Canetti zwei Bewohnern Marrakeschs, die von den meisten übersehen werden.Das eine ist Ginette, eine junge Ausländerin, die die marokkanische Stadt nur nachts bewohnt und von einem Ritter träumt, der sie fort - der sie nach Europa - bringt. Und das andere ist ein Unsichtbarer; ein kleines braunes Bündel, das mitten auf dem grössten Marktplatz liegt und einen immer gleichen Ton ausstösst - und damit quasi die Stimme des Platzes ist.Der berühmt gewordene Reisebericht «Die Stimmen von Marrakesch» ist das aufschlussreichste Buch über die marokkanische Stadt und das orientalische Leben. Erst 15 Jahre nach seiner Rückkehr aus Marrakesch, also 1969, hat der Nobelpreisträger seine Erinnerungen und Reiseskizzen zu literarischen Miniaturen des Orients verarbeitet.Der Schriftsteller Elias Canetti (1905-1994) emigrierte 1938 nach dem Anschluss Österreichs an Nazideutschland nach London, wo er einige Jahrzehnte blieb, bevor er sich für die letzten Jahre seines Lebens in der Schweiz niederliess. Canettis Werk fand erst spät Beachtung; 1981 erhielt er den Nobelpreis für Literatur für seinen Roman «Die Blendung».Sprecher: Enrico Baccalà - Produktion: SRF 1984 - Dauer: 24‘
Art and literature 9 years
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25:09

«Die Stimmen von Marrakesch» von Elias Canetti 8/9

Episode in Lesung
Als Fremder in der orientalischen Märchenstadt, ist Elias Canetti sehr oft auf Einheimische angewiesen, die ihm die Welt um ihn herum erklären. Auch in das Nachtleben von Marrakesch taucht er nur mittels Erzählungen ein. Die einzige Lust, die er selbst wahrnimmt - ist die Lust eines Tieres.Canettis «Stimmen von Marrakesch» sind nicht so sehr Reisebericht als vielmehr literarische Miniaturen, in denen er sich die unzähligen Eindrücke von der Seele schrieb, die seine Reise nach Marokko 1954 in ihm hinterlassen hatte.Der Schriftsteller Elias Canetti (1905-1994) emigrierte 1938 nach dem "Anschluss Österreichs an Nazideutschland nach London, wo er einige Jahrzehnte blieb, bevor er sich für die letzten Jahre seines Lebens in der Schweiz niederliess. Canettis Werk fand erst spät Beachtung; 1981 erhielt er den Nobelpreis für Literatur für seinen Roman «Die Blendung».Sprecher: Enrico Baccalà - Produktion: SRF 1984 - Dauer: 25‘
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«Die Stimmen von Marrakesch» von Elias Canetti 7/9

Episode in Lesung
Durch einen Zufall bekannt geworden mit der jüdischen Familie Dahan, wird Canetti sie nicht mehr los. Immer wieder wird er zu Verwandten geführt. Doch nur so findet er sich plötzlich in einem Laden aus Zucker wieder und verliebt sich in einen alten MannDer berühmt gewordene Reisebericht «Die Stimmen von Marrakesch» ist das aufschlussreichste Buch über die marokkanische Stadt und das orientalische Leben. Erst 15 Jahre nach seiner Rückkehr aus Marrakesch, also 1969, hat der Nobelpreisträger seine Erinnerungen und Reiseskizzen zu literarischen Miniaturen des Orients verarbeitet.Der Schriftsteller Elias Canetti (1905-1994) emigrierte 1938 nach dem "Anschluss Österreichs an Nazideutschland nach London, wo er einige Jahrzehnte blieb, bevor er sich für die letzten Jahre seines Lebens in der Schweiz niederliess. Canettis Werk fand erst spät Beachtung; 1981 erhielt er den Nobelpreis für Literatur für seinen Roman «Die Blendung».Sprecher: Enrico Baccalà - Produktion: SRF 1984 - Dauer: 24‘
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«Die Stimmen von Marrakesch» von Elias Canetti 6/9

Episode in Lesung
Um seine Neugierde zu befriedigen, nimmt Canetti die Gastfreundschaft einer jüdischen Familie in der Mellà - dem jüdischen Viertel - an. Doch das soll ihn bald gereuen. Denn als ausländischer Tourist steht er bei den Einheimischen im Ruf, wahre Wunder vollbringen zu können.Ende der 1960er Jahre brachte Canetti diese literarischen Miniaturen zu Papier, deren Grundlage sein Besuch in Marokko im Jahre 1954 war. So nachdrücklich waren die Erlebnisse dort, dass er sie in einem quasi-Rausch von der Seele schrieb und so zu Papier brachte. Daher nannte er seine Niederschrift auch immer den «zweiten, vielleicht interessanteren Teil der Reise».Der Schriftsteller Elias Canetti (1905-1994) emigrierte 1938 nach dem "Anschluss Österreichs an Nazideutschland nach London, wo er einige Jahrzehnte blieb, bevor er sich für die letzten Jahre seines Lebens in der Schweiz niederliess. Canettis Werk fand erst spät Beachtung; 1981 erhielt er den Nobelpreis für Literatur für seinen Roman «Die Blendung».Sprecher: Enrico Baccalà - Produktion: SRF 1984 - Dauer: 25‘
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«Die Stimmen von Marrakesch» von Elias Canetti 5/9

Episode in Lesung
Ein kleiner Raum voll Kerzen - mitten in der Wüste. Nach dem Besuch des jüdischen Viertels findet sich Canetti auf dem nur von Bettlern bevölkerten jüdischen Friedhof wieder. Und erlebt - genau wie in anderen Teilen Marrakeschs - berührende Momente zwischen Verzückung und ängstlicher Faszination.Der berühmt gewordene Reisebericht «Die Stimmen von Marrakesch» ist das aufschlussreichste Buch über die marokkanische Stadt und das orientalische Leben. Erst 15 Jahre nach seiner Rückkehr aus Marrakesch, also 1969, hat der Nobelpreisträger seine Erinnerungen und Reiseskizzen zu literarischen Miniaturen des Orients verarbeitet.Der Schriftsteller Elias Canetti (1905-1994) emigrierte 1938 nach dem „Anschluss Österreichs an Nazideutschland nach London, wo er einige Jahrzehnte blieb, bevor er sich für die letzten Jahre seines Lebens in der Schweiz niederliess. Canettis Werk fand erst spät Beachtung; 1981 erhielt er den Nobelpreis für Literatur für seinen Roman «Die Blendung».Sprecher: Enrico Baccalà - Produktion: SRF 1984 - Dauer: 27‘
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«Die Stimmen von Marrakesch» von Elias Canetti 4/9

Episode in Lesung
Marrakesch - die geheimnisvolle Stadt! 1954 fährt der Schriftsteller Elias Canetti mit einem Filmteam nach Marrakesch. Rasch nimmt ihn der Zauber des Orients gefangen. Er streift durch die Stadt, besucht die Händler der Suks, den Kamelmarkt und beobachtet die Schreiber und Erzähler.FFasziniert wandelt Canetti durch die Mellà – das jüdische Viertel. So sehr staunt er an vielen Orten; so versunken ist er in den Versuch, durch blosses Beobachten das für ihn geheimnisvolle Geschehen zu enträtseln, dass er gar nicht merkt wie er selbst zum betrachteten Objekt wird.Der Schriftsteller Elias Canetti (1905-1994) emigrierte 1938 nach dem „Anschluss Österreichs an Nazideutschland nach London, wo er einige Jahrzehnte blieb, bevor er sich für die letzten Jahre seines Lebens in der Schweiz niederliess. Canettis Werk fand erst spät Beachtung; 1981 erhielt er den Nobelpreis für Literatur für seinen Roman «Die Blendung».Sprecher: Enrico Baccalà - Produktion: SRF 1984 - Dauer: 25‘
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«Die Stimmen von Marrakesch» von Elias Canetti 3/9

Episode in Lesung
Den «zweiten, vielleicht interessanteren Teil der Reise» nannte Elias Canetti (1905-1994) diese Aufzeichnungen, in denen er seine 1954 gesammelten Eindrücke und Erlebnisse in der marokkanischen Stadt festgehalten hat.Nach den zahlreichen Eindrücken, die die belebten Strassen und Märkte Marrakeschs auf Canetti hinterlassen haben, sucht er die Einsamkeit der kleinen Gässchen und stillen Zimmer, um das Gesehene in sich wirken zu lassen. Doch auch die heimischen Häuser und Dächer sind Regeln unterworfen, die ihn von neuem aufwühlen und beschäftigen. Und geheimnissvolle Koseworte, gesprochen durch ein verschnörkeltes Fenstergitter, fesseln seine Aufmerksamkeit.Der Schriftsteller Elias Canetti (1905-1994) emigrierte 1938 nach dem "Anschluss Österreichs an Nazideutschland nach London, wo er einige Jahrzehnte blieb, bevor er sich für die letzten Jahre seines Lebens in der Schweiz niederliess. Canettis Werk fand erst spät Beachtung; 1981 erhielt er den Nobelpreis für Literatur für seinen Roman «Die Blendung».Sprecher: Enrico Baccalà - Produktion: SRF 1984 - Dauer: 22‘
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