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Litprom auf Weltempfang - Globale Literaturen übe
Podcast

Litprom auf Weltempfang - Globale Literaturen übe

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Bei Litprom e.V. dreht sich seit mehr als 40 Jahren alles um Bücher und Autor*innen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der Arabischen Welt, denn wir wollen sie im deutschsprachigen Raum bekannt(er) machen. Nun gehen wir „Auf Weltempfang“. Einmal im Monat spricht Sonja Hartl mit Übersetzer*innen und Jury-Mitgliedern des Weltempfängers über einen Titel, der auf der Weltempfänger-Bestenliste empfohlen wurde. In unserem Podcast geht es um die Herausforderungen beim Übersetzen von Literatur aus dem globalen Süden, die Arbeit der Übersetzer*innen und die Bücher, die hier erscheinen. Der Podcast wird gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds im Rahmen des Programms NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Bei Litprom e.V. dreht sich seit mehr als 40 Jahren alles um Bücher und Autor*innen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der Arabischen Welt, denn wir wollen sie im deutschsprachigen Raum bekannt(er) machen. Nun gehen wir „Auf Weltempfang“. Einmal im Monat spricht Sonja Hartl mit Übersetzer*innen und Jury-Mitgliedern des Weltempfängers über einen Titel, der auf der Weltempfänger-Bestenliste empfohlen wurde. In unserem Podcast geht es um die Herausforderungen beim Übersetzen von Literatur aus dem globalen Süden, die Arbeit der Übersetzer*innen und die Bücher, die hier erscheinen. Der Podcast wird gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds im Rahmen des Programms NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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Gewaltvolle Geschichte übersetzen – Ein Live-Podcast von der Leipziger Buchmesse

Ein Gespräch über "Die Differenz" von Alia Trabucco Zerán Wie setzen sich lateinamerikanische Gegenwartsautor*innen mit der Geschichte ihres Landes auseinander? Darüber hat Sonja Hartl auf der Leipziger Buchmesse mit den Übersetzern Benjamin Loy und Timo Berger gesprochen. Im Mittelpunkt steht das Buch „Die Differenz“ der chilenischen Autorin Alia Trabucco Zerán, das von Benjamin Loy ins Deutsche übertragen wurde. In „Die Differenz“ begeben sich drei junge Erwachsene in Chile – ungefähr 2013 – auf einen Roadtrip. Ihre jeweiligen Eltern waren in Opposition zu Pinochet, sie gehörten derselben Widerstandsgruppe an. Felipes Eltern sind gestorben, seither streift er durch die Straßen Santiagos und zählt die Toten, die er sieht. Er will herausfinden, wie viele Menschen während der Diktatur verschleppt wurden: Er will die Differenz zwischen den Geborenen und Gestorbenen herausfinden. Aufgewachsen ist er zu großen Teilen bei den Eltern von Iquela, auch sie sind miteinander befreundet. Iquela arbeitet als Übersetzerin, vor allem aber will sie von der Vergangenheit, die ihre Mutter nicht loslassen kann, nichts mehr hören. Die dritte ist Paloma – ihre Eltern sind nach Berlin geflohen, nun kommt sie nach Chile zurück, um den Leichnam ihrer gerade verstorbene Mutter dort zu beerdigen. Gemeinsam versuchen die drei, dieses Vorhaben umzusetzen – und stoßen auf allerhand Schwierigkeiten. „Die Differenz“ stand im Sommer 2022 auf Platz 1 des Weltempfängers. Damals schrieb Anita Djafari: „Drei junge Menschen, Kinder ehemaliger linker Kämpfer*innen gegen die Pinochet-Diktatur, begeben sich in einem wahnwitzigen Roadtrip über die Anden auf die Suche nach einem verlorengegangenen Sarg. Was es heißt für nachfolgende Generationen, weder richtig erinnern noch vergessen zu können, wird in diesem sprachmächtigen Debüt schmerzhaft schön beschrieben.“ Alia Trabucca Zerán: Die Differenz. Aus dem chilenischen Spanisch von Benjamin Loy. Bahoe Books 2021. 220 Seiten, 19 Euro. Alia Trabucco Zerán wurde 1983 in Santiago de Chile geboren. Sie hat Rechtswissenschaft studiert, an der New York University einen Abschluss in kreativem Schreiben gemacht und dann in London am University College promoviert. „Die Differenz“ ist ihr Debütroman, 2024 ist ihr zweiter Roman „Mein Name ist Estela“ erschienen, ebenfalls von Benjamin Loy übersetzt. Benjamin Loy ist Übersetzer aus dem Spanischen und Professor für Romanistik mit dem Schwerpunkt Lateinamerika an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Timo Berger ist Literaturveranstalter, Übersetzer aus dem Spanischen und Portugiesischen und Experte für lateinamerikanische Literatur. Sonja Hartl ist Kritikerin und Autorin. Mehr Informationen über die Zukunft von Litprom und den Freundeskreis auf https://www.litprom.de Die Veranstaltung auf der Leipziger Buchmesse fand in Kooperation mit dem Übersetzungszentrum statt.
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Über Bachtyar Ali und Literatur aus dem kurdischen Sorani

Ein Gespräch mit Ute Cantera-Lang, Rawezh Salim und Claudia Kramatschek Dem Engagement zweier Menschen ist es zu verdanken, dass Bachtyar Alis Werk in deutschsprachiger Übersetzung gelesen werden kann: Rawezh Salim und Ute Cantera-Lang. Im Podcast erzählen sie, wie es dazu kam, dass sie den kurdischen Autor übersetzen, wie ihre Zusammenarbeit aussieht – und sprechen gemeinsam mit Claudia Kramatschek und Sonja Hartl über seinen neuen Roman „Die Herrin der Vögel“. Ein Buch, das klingt wie ein Märchen – aber der beeindruckende Roman „Die Herrin der Vögel“ ist bestimmt kein Märchen: Die schöne Sausan ist in die kurdische Heimat ihres Vaters zurückgekehrt. Dort buhlen drei sehr verschiedene Männer um ihre Gunst. Sie stellt ihnen eine Aufgabe: Sie sollen acht Jahre lang durch die Welt reisen und ihr 100 Vögel bringen. Erst dann wird sie entscheiden, ob und falls ja, wen sie heiratet. Daraufhin verlassen die Männer 1987 ihre Heimat und kehren ab Herbst 1994 zurück. In diesen Jahren wird der kurdische Irak von Kriegen heimgesucht: der zweite Golfkrieg, der kurdische Bürgerkrieg. Mit ihrer Aufgabe rettet Sausan den Männern das Leben. Aber als sie zurückkehren, finden sie eine veränderte Heimat vor. Gewalt zieht sich durch diese Jahre, diese Region und diesen Roman. Dass er im Original bereits 2009 erschienen ist, merkt man ihm nicht an. Im Gegenteil: Mit seinem Plädoyer für Weltoffenheit, für Neugier auf das vermeintlich Fremde, ist er aktueller denn je. Ute Cantera-Lang hat Musik studiert und arbeitet nebenberuflich als Übersetzerin. Rawezh Salim hat Translationswissenschaften studiert und arbeitet als Übersetzer und Dolmetscher für Deutsch, Kurdisch und Arabisch. Claudia Kramatschek ist Moderatorin und Literaturkritikerin. Sonja Hartl ist freie Journalistin. Bachtyar Ali wurde 1966 im Nordirak geboren und geriet 1983 in Konflikt mit der Diktatur Saddam Husseins. Er hat sein Geologiestudium abgebrochen, um sich ganz der Poesie zu widmen. Sein erster Gedichtband erschien 1992 – und mittlerweile sind dazu weitere Bände, aber auch Romane und Essays gekommen. Seit Mitte der 1990er Jahre lebt er in Deutschland. 2017 wurde er mit dem Nelly-Sachs-Preis und 2023 mit dem Hilde-Domin-Preis ausgezeichnet. Seit 2008 erscheint die Weltempfänger-Bestenliste auf Anregung des Autors, Übersetzers und Herausgebers Ilija Trojanow und gibt Orientierung über übersetzte Literaturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt. Litprom gibt die Bestenliste viermal jährlich heraus. Eine ehrenamtliche Jury aus acht Literaturkritikerinnen und Journalistinnen wählt stets sieben Titel aus. Die Weltempfänger-Bestenlisten sind auch auf der Webseite von Litprom zu finden. Litprom wurde 1980 als „Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.“ gegründet und will den Dialog über und mit Literaturen des Globalen Südens im deutschsprachigen Raum anregen und fördern. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite. Für Kommentare, Feedback, Fragen erreicht Ihr uns unter litprom@buchmesse.de. Zum Instagram von Litprom Der Podcast wird gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds.
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Mit Gary Victor in Haiti - Über „Eine Violine für Adrien“

Ein Gespräch mit Peter Trier und Thomas Wörtche Insbesondere durch seine Kriminalromane ist der haitianische Schriftsteller Gary Victor im deutschsprachigen Raum bekannt geworden. Zu verdanken ist das insbesondere dem Verleger und Übersetzer Peter Trier, der die Bücher von Gary Victor nicht nur übersetzt, sondern im Litradukt Verlag auch herausbringt. Wie ist es dazu gekommen, dass er einen Verlag für Literatur aus der Karibik gegründet hat? Welche Besonderheiten gibt es im Schreiben von Gary Victor? Welche Rolle spielt Haiti in der Karibik – und wie ist das Verhältnis von karibischer und lateinamerikanischer Literatur? Darüber spricht Sonja Hartl mit Peter Trier und dem ehemaligen Weltempfänger-Juror Thomas Wörtche. Im Herbst 2024 ist ein neuer Roman von Gary Victor erschienen: In „Eine Violine für Adrien“ träumt der der vierzehnjährige Adrien in Port-au-Prince zu Beginn der 1970er Jahre davon, ein Violinenvirtuose zu werden. Allein: Ihm fehlt die Geige. Seine Eltern können ihm keine kaufen, das ist nämlich sehr schwierig: Sie müsste aus dem Ausland importiert werden, außerdem ist so ein Instrument sehr teuer. Also fasst Adrien den Beschluss, selbst Geld zu verdienen. Damit geht der Ärger so richtig los. Denn Träumer haben es in den Jahren des Machtwechsels von Papa Doc – also François Duvalier – zu seinem Sohn Baby Doc – das ist Jean-Claude Duvalier – schwer … Peter Trier ist Verleger und Übersetzer aus dem Französischen. Thomas Wörtche ist Herausgeber einer Krimi-Reihe beim Suhrkamp Verlag und war von der Gründung bis zum Sommer 2021 Mitglied der Jury für die Weltempfänger-Bestenliste. Sonja Hartl ist freie Journalistin. Gary Victor wurde 1958 in Port-au-Prince geboren. Ursprünglich war er Agronom und hat für verschiedene Ministerien seines Landes gearbeitet. Dann hat er sich dem Journalismus zugewandt. Er ist dank seiner Romane, Theaterstücke und Radiobeiträge einer der subversivsten und populärsten Autoren seines Landes. Gary Victor: Eine Violine für Adrien. Aus dem Französischen von Peter Trier. Litradukt 2024. 145 Seiten. 16 Euro. Seit 2008 erscheint die Weltempfänger-Bestenliste auf Anregung des Autors, Übersetzers und Herausgebers Ilija Trojanow und gibt Orientierung über übersetzte Literaturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt. Litprom gibt die Bestenliste viermal jährlich heraus. Eine ehrenamtliche Jury aus acht Literaturkritikerinnen und Journalistinnen wählt stets sieben Titel aus. Die Weltempfänger-Bestenlisten sind auch auf der Webseite von Litprom zu finden. Litprom wurde 1980 als „Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.“ gegründet und will den Dialog über und mit Literaturen des Globalen Südens im deutschsprachigen Raum anregen und fördern. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite. Für Kommentare, Feedback, Fragen erreicht Ihr uns unter litprom@buchmesse.de. Zum Instagram von Litprom Der Podcast wird gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds.
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4 Bücher, 4 Meinungen – Aufzeichnung vom Weltempfänger-Quartett 2024

Timo Berger, Karen Genschow, Sonja Hartl und Claudia Kramatschek diskutieren vier Romane der Weltempfänger-Bestenlisten 2024 Südsudan, Syrien, Philippinen und Chile sind die vier (literarischen) Regionen, um die sich beim Weltempfängerquartett alles dreht. Und natürlich: die Übersetzungen ins Deutsche. Im November 2024 haben drei Juror*innen und als Gast die Romanistin und Übersetzerin Karen Genschow über vier Romane diskutiert, die auf den Weltempfänger-Bestenlisten standen. Ein Abend, der wieder einmal gezeigt hat, wie vielfältig und interessant die Literatur aus diesen Ländern ist. Das Quartett besteht aus: Timo Berger, Übersetzer aus dem Spanischen und Portugiesischen, Literaturveranstalter. Karen Genschow, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Romanische Sprachen und Literaturen der Goethe-Universität Frankfurt und Übersetzerin aus dem Englischen und Spanischen. Claudia Kramatschek, Moderatorin und freie Literaturkritikerin mit Schwerpunkt auf den Literaturen des indischen Subkontinents und der arabischen Welt. Sonja Hartl, freie Journalistin. Und die Titel sind (in alphabetischer Reihenfolge der Autor*innen): Luna Sicat Cleto: Offenes Meer. Aus dem Tagalog von Annette Hug. Edition Tincatinca 2024. María José Ferrada: Der Plakatwächter. Aus dem Spanischen von Peter Kultzen. Berenberg Verlag 2024. Stella Gaitano: Endlose Tage am Point Zero. Aus dem Arabischen von Günther Orth. Edition Orient 2024. Samar Yazbek: Wo der Wind wohnt. Aus dem Arabischen von Larissa Bender. Unionsverlag 2024. Seit 2008 erscheint die Weltempfänger-Bestenliste auf Anregung des Autors, Übersetzers und Herausgebers Ilija Trojanow und gibt Orientierung über übersetzte Literaturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt. Litprom gibt die Bestenliste viermal jährlich heraus. Eine ehrenamtliche Jury aus acht Literaturkritikerinnen und Journalistinnen wählt stets sieben Titel aus. Die Weltempfänger-Bestenlisten sind auch auf der Webseite von Litprom zu finden. Litprom wurde 1980 als „Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.“ gegründet und will den Dialog über und mit Literaturen des Globalen Südens im deutschsprachigen Raum anregen und fördern. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite. Für Kommentare, Feedback, Fragen erreicht Ihr uns unter litprom@buchmesse.de. Zum Instagram von Litprom Der Podcast wird gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds.
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Die Geschichte Timors – Über „Die Leute von Oetimu“ von Felix K. Nesi

Ein Gespräch mit Sabine Müller und Katharina Borchardt Die Geschichte Timors – Über „Die Leute von Oetimu“ von Felix K. Nesi Wie erzählt man von Timor – einer Insel, in der sich hunderte Jahre Weltgeschichte widerspiegeln? Wie findet eine Übersetzerin umgangssprachliche Entsprechungen beim Übertragen vom Indonesischen ins Deutsche? Und wie klingt eigentlich die Sprache Uab Meto? Darüber spricht Sonja Hartl mit Sabine Müller, die Felix K. Nesis „Die Leute von Oetimu“ aus dem Indonesischen ins Deutsche übersetzt hat, und Katharina Borchardt, Expertin für Literatur aus Südostasien. Mit jeder Seite, mit jeder Figur dieses Romans taucht man tiefer ein in die verschlungene Geschichte Timors, jener Insel nördlich von Australien, die seit dem 17. Jahrhundert geteilt ist. Der Westen gehört zu Indonesien. Der Osten ist unabhängig. In dem Roman versammeln sich in dem (fiktiven) Grenzort Oetimu 1998 alle Männer des Ortes, um das Finale der Fußball-WM zu schauen. Sergeant Ipi hat sie eingeladen. Er hat einen Fernseher und etwas zu verkünden: Er hat sich mit der schönen Silvy verlobt. Diese Ankündigung stürzt fast alle Anwesenden in tiefes Unglück: Sie sind alle in Silvy verliebt. Und doch ist dieser Abend nur der Anlass und der lose Rahmen, um von einzelnen Personen zu erzählen, die mit ihm in Verbindung stehen: Von Ipis Mutter und seinem Ziehurgroßvater. Einem ehemaligen Offizier, der in Oetimu lebt. Und der schönen Silvy. Auf verschlungenen Pfaden bewegt sich Nesi mit viel Komik und absurden Details durch die Geschichte dieser Figuren und dieser Insel. Man folgt ihm gerne und verliert niemals den Überblick oder das Interesse. Dafür ist die Reise zu aufregend, sind die verschiedenen Lebensläufe zu spannend, die Beobachtungen und Einzelheiten zu hinreißend. „Die Leute von Oetimu. Eine garantiert wahre Geschichte aus Timor“ stand im Winter 2024 Platz 2 des 65. Weltempfängers. Dazu schrieb Katharina Borchardt: „Die Geschichte Osttimors von der portugiesischen Besatzung bis zur Unabhängigkeit. Abenteuer, Drama, Sex und Tod! Das alles erzählt mit großer Geste: ausgreifend, komisch und voller Cliffhanger. Am Beispiel des Grenzstädtchens Oetimu. Ganz großes Kino!“ Sabine Müller ist Übersetzerin aus dem Indonesischen. Katharina Borchardt ist Redakteurin bei SWR Kultur. Sonja Hartl ist freie Journalistin. Felix K. Nesi wurde 1988 in Westtimor geboren. Er hat Psychologie studiert und wurde 2015 beim Makassar International Writers Festival als „Emerging Writer“ ausgezeichnet. Er ist Mitbegründer der Komunitas Leko, die sich für Alphabetisierung einsetzt, außerdem hat er eine Buchhandlung, eine Bibliothek und ein Literaturfestival in Westtimor mitbegründet. Er schreibt Romane, Kurzgeschichte und Lyrik. Und „Die Leute von Oetimu“ gewann 2018 den Literaturwettbewerb des Kunstrats Jakarta als Bester Roman des Jahres. Außerdem wurde er 2021 mit dem Literaturpreis des indonesischen Ministeriums für Bildung und Kultur ausgezeichnet. Und 2022 war Felix K Nesi Writer in Residence an der Universität von Iowa. Felix K. Nesi: Die Leute von Oetimu. Eine garantiert wahre Geschichte aus Timor. Aus dem Indonesischen von Sabine Müller. Edition Nautilus 2024. 312 Seiten. 25 Euro. Folgende Titel werden in der Folge erwähnt: Luis Cardoso: Chronik einer Überfahrt. Aus dem Portugiesischen von Karin Schweder-Schreiner. Aufbau 2001. Luna Sicat Cleto: Offenes Meer. Aus dem Tagalog und mit einem Nachwort versehen von Annette Hug. Edition Tincatinca 2024. 96 Seiten. 26 Euro. Zur Podcast-Folge mit Annette Hug geht es mit diesem Link. Seit 2008 erscheint die Weltempfänger-Bestenliste auf Anregung des Autors, Übersetzers und Herausgebers Ilija Trojanow und gibt Orientierung über übersetzte Literaturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt. Litprom gibt die Bestenliste viermal jährlich heraus. Eine ehrenamtliche Jury aus acht Literaturkritikerinnen und Journalistinnen wählt stets sieben Titel aus. Die Weltempfänger-Bestenlisten sind auch auf der Webseite von Litprom zu finden. Litprom wurde 1980 als „Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.“ gegründet und will den Dialog über und mit Literaturen des Globalen Südens im deutschsprachigen Raum anregen und fördern. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite. Für Kommentare, Feedback, Fragen erreicht Ihr uns unter litprom@buchmesse.de. Zum Instagram von Litprom Der Podcast wird gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds.
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Wie von Chiles Diktatur erzählen? Über Nona Fernández‘ Roman „Twilight Zone“

Ein Gespräch mit Friederike von Criegern und Timo Berger Wie funktionieren Erinnerungen? Wie schreibt man über eine Diktatur, in der man gelebt hat – als Kind? Und wie übersetzt man eine neu getextete spanischsprachige Version von Billy Joels „We didn’t start the fire“? Darüber spricht Sonja Hartl mit Friedrike von Criegern, die Nona Fernández „Twilight Zone“ aus dem chilenischen Spanisch übersetzt hat, und mit Lateinamerika-Experte Timo Berger. In „Twilight Zone“ will die Ich-Erzählerin – die viele Ähnlichkeiten mit der Autorin hat – einen Dokumentarfilm über die Militärdiktatur schneiden und erinnert sich an ein Foto eines Mannes, der 1984 auf dem Titelblatt einer oppositionellen Zeitschrift zu sehen war. Übertitelt war dieses Foto mit: „Ich habe gefoltert“. Die Erzählerin war damals noch eine Teenagerin, aber sie hat das Bild und das zugehörige Interview nie vergessen. Als Erwachsene begibt sie sich nun auf eine Recherche- und Erinnerungsreise in diese Zeit – und versucht die Geschichte der Diktatur, aber auch die mangelnde Erinnerung innerhalb der chilenischen Gesellschaft zu fassen. „Twilight Zone“ stand im Sommer 2024 auf Platz 2 des 63. Weltempfängers. Damals schrieb Timo Berger zu diesem Buch: „Eine Schülerin steigt in einen roten Chevy. Eine Spritztour mit Onkel Claudio. Jahre später erfährt sie, dass der Onkel ihrer Freundin für das Pinochet-Regime gefoltert und gemordet hat. Ein aufrüttelnd ehrlicher Blick auf die jüngste Geschichte Chiles.“ Friederike von Criegern ist Literaturübersetzerin, freie Dozentin für Literatur und Übersetzen sowie Dolmetscherin. Timo Berger ist Literaturveranstalter, Übersetzer aus dem Spanischen und Portugiesischen. Sonja Hartl ist freie Journalistin. Nona Fernández wurde 1971 in Santiago de Chile geboren. Sie ist Schauspielerin und Autorin – und zählt als solche zu den führenden literarischen Stimmen Lateinamerikas und hat zahlreise Preise gewonnen. Für „Twilight Zone“ wurde sie mit dem Premio Sor Juana Inés de la Cruz ausgezeichnet und für den National Book Award USA nominiert. Sie schreibt viele Theatertexte, in Deutschland wurde zum Beispiel 2021 ihr Stück „Mädchenschule“ uraufgeführt, auch übersetzt von Friedrike von Criegern. Nona Fernández: Twilight Zone. Aus dem chilenischen Spanisch von Friedrike von Criegern. Culturbooks 2024. 240 Seiten. 24 Euro. Das Titelblatt, an das sich die Erzählerin erinnert, lässt sich in Ariel Dorfmans Besprechung des Romans bei der New York Times ansehen. Genannte Titel zur chilenischen Erinnerungsliteratur: Alejandro Zambra: Formas de volver a casa. Die Erfindung der Kindheit. Aus dem Spanischen von Susanne Lange, Suhrkamp Verlag, Berlin, 2012 Alia Trabucco Zeran: La Resta. Die Differenz. Aus dem Spanischen von Benjamin Loy. Bahoe Books 2022. (Dieses Buch war auf Platz 1 des 55. Weltempfängers) Hernán Valdés: Tejas Verdes. Auch wenn es nur einer wäre. Tagebuch aus einem chilenischen KZ. Rowohlt 1987. Aus dem Spanischen von Ulrike Michael-Valdés Seit 2008 erscheint die Weltempfänger-Bestenliste auf Anregung des Autors, Übersetzers und Herausgebers Ilija Trojanow und gibt Orientierung über übersetzte Literaturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt. Litprom gibt die Bestenliste viermal jährlich heraus. Eine ehrenamtliche Jury aus acht Literaturkritikerinnen und Journalistinnen wählt stets sieben Titel aus. Die Weltempfänger-Bestenlisten sind auch auf der Webseite von Litprom zu finden. Litprom wurde 1980 als „Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.“ gegründet und will den Dialog über und mit Literaturen des Globalen Südens im deutschsprachigen Raum anregen und fördern. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite. Für Kommentare, Feedback, Fragen erreicht Ihr uns unter litprom@buchmesse.de. Zum Instagram von Litprom Der Podcast wird gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds.
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Indien, Hindi-Literatur und die Rolle des Englischen – Über „Mord“ von Anjali Deshpande

Ein Gespräch mit Almuth Degener und Claudia Kramatschek. Die meisten Bücher aus Indien werden aus dem Englischen übersetzt, im Draupadi Verlag aber ist 2023 mit Anjali Deshpandes „Mord“ ein Kriminalroman erschienen, den Almuth Degener aus dem Hindi übersetzt hat: Wie schreibt die Autorin und Aktivistin Deshpande über Frauen und Dalit? Wie wird Hindi-Literatur in Indien gesehen? Und welche Rolle spielt das Englische als Literatursprache in Indien? Darüber spricht Sonja Hartl mit Almuth Degener und Claudia Kramatschek. In „Mord“ (Draupadi Verlag 2023) wird eine Frau tot in der Nähe von Neu-Delhi auf dem Gutshof eines reichen Unternehmers gefunden. Die Polizei interessiert sich kaum für diesen Fall: Die Dorfbewohner reden nicht mit Polizisten und die Tote war vermutlich eine Prostituierte, die es nicht anders verdient habe. Nur der derzeit vom Dienst suspendierte Polizist Adhirath sieht das anders: Dieser Fall könnte ihn von seiner bevorstehenden Anhörung ablenken, die über seine Zukunft bei der Polizei entscheidet. Also beginnt er mit eigenen Ermittlungen. „Mord“ stand auf Platz 3 des 60. Weltempfängers im Herbst 2023. Damals schrieb Jury-Mitglied Sonja Hartl: „Eine tote Prostituierte, ein suspendierter Polizist und wenig Hoffnung, dass der Täter jemals bestraft wird. Deshpande bleibt ganz nah bei denen, die unten in der Gesellschaft Indiens stehen. Konzentrierte, kluge und kritische Gesellschaftsanalyse verpackt als Kriminalroman.“ Almuth Degener ist Übersetzerin und Indologin. Claudia Kramatschek ist Moderatorin und Literaturkritikerin. Einer ihrer Arbeitsschwerpunkte liegt in den Literaturen des indischen Subkontinents. Sonja Hartl ist freie Journalistin. Anjali Deshpande wurde 1954 geboren und studierte Philosophie an der Delhi University. Sie hat an zahlreichen Aktionen zur Verbesserung der Lage der Dalit teilgenommen und schrieb als Journalistin eine Kolumne über Frauen. „Mord“ ist ihr erster Roman von ihr, der auf Deutsch erschienen ist. Anjali Deshpande: Mord. Aus dem Hindi übersetzt von Almuth Degener. Draupadi Verlag 2023. 210 Seiten. 19,80 Euro. Erwähnt werden in dieser Folge außerdem: Geetanjali Shree. Sie hat für die englische Übersetzung ihres Romans „Ret Samadhi“ (englischer Titel „Tomb of Sand“, übersetzt von Daisy Rockwell) 2022 den International Booker Prize bekommen. Eine Übersetzung ins Deutsche liegt bisher nicht vor. Zuletzt ist von ihr eine Neuauflage ihres Romans „Mai“ im Unionsverlag in der Übersetzung von Reinhold Schrein erschienen. Alka Saragoi: Umweg nach Kakutta (OT: „Kalikatha: Via Bypass“). Übersetzt von Margot Gatzlaff-Hälsig. Insel Verlag 2006. Seit 2008 erscheint die Weltempfänger-Bestenliste auf Anregung des Autors, Übersetzers und Herausgebers Ilija Trojanow und gibt Orientierung über übersetzte Literaturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt. Litprom gibt die Bestenliste viermal jährlich heraus. Eine ehrenamtliche Jury aus acht Literaturkritikerinnen und Journalistinnen wählt stets sieben Titel aus. Die Weltempfänger-Bestenlisten sind auch auf der Webseite von Litprom zu finden. Litprom wurde 1980 als „Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.“ gegründet und will den Dialog über und mit Literaturen des Globalen Südens im deutschsprachigen Raum anregen und fördern. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite. Für Kommentare, Feedback, Fragen erreicht Ihr uns unter litprom@buchmesse.de. Zum Instagram von Litprom Der Podcast wird gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds.
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Angola, Identität und Geschichte – Über Yara Nakahanda Monteiros „Schwerkraft der Tränen“

Ein Gespräch mit Michael Kegler und Anita Djafari Wie lebe ich mit einer übermächtigen Geschichte? Diese Frage treibt die Erzählerin in Yara Nakahanda Monteiros fulminanten Roman „Schwerkraft der Tränen“ an, der den Frauen in Angola viele Stimmen gibt. Aus dem Portugiesischen ins Deutsche übertragen hat ihn Michael Kegler. Mit ihm und Anita Djafari spricht Sonja Hartl über diesen Roman, angolanische Literatur und die Rolle der Identität im Literaturbetrieb. Yara Nakahanda Monteiro wurde 1979 in Huambo in Angola geboren, lebt aber seit 1981 in Portugal. Sie hat lange im Bereich Personalwesen gearbeitet, bis sie 2015 entschied, sich dem Schreiben zu widmen. „Schwerkraft der Tränen“ (Haymon Verlag, 2022) ist ihr erster Roman. Darin erzählt sie von Vitória Queiroz da Fonseca, die ebenfalls in Angola geboren und in Portugal bei ihren Großeltern aufgewachsen ist. Aber eine Frage lässt sie nicht los: Was ist mit ihrer Mutter, die damals als Kämpferin im Unabhängigkeitskrieg in Angola geblieben ist? Sie ahnt, dass ihre Mutter ein Land mehr geliebt hat als sie selbst. Also verschwindet sie 2003 kurz vor ihrer Hochzeit aus Portugal, reist nach Luanda und begibt sich auf die Suche nach ihrer Mutter. Michael Kegler ist Übersetzer aus dem Portugiesischen Anita Djafari war bis 2022 Geschäftsleiterin von Litprom und ist Literaturvermittlerin Sonja Hartl ist freie Journalistin. Yara Nakahanda Monteiro: Schwerkraft der Tränen. Aus dem Portugiesischen von Michael Kegler. Haymon Verlag 2022. 280 Seiten. 22,90 Euro. Im August 2024 ist von ihr außerdem ein Gedichtband erschienen: Herz. Rhythmus. Störungen. Übersetzt von Michael Kegler. Haymon 2024. 112 Seiten. 22,90 Euro. In dieser Folge werden außerdem folgende Autorinnen und Autoren erwähnt: José Eduardo Agualusa: Eine allgemeine Theorie des Vergessens. Übersetzt von Michael Kegler. C.H. Beck 2017 Ondjaki: Die Durchsichtigen. Übersetzt von Michael Kegler. Afrika Wunderhorn 2015. Die Lyrikerin Ana Paula Tavares. Die erwähnten Filme sind: „Another Day of Life“ (2018; Raúl de da Fuente, Damian Nenow) über die dreimonatige Reise den polnischen Journalisten Ryszard Kapuściński nach Angola. „Nayola“ (2022; Regie: José Miguel Ribeiro) über drei Generationen von Frauen zur Zeit des Bürgerkriegs. Seit 2008 erscheint die Weltempfänger-Bestenliste auf Anregung des Autors, Übersetzers und Herausgebers Ilija Trojanow und gibt Orientierung über übersetzte Literaturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt. Litprom gibt die Bestenliste viermal jährlich heraus. Eine ehrenamtliche Jury aus acht Literaturkritikerinnen und Journalistinnen wählt stets sieben Titel aus. Die Weltempfänger-Bestenlisten sind auch auf der Webseite von Litprom zu finden. Litprom wurde 1980 als „Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.“ gegründet und will den Dialog über und mit Literaturen des Globalen Südens im deutschsprachigen Raum anregen und fördern. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite. Für Kommentare, Feedback, Fragen erreicht Ihr uns unter litprom@buchmesse.de. Zum Instagram von Litprom Der Podcast wird gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds.
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Philippinen, Tagalog und unvermutete Universalität – Über Luna Sicat Cletos „Offenes Meer“

Ein Gespräch mit Annette Hug und Katharina Borchardt Soweit wir wissen, ist der Lyrikband „Offenes Meer“ die erste umfangreiche deutsche Übersetzung aus dem Tagalog – eine der Hauptsprachen der Philippinen – ins Deutsche. Wie übersetzt man aus einer Sprache, zu der es kein verwendbares Wörterbuch gibt? Wie lesen wir Gedichte aus den Philippinen? Und wie können wir mehr Literatur von den Philippinen kennenlernen? Darüber spricht Sonja Hartl mit der Übersetzerin Annette Hug und der Journalistin Katharina Borchardt. „Offenes Meer“ versammelt Gedichte aus 30 Jahren: Politische, persönliche, stilistisch sehr verschiedene. Es geht um abgebrannte Universitäten, den Vater – der Dichter Rogelio Sicat -, das Verhältnis zum eigenen Körper, Mutterschaft, aber auch um die Hinrichtung einer philippinischen Arbeitsmigrantin in Singapur und die Entfremdung, die die Oversea Filipino Workers in ihrer Familie empfinden. Es sind fließende, schwebende Gedichte in freien Formen, sie laden zum Erleben und Erkunden ein. „Offenes Meer“ steht auf Platz 1 des 64. Weltempfängers. Dazu schreibt Jury-Mitglied Timo Berger: „Gedichte, geformt im Spiel der Gezeiten. Auf einer Motorradfahrt durchs wuselige Manila. Im Schein einer Trauerkerze. Unter den Schreien der Marktverkäufer. Wie Geckos schnellen die Verse in eine Zukunft, die gleichzeitig Erinnerung an eine blutige Vergangenheit ist.“ Annette Hug ist Autorin und Übersetzerin für philippinische Gegenwartsliteratur. Katharina Borchardt ist Redakteurin bei SWR Kultur. Sonja Hartl ist freie Journalistin. Luna Sicat Cleto wurde 1967 in Manila geboren, sie hat Film, audiovisuelle Kommunikation und Filipino Literaturgeschichte studiert und unterrichtet philippinische Literatur und Creative Writing an der University of the Philippines. Luna Sicat Cleto: Offenes Meer. Aus dem Tagalog und mit einem Nachwort versehen von Annette Hug. Edition Tincatinca 2024. 96 Seiten. 26 Euro. In dieser Folge werden außerdem folgende Titel erwähnt: Annette Hug: Wilhelm Tell in Manila. Wunderhorn 2016. Marlies S. Salazar: Perspectives on Philippine Languages. University of the Philippines Press 2014. Den ersten Podcast zu der Übersetzung (Ü: Niko Fröba) des philippinischen Kriminalromans „Last Call Manila“ von Jose Dalisay findet man unter diesem Link. Seit 2008 erscheint die Weltempfänger-Bestenliste auf Anregung des Autors, Übersetzers und Herausgebers Ilija Trojanow und gibt Orientierung über übersetzte Literaturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt. Litprom gibt die Bestenliste viermal jährlich heraus. Eine ehrenamtliche Jury aus acht Literaturkritikerinnen und Journalistinnen wählt stets sieben Titel aus. Die Weltempfänger-Bestenlisten sind auch auf der Webseite von Litprom zu finden. Litprom wurde 1980 als „Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.“ gegründet und will den Dialog über und mit Literaturen des Globalen Südens im deutschsprachigen Raum anregen und fördern. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite. Für Kommentare, Feedback, Fragen erreicht Ihr uns unter litprom@buchmesse.de. Zum Instagram von Litprom Der Podcast wird gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds.
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Sudan, starke Frauenfiguren und Gewalt – Über „Der Messias von Darfur“ von Abdelaziz Baraka Sakin

Ein Gespräch mit Günther Orth und Claudia Kramatschek. Wie findet arabische Literatur aus dem Sudan den Weg auf den deutschsprachigen Buchmarkt? Welche Herausforderungen gibt es beim Übersetzen aus dem sudanesischen Arabisch? Wie viel Freizügigkeit gibt es in arabischer Literatur? Und wie steht es um die Literatur aus dem Sudan hierzulande? Darüber redet Sonja Hartl mit Claudia Kramatschek und Günther Orth am Beispiel von Günther Orths Übersetzung von Abdelaziz Baraka Sakins „Der Messias von Darfur“. In „Der Messias von Darfur“ werden die Sudanesen Ibrahim und Shikiri auf der Fahrt nach Karthum aus dem Bus gezerrt und zum Militärdienst eingezogen. Ihr Einsatzgebiet: Darfur. Dort gibt es einen erbitterten Krieg zwischen der Regierung und der brutalen Miliz Djandjawid auf der einen Seite – und verschiedenen Rebellengruppen auf der anderen Seite. Eines Tages begegnet Shikiri der jungen Frau Abdarrahman, die durch die Djandjawid alles verloren hat. Nach ihrer Hochzeit offenbart sie Shikiri, dass sie sich an jenen rächen will. Damit beginnt eine Odyssee durch verschiedene Kampfgebiete und gewissermaßen die jüngere Geschichte Darfurs. Aber es gibt noch jemanden, der die Pläne aller beeinflusst: der titelgebende Messias, der immer mehr Anhänger findet – und zwar in allen Konfliktparteien. „Der Messias von Darfur“ ist ein hinreißendes, böses, witziges und kluges Buch – weit von jeglicher Betroffenheitsprosa. Es bringt die Verworrenheit und Unübersichtlichkeit im Sudan hervorragend auf den Punkt – und liefert zudem Hintergrund zum gegenwärtigen Krieg im Sudan. Die Übersetzung von Günther Orth wurde 2021 von Litprom mit Mitteln des Auswärtigen Amts gefördert. Günther Orth ist Übersetzer und Dolmetscher für Arabisch Claudia Kramatschek ist Moderation und freie Literaturkritikerin mit Schwerpunkt auf den Literaturen vom indischen Subkontinent und der arabischen Welt. Sonja Hartl ist freie Journalistin. Abdelaziz Baraka Saakin wurde 1963 in Kassala im Osten des Sudan geboren, seine Vorfahren aber kommen aus Darfur im Westsudan. Er hat Betriebswirtschaft studiert, u.a. für verschiedenen internationale Hilfsorganisationen gearbeitet, vor allem aber ist er einer der beliebtesten Schriftsteller im Sudan – obwohl seine Bücher dort verboten sind. Er schreibt seit 2000. 2009 hat er den sudanesischen Tayeb-Salih-Preis erhalten, danach wurden dann seine Bücher konfisziert und verboten. Seit 2012 lebt er im Exil in Österreich und in Frankreich. Für „Der Messias von Darfur“ hat er den Prix Littérature Monde erhalten. In dieser Folge werden außerdem erwähnt: Tayeb Salih: Zeit der Nordwanderung. Übersetzt von Regina Karachouli. Lenos 2010. Fatin Abbas: Zeit der Geister. Übersetzt von Bernhard Robben. Rowohlt 2024. Die Folge wurde im November 2023 aufgenommen. Seit 2008 erscheint die Weltempfänger-Bestenliste auf Anregung des Autors, Übersetzers und Herausgebers Ilija Trojanow und gibt Orientierung über übersetzte Literaturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt. Litprom gibt die Bestenliste viermal jährlich heraus. Eine ehrenamtliche Jury aus acht Literaturkritikerinnen und Journalistinnen wählt stets sieben Titel aus. Die Weltempfänger-Bestenlisten sind auch auf der Webseite von Litprom zu finden. Litprom wurde 1980 als „Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.“ gegründet und will den Dialog über und mit Literaturen des Globalen Südens im deutschsprachigen Raum anregen und fördern. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite. Für Kommentare, Feedback, Fragen erreicht Ihr uns unter litprom@buchmesse.de. Zum Instagram von Litprom Der Podcast wird gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds.
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Autofiktion aus Japan – Über Hiromi Itos „Dornauszieher“

Ein Gespräch mit Irmela Hijiya-Kirschnereit, Katharina Borchardt und Sonja Hartl Wie übersetzt man die verschiedenen Anreden im Japanischen, für die es im Deutschen oft nur ein Wort als Entsprechung gibt? Wie entscheidet man, welche Anspielungen man erklären muss? Wie geht man damit um, wenn die Autorin im Original zwischen Schriftsystemen wechselt? Und wie verbreitet ist das Ich in der japanischen Literatur? Darüber sprechen Sonja Hartl und Katharina Borchardt mit der Japanologin und Übersetzerin Irmela Hijiya-Kirschnereit anlässlich ihrer Übersetzung von „Dornauszieher“ (Matthes & Seitz Berlin 2021) von Hiromi Ito. „Dornauszieher“ erzählt von einer Frau im Alter von Hiromi Ito, die ebenfalls Hiromi Ito heißt und eine berühmte Dichterin ist, und sich in einem ständigen Hin und Her befindet: zwischen Japan, wo ihre kranken und zunehmend pflegebedürftigen Eltern leben, und den USA, wo sie mit ihrem dreißig Jahren älteren Ehemann lebt und auch ihre drei Töchter sind, die ebenfalls Sorgen und Probleme haben. Das Buch stand im Winter 2021 auf Platz 1 des Weltempfängers und damals schrieb die Jurorin Claudia Kramatschek: „Eine Frau im Dauerstress — und zwischen zwei Kulturen: das ist die Ich-Erzählerin in dieser Autofiktion. Ungeschützt beschreibt Ito weibliche Allverfügbarkeit — und erschafft zugleich ein Genre-Crossover, in dem erlebter Buddhismus ebenso Platz hat wie ein vielstimmiger Chor japanischer Literatur.“ Irmela Hijiya-Kirschnereit ist Japanologin und Übersetzerin aus dem Japanischen. Katharina Borchardt ist Redakteurin bei SWR Kultur und Mitglied der Weltempfänger-Jury. Sonja Hartl ist freie Journalistin. Hiromi Ito wurde 1955 in Tokio geboren und hat sich in den 1980er Jahren zunächst mit Lyrik einen Namen gemacht – sie hat neue Themen und Sprechweisen in die japanische Lyrik eingebracht, sich aber dann auch dem Essay und der Prosa zugewandt. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Im Frühjahr 2024 ist bei Matthes und Seitz Berlin ebenfalls in der Übersetzung von Irmela Hijiya-Kirschnereit der Roman „Hundeherz“ von Hiromi Ito erschienen. Das Gespräch wurde im Mai 2023 aufgezeichnet. Seit 2008 erscheint die Weltempfänger-Bestenliste auf Anregung des Autors, Übersetzers und Herausgebers Ilija Trojanow und gibt Orientierung über übersetzte Literaturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt. Litprom gibt die Bestenliste viermal jährlich heraus. Eine ehrenamtliche Jury aus acht Literaturkritikerinnen und Journalistinnen wählt stets sieben Titel aus. Die Weltempfänger-Bestenlisten sind auch auf der Webseite von Litprom zu finden. Litprom wurde 1980 als „Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.“ gegründet und will den Dialog über und mit Literaturen des Globalen Südens im deutschsprachigen Raum anregen und fördern. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite. Für Kommentare, Feedback, Fragen erreicht Ihr uns unter litprom@buchmesse.de. Zum Instagram von Litprom Der Podcast wird gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds im Rahmen des Programms NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
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Comics übersetzen – Über „Hör nur, schöne Márcia“ von Marcello Quintanilha

Ein Gespräch mit Lea Hübner und Timo Berger „Übersetzen im Korsett“ nennt Lea Hübner das Übersetzen von Comics: Ihr steht der Platz in der Sprechblase zur Verfügung, der muss ausreichen. Wie also übersetzt man umgangssprachliches brasilianisches Portugiesisch in umgangssprachliches Deutsch? Welche Rolle spielen die Bilder beim Übersetzen vom Comic? Wie zutreffend ist eigentlich das Label „starke Frau“? Und gibt es „den lateinamerikanischen Comic“? Darüber redet Sonja Hartl mit Timo Berger und Lea Hübner am Beispiel von Lea Hübners Übersetzung Marcello Quintanilhas „Hör nur, schöne Márcia“. In „Hör nur, schöne Márcia“ versucht die Krankenschwester Márcia, ihre erwachsene Tochter Jacqueline vor schlechten Entscheidungen zu bewahren. Aber Jacqueline macht, worauf sie Lust hat – und hört nicht auf ihre Mutter und deren Partner Alusia, mit denen sie eine Wohnung in Rio de Janeiro teilt. Dann lässt sich Jacqueline mit einer lokalen Gang ein … Lea Hübner ist freie Übersetzerin aus dem Spanischen und Portugiesischen und Expertin für Comics. Timo Berger ist Publizist, Übersetzer und Literaturveranstalter. Sonja Hartl ist freie Journalistin. „Hör nur, schöne Márcia“ stand im Sommer 2023 auf Platz 3 der 59. Ausgabe des „Weltempfänger“. Damals schrieb Weltempfänger-Juror Carsten Hueck: Schrill, farbenstark, lyrisch und sentimental. Einblicke in die Welt der Favelas: Márcia ist Krankenschwester in Rio de Janeiro. Eine Kämpferin, gestresst, doch mit großem Herzen. Als Drogenbanden und Militärpolizei ihr Leben aufmischen, nimmt sie ihre ganze Kraft zusammen — und fängt von vorne an. Weibliches Empowerment in starken Bildern. Marcello Quintanilha wurde 1971 in Niterói (Bundesstaat Rio de Janeiro) geboren. Er ist Autodidakt und hat 1988 seine Karriere mit dem Zeichnen von Horror-Comics begonnen. Zehn Jahre arbeitete er in der Animation. Seine Graphic Novel „Tungstênio“ wurde erfolgreich verfilmt. In Deutschland ist sie in der Übersetzung von Lea Hübner beim Avant Verlag erschienen. Für „Hör nur, schöne Márcia“ (Reprodukt) wurde er auf dem Internationalen Comicfestival Angoulême 2022 mit dem Preis „Bestes Album des Jahres“ geehrt. Seit 2002 lebt und arbeitet er in Barcelona. Marcello Quintanilha: Hör nur, schöne Márcia. Aus dem Portugiesischen von Lea Hübner. Reprodukt 2023. 128 Seiten. 24 Euro. In dieser Folge werden außerdem folgende Künstler*innen bzw. Comics erwähnt: Sole Otero: Naphthalin. Aus dem Spanischen von Lea Hübner. Reprodukt 2023. Powerpaolo: Virus Tropical. Aus dem Spanischen von Lea Hübner. Parallelallee 2022. Nascha Vollenweider: Fußnoten. Avant Verlag 2017 Nascha Vollenweider: Zurück in die Heimat. Avant Verlag 2022. Héctor Germán Oesterheld, Hugo Pratt. Zuletzt in deutscher Übersetzung von André Höchemer erschienen: Ernie Pike. Avant Verlag 2022. Die Folge wurde im August 2023 aufgenommen. Seit 2008 erscheint die Weltempfänger-Bestenliste auf Anregung des Autors, Übersetzers und Herausgebers Ilija Trojanow und gibt Orientierung über übersetzte Literaturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt. Litprom gibt die Bestenliste viermal jährlich heraus. Eine ehrenamtliche Jury aus acht Literaturkritikerinnen und Journalistinnen wählt stets sieben Titel aus. Die Weltempfänger-Bestenlisten sind auch auf der Webseite von Litprom zu finden. Litprom wurde 1980 als „Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.“ gegründet und will den Dialog über und mit Literaturen des Globalen Südens im deutschsprachigen Raum anregen und fördern. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite. Für Kommentare, Feedback, Fragen erreicht Ihr uns unter litprom@buchmesse.de. Zum Instagram von Litprom Der Podcast wird gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds.
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Schreiben im Iran, Übersetzen aus dem Persischen – Über „Der Traum von Tibet“ von Fariba Vafi

Ein Gespräch mit Jutta Himmelreich und Anita Djafari Wie übersetzt man Redewendungen aus dem Persischen ins Deutsche? Wie belässt man das, was zwischen den Zeilen steht in der Übersetzung? Und wie wichtig ist eine persönliche Beziehung zu der Autorin, die man übersetzt? Und warum träumt man von Tibet? In „Der Traum von Tibet“ sucht die Krankenschwester Scholeh Zuflucht in der Wohnung ihrer Schwester Schiwa und deren Ehemann Djawid. Denn Scholeh hat Liebeskummer. Aber dann beobachtet sie in der Wohnung etwas, das ihre Wahrnehmung von deren Ehe und viele ihrer? Gewissheiten erschüttert. Im Folgenden entsteht eine Geschichte über Freiheit, Selbstbestimmung und die Frage, wie Liebe in der Gegenwart möglich ist. „Der Traum von Tibet“ stand auf der Sonderausgabe des Weltempfängers, die anlässlich der Proteste im Iran im Januar 2023 erschienen ist. Damals schrieb Gerrit Wustmann zu diesem Buch „Familien und Beziehungen sind kompliziert. Wie lebt man miteinander, wie funktioniert dieses »Du«, mit dem Protagonistin Scholeh die Untiefen des heimischen Alltags seziert? Ihr Bruder träumt von Tibet statt Teheran. Ein eleganter Roman von einer gewichtigen Stimme der iranischen Gegenwartsliteratur.“ Jutta Himmelreich ist Übersetzerin und Dolmetscherin aus dem Persischen, Englischen, Spanischen und Französischen Anita Djafari war viele Jahre Geschäftsleiterin von Litprom und Jurymitglied des Weltempfängers Sonja Hartl ist freie Journalistin. Fariba Vafi wurde 1963 in Tabriz in der Provinz Ost-Aserbaidschan im Iran geboren und hat während ihrer Schulzeit zu schreiben begonnen. Ihre erste Kurzgeschichtensammlung erschien 1986, für ihren 2002 erschienenen Debütroman mit dem deutschen Titel „Kellervogel“ (Rotbuch Verlag 2012, Übersetzt von Parwin Abkai) erhielt sie den Huschang-Golschiri- und Yalda-Preis. Außerdem wurde sie 2017 mit dem Liberaturpreis ausgezeichnet. Mittlerweile sind fünf Kurzgeschichtensammlungen und sieben Romane erschienen. Zuletzt „An den Regen“ (Sujet Verlag 2021, Übersetzt von Jutta Himmelreich). Fariba Vafi: Der Traum von Tibet. Aus dem Persischen von Jutta Himmelreich. Sujet Verlag 2018. 232 Seiten. 21 Euro. Die Folge wurde im Oktober 2023 aufgenommen. Seit 2008 erscheint die Weltempfänger-Bestenliste auf Anregung des Autors, Übersetzers und Herausgebers Ilija Trojanow und gibt Orientierung über übersetzte Literaturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt. Litprom gibt die Bestenliste viermal jährlich heraus. Eine ehrenamtliche Jury aus acht Literaturkritikerinnen und Journalistinnen wählt stets sieben Titel aus. Die Weltempfänger-Bestenlisten sind auch auf der Webseite von Litprom zu finden. Litprom wurde 1980 als „Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.“ gegründet und will den Dialog über und mit Literaturen des Globalen Südens im deutschsprachigen Raum anregen und fördern. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite. Für Kommentare, Feedback, Fragen erreicht Ihr uns unter litprom@buchmesse.de. Zum Instagram von Litprom Der Podcast wird gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds.
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Über Syrien, Drusen und die arabische Sprache – Über „Kein Wasser stillt ihren Durst“ von Najat Abed A

Ein Gespräch mit Larissa Bender und Claudia Kramatschek Wie findet man die Bedeutung von Metaphern heraus, die man nicht versteht? Welche Herausforderungen gibt es bei der Übertragung aus dem Arabischen? Und wie recherchiert man Brunnenbohrgerätschaften? „Kein Wasser stillt ihren Durst“ ist ein Buch über die Religionsgemeinschaft der Drusen, über Frauen, Sehnsucht und Fortschritt: Hayat lebt im Süden Syriens und wird im Keller ihres Elternhauses eingesperrt, weil sie gegen die Regeln verstoßen hat. Daraus entspinnt sich die Geschichte einer Familie und einer Region. Das Buch steht im Frühjahr 2024 auf dem 62. Weltempfänger, dazu kommentiert Claudia Kramatschek: „Hayat, eine junge syrische Drusin, wird von ihrem Mann verstoßen – das Patriarchat regiert in Suwaida mit eiserner Hand. So poetisch wie unerbittlich beleuchtet die Autorin die drusische Kultur — und die komplexe Geschichte einer ganzen Region.“ Das Gespräch fand Ende November 2023 statt. Larissa Bender ist Übersetzerin aus dem Arabischen Claudia Kramatschek ist Moderatorin und freie Literaturkritikerin. Sonja Hartl ist freie Journalistin Najat Abed Alsamad ist Schriftstellerin und Gynäkologin. Sie wurde in Suwaida in Syrien geboren und hat bereits mehrere Romane und Erzählungsbände veröffentlicht. Mittlerweile lebt sie in Deutschland. Najat Abed Alsamad: Kein Wasser stillt ihren Durst. Aus dem Arabischen von Larissa Bender. Edition Faust, 2023. 288 Seiten. 24 Euro. Seit 2008 erscheint die Weltempfänger-Bestenliste auf Anregung des Autors, Übersetzers und Herausgebers Ilija Trojanow und gibt Orientierung über übersetzte Literaturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt. Litprom gibt die Bestenliste viermal jährlich heraus. Eine ehrenamtliche Jury aus acht Literaturkritikerinnen und Journalistinnen wählt stets sieben Titel aus. Die Weltempfänger-Bestenlisten sind auch auf der Webseite von Litprom zu finden. Litprom wurde 1980 als „Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.“ gegründet und will den Dialog über und mit Literaturen des Globalen Südens im deutschsprachigen Raum anregen und fördern. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite. Für Kommentare, Feedback, Fragen erreicht Ihr uns unter litprom@buchmesse.de. Zum Instagram von Litprom Der Podcast wird gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds.
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Korea, Kolonialismus und die Kunst des Übersetzens – Über „DMZ Kolonie“ von Don Mee Choi

Ein Gespräch mit Uljana Wolf und Timo Berger Wie übersetzt man einen Gedichtband voller Assoziationen und verschiedener Materialien? Wie findet man Begriffe mit passenden Vokalen? Und hilft es bei einer Lyrikübersetzung, wenn man selbst Lyrikerin ist? Darüber spricht Sonja Hartl mit der Lyrikerin und Übersetzerin Uljana Wolf und dem Poesie-Experten und Weltempfänger-Juror Timo Berger am Beispiel von Uljana Wolfs Übersetzung von Don Mee Chois Lyrikband „DMZ Kolonie“ aus dem Englischen. „DMZ Kolonie“ ist ein Buch über die Geschichte Südkoreas, über Erinnerungen und Sprache. DMZ bezeichnet die demilitarisierte Zone in Korea, die nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen wurde und die Halbinsel teilt: die USA besetzte den Süden, die Sowjetunion den Norden. In diesem Band schreibt Don Mee Choi über ihre Rückkehr in ihr Geburtsland, über die Opfer der Regimes, über Geflüchtete, Gefolterte, Waisenkinder und Schneegänse. Sie arbeitet mit Texten, Fotos und Zeichnungen, setzt sich mit Worten und Sprache auseinander – und erzählt vor allem von den Auswirkungen militärischer und staatlicher Gewalt. Ein vielschichtiges, eindrucksvolles Buch! Uljana Wolf ist Schriftstellerin, Lyrikerin und Übersetzerin aus dem Englischen und anderen Sprachen. Timo Berger ist Literaturveranstalter und Übersetzer aus dem Spanischen und Portugiesischen. Sonja Hartl ist freie Journalistin. Don Mee Choi wurde Seoul, Südkorea geboren, ist in Hongkong aufgewachsen, hat in den USA studiert und lebt in Berlin. Sie ist Lyrikerin und Übersetzerin insbesondere feministischer Lyrik aus dem Koreanischen ins Englische. „DMZ Kolonie“ wurde 2020 mit dem National Book Award für Poesie ausgezeichnet, außerdem hat sie sowohl ein MacArthur Fellowship als auch ein Guggenheim Fellowship bekommen. Don Mee Choi: DMZ Kolonie. Aus dem Englischen von Uljana Wolf. Hrsg. Von Dorothee Elmiger, Mathias Zeiske und Jan Wenzel. Mit Illustrationen von Ina Kwon. Spector Books 2023. 168 Seiten. 24 Euro. Seit 2008 erscheint die Weltempfänger-Bestenliste auf Anregung des Autors, Übersetzers und Herausgebers Ilija Trojanow und gibt Orientierung über übersetzte Literaturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt. Litprom gibt die Bestenliste viermal jährlich heraus. Eine ehrenamtliche Jury aus acht Literaturkritikerinnen und Journalistinnen wählt stets sieben Titel aus. Die Weltempfänger-Bestenlisten sind auch auf der Webseite von Litprom zu finden. Litprom wurde 1980 als „Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.“ gegründet und will den Dialog über und mit Literaturen des Globalen Südens im deutschsprachigen Raum anregen und fördern. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite. Für Kommentare, Feedback, Fragen erreicht Ihr uns unter litprom@buchmesse.de. Zum Instagram von Litprom Der Podcast wird gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds.
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Satire aus Simbabwe – Das Übersetzen von „Glory“ von NoViolet Bulawayo

Ein Gespräch mit Jan Schönherr und Ines Lauffer Wie überträgt man Wortspiele, Anspielungen und Neologismen vom Englischen ins Deutsche? Wie findet ein Übersetzer den Rhythmus und Tonfall für seine Übersetzung? Und welche Herausforderungen gibt es, als weißer Mann eine Schwarze Autorin zu übersetzen? Darüber sprechen Sonja Hartl und Weltempfänger-Jurorin Ines Lauffer mit Jan Schönherr anlässlich seiner Übersetzung von NoViolet Bulawayos Roman „Glory“, erschienen bei Suhrkamp 2023. „Glory“ spielt in dem fiktionalen Land Jidada – „mit einem da und noch einem da“ –, das auf dem afrikanischen Kontinent seit über 40 Jahren vom Alten Pferd und seinen Getreuen der Jidada Partei beherrscht wird. Einst haben sie die Unabhängigkeit erkämpft, aber heute ist Jidada durch Korruption, Skrupellosigkeit und Egoismus zu einem der ärmsten Länder des Kontinents geworden. Dürre, Armut und Stromausfälle sind ebenso an der Tagesordnung wie Wahlfälschungen, ethnische Säuberungen und Folterungen. Aber nicht das wird das Alte Pferd stürzen, sondern die Ambitionen seiner Ehefrau, der Eselin Marvellous. Als sie offensichtlich seine Nachfolge anstrebt, haben sein Vize und die Anführer der Defenders -– eine brutale Armee aus bissigen Hunden – genug und setzen das Alte Pferd mit einem unblutigen Coup ab. Zu dieser Zeit kommt die Ziege Destiny zurück in ihre Heimat, um ihre Mutter zu besuchen und sich vergangenen Traumata zu stellen. Eine bissige Satire, eine gelungene Mischung aus Spott, Wut und Witz – und ein großer Roman! „Glory“ stand im Sommer 2023 auf dem Weltempfänger Nr. 59, damals schrieb Jury-Mitglied Claudia Kramatschek: „Beißend komisch und tieftraurig zugleich liefert »Glory« die afrikanische Variante von »Farm der Tiere«: eine bitterböse glänzende Satire über die jüngste post- wie neokoloniale Geschichte Simbabwes, in der Tiere statt Menschen sprechen und orale Erzähltradition auf Social-Media-Neusprech trifft.“ Jan Schönherr ist Übersetzer aus dem Englischen, Französischen, Italienischen und Rumänischen. Ines Lauffer ist promovierte Literaturwissenschaftlerin und Buchhändlerin. Sonja Hartl ist freie Journalistin. NoViolet Bulawayo wurde am 12. Oktober 1981 in Tsholotsho in der Provinz Matabeleland im Westen von Simbabwe geboren. Sie ist in Bulawayo aufgewachsen und zum Studium in die USA gegangen. Dort hat sie einen Master an der Cornell University gemacht hat. Im Jahr 2013 erschien ihr erster Roman „Wir brauchen neue Namen“ (übers. von Miriam Mandelkow, Suhrkamp 2014), der als erster Roman einer Schwarzen Autorin vom afrikanischen Kontinent auf der Shortlist des Man Booker Prize stand. Auch „Glory“ stand 2022 auf der Shortlist für den Man Booker Award. NoViolet Bulawayo: Glory. Übersetzt von Jan Schönherr. Suhrkamp 2023. 460 Seiten. 25 Euro. Seit 2008 erscheint die Weltempfänger-Bestenliste auf Anregung des Autors, Übersetzers und Herausgebers Ilija Trojanow und gibt Orientierung über übersetzte Literaturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt. Litprom gibt die Bestenliste viermal jährlich heraus. Eine ehrenamtliche Jury aus acht Literaturkritikerinnen und Journalistinnen wählt stets sieben Titel aus. Die Weltempfänger-Bestenlisten sind auch auf der Webseite von Litprom zu finden. Litprom wurde 1980 als „Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.“ gegründet und will den Dialog über und mit Literaturen des Globalen Südens im deutschsprachigen Raum anregen und fördern. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite. Für Kommentare, Feedback, Fragen erreicht Ihr uns unter litprom@buchmesse.de. Zum Instagram von Litprom Der Podcast wird gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds.
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Literatur von den Philippinen - "Last Call Manila" von Jose Dalisay

Ein Gespräch mit Niko Fröba und Katharina Borchardt „Last Call Manila“ changiert zwischen Kriminalroman und Sozialstudie, ist sehr witzig und steckt voller präziser gezeichneter Figuren und Lebensläufe. Eine Leiche wird von Saudi-Arabien zum Flughafen in Manila geschickt: Angeblich steckt in dem Sarg Aurora Cabahug. Aber Polizist Walter G. Zamore weiß, dass kann nicht sein. Er hat Aurora nämlich erst vor kurzem quicklebendig in einem Nachtclub singen hören. Tatsächlich handelt es sich bei der Leiche um Auroras Schwester Soledad. Also machen sich Aurora und Walter auf den Weg nach Manila, um den Sarg abzuholen – und fragen sich, wie Soledad eigentlich gestorben ist. Jose Dalisay wurde 1954 auf den Philippinen geboren und hat als Journalist gearbeitet, Drehbücher, Kurzgeschichten, Gedichte und eben Romane geschrieben und wurde für sein Werk vielfach ausgezeichnet. Er hat Englische Literatur und kreatives Schreiben gelehrt. Jose Dalisay: Last Call Manila. Aus dem Englischen von Niko Fröba. Transit Verlag 2023. 224 Seiten. 22 Euro. Niko Fröba ist Journalist und Übersetzer. Katharina Borchardt ist Redakteurin bei SWR2. Sonja Hartl ist freie Journalistin. Seit 2008 erscheint die Weltempfänger-Bestenliste auf Anregung des Autors, Übersetzers und Herausgebers Ilija Trojanow und gibt Orientierung über übersetzte Literaturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt. Litprom gibt die Bestenliste viermal jährlich heraus. Eine ehrenamtliche Jury aus acht Literaturkritikerinnen und Journalistinnen wählt stets sieben Titel aus. Die Weltempfänger-Bestenlisten sind auch auf der Webseite von Litprom zu finden. Litprom wurde 1980 als „Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.“ gegründet und will den Dialog über und mit Literaturen des Globalen Südens im deutschsprachigen Raum anregen und fördern. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite. Für Kommentare, Feedback, Fragen erreicht Ihr uns unter litprom@buchmesse.de. Zum Instagram von Litprom Der Podcast wird gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds.
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4 Bücher, 4 Jury-Mitglieder – Aufzeichnung vom Weltempfänger-Quartett im November 2023

Timo Berger, Anita Djafari, Claudia Kramatschek und Sonja Hartl diskutieren vier Romane des 60. Weltempfänger In diesem Jahr bestand das Quartett aus: Timo Berger, Übersetzer aus dem Spanischen und Portugiesischen, Literaturveranstalter Anita Djafari, ehemalige Geschäftsleiterin von Litprom und ehemaliges Jury-Mitglied beim Weltempfänger Claudia Kramatschek, Moderatorin und freie Literaturkritikerin mit Schwerpunkt auf den Literaturen des indischen Subkontinents und der arabischen Welt. Sonja Hartl, freie Journalistin. Und die Titel sind: Feurat Alani: Der Geschmack von Aprikoseneis. Übersetzt von Annette von der Weppen. Karl Rauch Verlag 2023. C.A. Davids: Hoffnung und Revolution. Übersetzt von Susann Urban. AfrikaWunderhorn 2023. Leonardo Tonus: Aufzeichnungen von hoher See. Übersetzt von Lilli Hannah-Hoepner. Hagebutte Verlag 2023. Yuko Tshushima: Räume des Lichts. Übersetzt von Nora Bierich. Atrium Verlag 2023. Seit 2008 erscheint die Weltempfänger-Bestenliste auf Anregung des Autors, Übersetzers und Herausgebers Ilija Trojanow und gibt Orientierung über übersetzte Literaturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt. Litprom gibt die Bestenliste viermal jährlich heraus. Eine ehrenamtliche Jury aus acht Literaturkritikerinnen und Journalistinnen wählt stets sieben Titel aus. Die Weltempfänger-Bestenlisten sind auch auf der Webseite von Litprom zu finden. Litprom wurde 1980 als „Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.“ gegründet und will den Dialog über und mit Literaturen des Globalen Südens im deutschsprachigen Raum anregen und fördern. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite. Für Kommentare, Feedback, Fragen erreicht Ihr uns unter litprom@buchmesse.de. Zum Instagram von Litprom Diese Folge des Podcast wird gefördert vom Kulturamt Frankfurt.
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Japan, Kannibalismus und fremde Welten - Mit Sayaka Murata auf der Frankfurter Buchmesse

Ein Gespräch mit Katharina Borchardt, Ursula Gräfe und Sayaka Murata Mit ihrem Roman „Die Ladenhüterin“ hatte Sayaka Murata nicht nur in Japan, sondern weltweit großen Erfolg. Begeistert aufgenommen wurde auch ihr zweiter Roman „Das Seidenraupenzimmer“ und die Erzählsammlung „Zeremonie des Lebens“. Murata erzählt von Menschen, die sich fremd fühlen, von den Schwierigkeiten, Nähe zuzulassen, von Missbrauch und Freundschaft. Sie entwickelt eigene Welten, in denen aus den Fingernägeln Verstorbener Kronleuchter entstehen – und Zärtlichkeit für einen Fenstervorhang empfunden wird. Sayaka Murata wurde 1979 in der Präfektur Chiba in Japan geboren und wurde für ihre Arbeit vielfach ausgezeichnet. In der deutschen Übersetzung von Ursula Gräfe sind bisher erschienen: Die Ladenhüterin; 2018, Aufbau Verlag Das Seidenraupenzimmer, 2020, Aufbau-Verlag Zeremonie des Lebens, 2022, Aufbau Verlag Katharina Borchardt ist Redakteurin bei SWR2 und Expertin für Literatur aus Ostasien. Ursula Gräfe ist Übersetzerin aus dem Japanischen und Englischen. Masako Tsuno ist Konferenzdolmetscherin und Übersetzerin für Japanisch, Deutsch und Englisch. Sonja Hartl ist freie Journalistin. Seit 2008 erscheint die Weltempfänger-Bestenliste auf Anregung des Autors, Übersetzers und Herausgebers Ilija Trojanow und gibt Orientierung über übersetzte Literaturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt. Litprom gibt die Bestenliste viermal jährlich heraus. Eine ehrenamtliche Jury aus acht Literaturkritikerinnen und Journalistinnen wählt stets sieben Titel aus. Die Weltempfänger-Bestenlisten sind auch auf der Webseite von Litprom zu finden. Litprom wurde 1980 als „Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.“ gegründet und will den Dialog über und mit Literaturen des Globalen Südens im deutschsprachigen Raum anregen und fördern. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite. Für Kommentare, Feedback, Fragen erreicht Ihr uns unter litprom@buchmesse.de. Zum Instagram von Litprom Der Podcast wird gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds.
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Brasilien und Femizide

Über "Gestapelte Frauen" von Patrícia Melo „Gestapelte Frauen“ erzählt von einer namenlosen Anwältin, die in die Acre-Region im Westen Brasiliens reist, um dort als Beobachterin von Gerichtsverhandlungen zu Gewalt gegen Frauen und Femiziden teilzunehmen. Auch sie hat eine Gewaltgeschichte: ihre Mutter wurde von ihrem Vater ermordet – und kurz vor ihrer Abreise wurde sie von ihrem Freund geohrfeigt. Während sie nun die Verhandlung zu einem brutalen Frauenmord teilnimmt, muss sie immer an ihre eigene Vergangenheit denken und gerät in der Gegenwart in Gefahr. Patrícia Melo wurde 1962 in São Paolo geboren und ist Schriftstellerin und Drehbuchautorin. Sie lebt in Lugano und wurde 2013 mit dem Liberaturpreis ausgezeichnet. „Gestapelte Frauen“ stand im Frühjahr 2021 auf dem Platz 5 des Weltempfängers, der damalige Juror Ulrich Noller schrieb dazu: „Eine Recherche mit den Mitteln der Kriminalliteratur – bestechend und bestürzend.“ Barbara Mesquita ist Literaturübersetzerin und Konferenzdolmetscherin für Portugiesisch und Spanisch. Außerdem hat sie mehrere Anthologien herausgegeben, darunter: „Angola entdecken“ (2015) und „Die Inseln der Musik in der Mitte der Welt“ (2022) über die Kapverden. Beide sind beim Arachne Verlag erschienen. Anita Djafari ist die ehemalige Geschäftsleiterin von Litprom und war bis März 2023 Mitglied der Jury des Weltempfängers. Patrícia Melo: Gestapelte Frauen. Aus dem Portugiesischen von Barbara Mesquita. Unionsverlag 2021. 256 Seiten. 22 Euro. Seit 2008 erscheint die Weltempfänger-Bestenliste auf Anregung des Autors, Übersetzers und Herausgebers Ilija Trojanow und gibt Orientierung über übersetzte Literaturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt. Litprom gibt die Bestenliste viermal jährlich heraus. Eine ehrenamtliche Jury aus acht Literaturkritikerinnen und Journalistinnen wählt stets sieben Titel aus. Die Weltempfänger-Bestenlisten sind auch auf der Webseite von Litprom zu finden. Litprom wurde 1980 als „Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.“ gegründet und will den Dialog über und mit Literaturen des Globalen Südens im deutschsprachigen Raum anregen und fördern. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite. Für Kommentare, Feedback, Fragen erreicht Ihr uns unter litprom@buchmesse.de. Zum Instagram von Litprom Der Podcast wird gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds im Rahmen des Programms NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
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