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ManyPod - der Podcast für die Gesellschaft der Vielen

Von und mit Massimo Perinelli.

The Umvolkung is finally here! Der ManyPod ist ein Gesprächs-Podcast, der euch die Kämpfe der Migration um die Ohren hauen möchte. Wir unterhalten uns mit Freund*innen und Genoss*innen aus der Bewegung, der Wissenschaft, Kultur und Politik darüber, wie wir die Verhältnisse zum Tanzen bringen können.

ManyPod - der Podcast für die Gesellschaft der Vielen

Von und mit Massimo Perinelli.

The Umvolkung is finally here! Der ManyPod ist ein Gesprächs-Podcast, der euch die Kämpfe der Migration um die Ohren hauen möchte. Wir unterhalten uns mit Freund*innen und Genoss*innen aus der Bewegung, der Wissenschaft, Kultur und Politik darüber, wie wir die Verhältnisse zum Tanzen bringen können.

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Elif Eralp – (Post-)migrantische Perspektiven auf den linken Wahlkampf

Episode in ManyPod
In Berlin wird im September gewählt und mit Elif Eralp tritt eine Kandidatin um das Amt der ersten Regierenden Bürgermeisterin an, die seit Jahren für eine gerechte Stadt kämpft. Besonders in Berlin erhielten die Themen Wohnen, Mieten und die Vertreibung und Verarmung sozial schwächerer Menschen große Aufmerksamkeit. Von Migration hingegen ist bei den Linken wenig zu hören. Wie ein positives Narrativ zur Migrationsgesellschaft entwickelt werden kann, darüber spricht der ManyPod mit der Berliner Abgeordneten Elif Eralp. Zur Person: Elif Eralp ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke in Berlin und deren Spitzenkandidatin für die kommende Wahl um das Berliner Abgeordnetenhaus. Damit tritt sie auch an im Kampf um das Amt der ersten Regierenden Bürgermeisterin von Berlin. Sie ist Juristin, Gewerkschafterin und seit vielen Jahren engagiert in Initiativen gegen Antisemitismus und Rassismus sowie in migrantischen Selbstorganisationen. Im Berliner Abgeordnetenhaus tritt sie vor allem dafür ein, Berlin als „Solidarity City“ voranzubringen, und für eine sozial gerechte Wohn- und Mietenpolitik. Foto: Helin Bereket Shownotes: ManyPod #11: Die Migrant*innenquote. Chancengleichheit, Integration oder Diversity Management? Dossier: 70 Jahre La Deutsche Vita Projekt: Moving Cities. Eine andere Migrationspolitik ist möglich Projekt: Solidarischer Migrationsgipfel
World and society 2 weeks
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La Deutsche Vita – 70 Jahre italienische Migration in Deutschland

Episode in ManyPod
Im Dezember 1955, vor 70 Jahren, schloss Deutschland mit Italien das erste Anwerbeabkommen zur Arbeitsmigration ab. Damit begann die Ära der Gastarbeit. Ein bedeutsames Ereignis, dennoch erinnert kaum jemand an die Geschichte der italienischen Einwanderung. Sie kommt weder im offiziellen Gedenken vor, noch in den migrantisch-situierten Erinnerungspraktiken. Warum es sich lohnt an diese Geschichte zu erinnern, darüber spricht der ManyPod mit Cristina Raffaele und Aurora Rodonò, beides ausgewiesene Kennerinnen der Migrationsforschung und beide Töchter italienischer Gastarbeiterfamilien. Cristina Raffaele ist Doktorandin an der Universität Bielefeld und promoviert zu Erfahrungen mit Sprache(n) und Sprechen in Integrationskursen. Sie arbeitet rassismuskritisch und migrationspädagogisch zu migrationsgesellschaftlicher Mehrsprachigkeit, (Erwachsenen-)Bildung und (staatlich-)institutionellen Machtverhältnissen. Seit 2021 ist sie Teil der Redaktion des Postmigrantischen Radios und publiziert u. a. in Texte nach Hanau und im narratif magazin. Aurora Rodonò, Kuratorin für Migrationsgeschichte/Stadtmuseum Berlin. Zuvor hat sie am Rautenstrauch-Joest-Museum (Köln), an der Universität zu Köln, bei der Akademie der Künste der Welt Köln und beim DOMiD – Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland gearbeitet. Fotos: Raffaele (Marie Konrad), Rodonò (Jörg Pastler) Shownotes: Online-Dossier: 70 Jahre „La Deutsche Vita“. Ein Blick auf verdrängte Auseinandersetzungen mit italienischer Migration. Ausstellung: Makkaroni Akademie: Makkaroni Settanta – Esperimento collettivo Verein: TESORO. Für die Aufarbeitung des Leids illegalisierter migrantischer Familien. Ausstellung: Projekt Migration 2005 Artikel: Massimo Perinelli: Gastronomie des Widerstands. Wie migrantische Esskulturen die BRD durcheinander brachten. Buch: Lorenzo Annese: Vita da Gastarbeiter. Von Apulien zu VW in Wolfsburg.
World and society 3 months
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01:09:32

Ibrahim Arslan. Der Brandanschlag von Mölln und die Sache mit der Solidarität

Episode in ManyPod
Am 23. November 1992 wurden im niedersächsischen Mölln zwei rassistische Brandanschläge verübt, die Mädchen Ayse Yilmaz und Yeliz Arslan sowie ihre Großmutter Bahide Arslan starben durch das Feuer. Hunderte von Solidaritätsbekundungen gingen damals bei der Stadt Mölln ein. Statt sie den Familien auszuhändigen, wurden die Briefe 30 Jahre im Stadtarchiv gelagert. Der Film „Die Möllner Briefe“ thematisiert diesen Skandal vorenthaltener Solidarität und den Umgang der Familie damit. Darüber spricht der ManyPod mit Ibrahim Arslan, der den Anschlag als 7-jähriger überlebte und seit 20 Jahren um ein würdiges Gedenken und ein antifaschistisches Erinnern kämpft. Weiterführende Links: Instagram: Reclaim & Remember Realfiction: Die Möllner Briefe (Martina Priessner 2025) Artikel: Reclaim and Remember: Die NSU-Tribunale als solidarische Gerechtigkeitspraxis Website: Möllner Rede im Exil Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.
World and society 6 months
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01:06:03

Solidarity will win, Welcome United und der lange Sommer der Migration

Episode in ManyPod
Vor 10 Jahren erkämpften sich eine Million Menschen einen Korridor quer durch Europa auf der Flucht vor den Kriegen in der arabischen Welt und lösten hierzulande dadurch eine beispiellose Solidarität aus. Diese Geschichte vor 10 Jahren, aus dem sogenannten Sommer der Migration, erscheinen heute wie aus einer anderen Welt. Aber trotz faschistischer Formierung in den Straßen und den Parlamenten geht der Kampf der Geflüchteten und die Solidarität weiter. Darüber spricht der ManyPod mit Hassan Nugud von We’ll Come United und mit der Aktivistin und Grafikerin Tanja van de Loo aus Hamburg. Hassan Nugud kommt aus dem Sudan und lebt seit 2015 in Deutschland. Er arbeitet als Sozialarbeiter und Projektkoordinator in der unabhängigen Beratung für Geflüchtete mit Behinderungen und/oder chronischer Erkrankung. Er ist aktiv im Netzwerk We’ll Come United, im Sudan Club e.V., im Vorstand von Handwerker für Darfur und bei Sudan Uprising Germany. Tanja van de Loo arbeitet in Hamburg im internationalen Bildungszentrum Dock Europe in der Fux-Kaserne. Sie gestaltet als Grafikerin und Aktivistin seit den 1990er Jahren Plakate, Kampagnen und Selbstorganisierungsprozesse. In Folge des «Summer of Migration» organisierte sie u.a. 2016 die International Refugee Conference «The Struggle of Refugees - How to go on» auf Kampnagel in Hamburg mit, beteiligte sich intensiv im Netzwerk Welcome United mit den Paraden 2017/18/19 und dann ab 2020 in der Initiative 19. Februar Hanau. Weiterführende Links: Karawane, Aktionstag, Parade We’ll Come United, 2025, Thüringen und Berlin Konferenz The Struggles of Refugees, 2016, Kampnagel Hamburg Konferenz Welcome2Stay, 2016, Leipzig Abschlusserklärung des Solidarischen Migrationsgipfel, 2025, Berlin Organisation No Lager Osnabrück Organisation Lampedusa in Hamburg Netzwerk Alarmphone – Hotline for Boatpeople in Distress Internationales Netzwerk Solidarity City Organisation Initiative 19. Februar Hanau Fotoarchiv Welcome United Parade, 2018, Hamburg Bildarchiv Parade Power Block der #unteilbar Demonstration, 2019, Dresden
World and society 6 months
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01:12:02

Spaltung vs. Demokratie

Episode in ManyPod
Zunehmend extremer bestimmt ein entfesselter Rassismus den hiesigen medialen Diskurs und die politischen Debatten. Oder bestimmt der mediale Diskurs den hiesigen Rassismus? Im ManyPod spricht Gilda Sahebi über Rassismus, Herrschaftsstrategien, die autoritäre Wende und was wir dem entgegensetzen können. Gilda Sahebi ist Politikwissenschaftlerin, Ärztin und Autorin und arbeitet als freie Journalistin für viele Printmedien wie etwa «taz» oder «Spiegel». Sie ist außerdem häufiger Gast in Talkshows, Podcasts und spricht auf zahlreichen Bühnen. Über hunderttausend Menschen folgen ihren Social-Media-Kanälen, auf denen sie tagtäglich das politische Geschehen in Deutschland, aber auch international kommentiert. Ihre neueste Publikation trägt den Titel «Wie wir uns Rassismus beibringen? Eine Analyse deutscher Debatten» und ist 2024 im S. Fischer Verlag erschienen.
World and society 11 months
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Grenzregime und Demokratie. GEAS und das Europa der Lager

Episode in ManyPod
In dieser Folge geht es um das Europäische Asylsystem GEAS, das 2026 in Kraft tritt. Wie verletzt diese neue Dimension der Europäischen Grenzschließung grundsätzliche Menschenrechte? Was bedeutet es für eine Demokratie, wenn sie die Grundrechte an ihren Grenzen aussetzt – wie wirkt das nach innen? Und wie können Grenzen demokratischer gestalten werden für eine offene und solidarische Gesellschaft? Zusammen mit Franziska Albrecht spricht der ManyPod mit den vier ExpertInnen Maura Magni, Emily Barnickel, Lea Reisner und Frank Wolff. Maura Magni, Politikwissenschaftlerin, Rechtsberatung für Geflüchtete beim UNHCR, Campaignerin gegen Rassismus bei Campact. Aktuell Leitung im Projekt Moving Cities. Aktivistisch in der Refugee Solidarity Bewegung und bei Seebrücke. Emily Barnickel, gelernte Sozialarbeiterin, Flüchtlingsrat Berlin in der Härtefallberatung, politische Lobbyarbeit zum Thema Abschiebungen, soziale Rechte / Diskriminierung durch das AsylbLG und Unterbringung, insbesondere zum Flüchtlingslager Tegel. Engagiert im Bündnis «Bezahlkarte stoppen!». Frank Wolff, Historiker, Privatdozent der Universität Osnabrück, Mitarbeiter der Willy Brandt Stiftung. Publikation «Hinter Mauern - Geschlossene Grenzen als Gefahr für die offene Gesellschaft» (mit Volker Heins) zum Zusammenhang äußerer Grenzabschottung und Abbau demokratischer Strukturen im Inneren. Lea Reisner war Kandidatin für die Partei Die Linke im Europawahlkampf. Sie bezeichnet sich als Krankenpflegerin mit Armutserfahrung, Feministin und Antifaschistin, Engagiert in der Geflüchtetensolidarität, 2017 in der Seenotrettung auf dem Mittelmeer, aktivistisch bei «Jugend rettet», Sea Watch und Seebrücke. Shownotes: Frank Wolff, Volker Heins: Hinter Mauern. Geschlossene Grenzen als Gefahr für die offene Gesellschaft. Suhrkamp 2023. Frank Wolff: Die Mauergesellschaft. Kalter Krieg, Menschenrechte und die deutsch-deutsche Migration 1961-1989. Suhrkamp 2019. Initiative Bezahlkarte stoppen! Links zu Flucht/Migration in der Rosa-Luxemburg-Stiftung: The Militarization of EU Borders Atlas der Migration / Sammlung zum Atlas der Migration Die GEAS-Reform und das Abschottungslabor Griechenland Migration bei LINX Dossier Gesellschaft der Vielen Massimo Perinelli: Messer, Merz und Migration Rebecca Gotthilf: Perspektivwechsel jetzt! RE:BORDERS Eine Anklage Border Forensics / Grenzfalle Nafor Melilla / Fire in Moria Projekt Moving Cities Video: Der Umzug: Wie die Klimakatastrophe zu Fluchtbewegungen führt Young Migrants Blog
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01:19:27

Ist die Linke noch zu retten?

Episode in ManyPod
ManyPod #23: Debatten um Migration und linke Politik In dieser Folge geht es um das Verhältnis der Linken zur Frage der Migration. Denn die Partei scheint sich auch nach dem Weggang von Sahra Wagenknecht und ihrer Ressentiment-geladenen Rhetorik schwer zu tun mit dem Thema. Viele migrantische oder postmigrantische Akteure und Initiativen scheinen enttäuscht, gleichzeitig äußern sie aber auch Erwartungen und knüpfen Hoffnung an die Erneuerung der Partei. Der ManyPod fragt deshalb die Bundestagsabgeordnete der Linken Clara Bünger und die Migrationsforscherin Manuela Bojadžijev: «Ist die Linke noch zu retten? Und wie können Postmigrantische Strategien für eine linke Politik auf der Höhe der Zeit aussehen?» Es geht also um die komplizierte Beziehung zwischen Linker Politik und migrantischen Perspektive, Interventionen und Realitäten. Manuela Bojadžijev ist Professorin für Migration am Institut für Europäische Ethnologie an der HU Berlin. Sie ist Mitinitiatorin des Projekts «Transforming Solidarities», in deren Rahmen die «Berliner Erklärung zur Verteidigung der Migrationsgesellschaft» entstanden ist. Clara Bünger ist Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke. Sie ist Volljuristin, arbeitete in einer internationalen Menschenrechtskanzlei und leistete Rechtsberatung für die Refugee Law Clinic. Weiterführende Links: Clara Bünger auf Instagram Berliner Erklärung – In Verteidigung der Migrationsgesellschaft Transforming Solidarity Lesehinweise: Massimo Perinelli: Messer, Merz und Migration Volker M. Heins, Frank Wolff: Hinter Mauern. Geschlossene Grenzen als Gefahr für die offene Gesellschaft. Berlin 2023. Gespräch mit Clara Bünger und Bernd Kasparek: Die GEAS-Reform als Kipppunkt? Abschottung und autoritäre Wende im neuen «Asylkompromiss». In Luxemburg, Oktober 2023. [Anmerkung der Redaktion: Bei Minute 52:38 sagt Manuela Bojadzijev, dass in die Türkei seit drei Jahren niemand abgeschoben wird. Mit dieser Aussage bezieht sie sich nur auf Geflüchtete ohne türkische Staatsbürgerschaft, die über die Türkei als «sicheren Drittstaat» eingereist sind.] Dossier Gesellschaft der Vielen Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.
World and society 1 year
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01:18:01

Roma* Power – 500 Jahre Widerstand gegen Antiziganismus

Episode in ManyPod
ManyPod #22 Seit jeher kämpft die größte Minderheit Europas, die Romnja und Sintizze, auf unterschiedliche Weise gegen Antiziganismus, menschenverachtende Stigmatisierung und extreme Entrechtung und für Erinnerung, Aufarbeitung und Gerechtigkeit. Kurz vor dem Internationalen Tag der Roma am 8. April diskutiert der ManyPod mit Romeo Franz, Kenan Emini, Milena Ademovic und Hamze Bytyci über die Geschichte der Sintizze und Romnja in Deutschland, ihre Kämpfe gegen Abschiebung und Diskriminierung und ihre vielfältigen kulturellen und politischen Interventionen. Mit Musik von Romeo Franz und feinsten Romani-Pride-Hip-Hop der Formation von Kastro Microphone Master, Romaniuss Pryme und GIP5Y. Romeo Franz ist „preußischer Sinto“, Abgeordneter im Europäischen Parlament und dortiger stellvertretender Vorsitzender des EU-Ausschusses für Kultur und Bildung. Seit 1985 arbeitet er auch als Musiker und gründete 1991 das Romeo Franz Ensemble, welches zu den bekanntesten Vertretern der Musik der deutschen Sinti gehört. Kenan Emini ist Vorsitzender des Roma Center e.V., Gründer und Leiter des Roma-Antidiscrimination Networks und Mitbegründer und stellvertretender Vorsitzender des Bundes Roma Verbandes, dem Dachverband der migrantischen Roma in Deutschland. Er produzierte den Dokumentarfilm "The Awakening" über die Situation abgeschobener junger Roma in verschiedenen Ländern. Milena Ademovic ist eine Romnia aus Serbien und arbeitet als Sozialberaterin im EHAP-Projekt Kulturen im Kiez, sowie Mitglied bei RomaTrial e.V. und ist aktiv bei BARE, dem Berliner Bündnis gegen Antiziganismus und für Roma Empowerment. Sie engagiert sich außerdem bei Kafana Lab im Grünen Salon der Berliner Volksbühne. Hamze Bytyci ist Schauspieler, Theater- und Medienpädagoge, Organisator des internationalen Roma-Filmfestivals Ake Dikhea und Vorsitzender von RomaTrial e.V. Er ist ebenfalls Teil des Kafana Lab im Grünen Salon der Berliner Volksbühne. Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter. **Weiterführende Links: ** Vereine und Verbände: Roma Trial BARE Berlin Bündnis gegen Antiziganismus und für Roma*-Empowerment Kampagne “alle bleiben!” Kafana Lab Wir sind hier! Amaro Foro e.V. RomaniPhen e.V. Kulturen im Kiez Bundesvereinigung der Sinti und Roma Beratungsstelle Roma aus Ukraine Filme: Der lange Weg der Sinti & Roma Trapped by Law; weitere Informationen zu dem Film findet ihr hier The Awakening Podcasts: Widerstand und Widerrede zum 50. Internationale Tag der Rom*nja Antiziganismus, Gadje-Rassismus oder schlicht Rassismus? mit Romeo Franz Lesetipps: Alexandra Senfft, Romeo Franz: Großonkel Pauls Geigenbogen. Die Familiengeschichte eines preußischen Sinto, 2024 Hamze Bytyci und Janko Lauenberger: Ein paar Sinti sind geladen, noch mehr Roma sind gekommen, in: Erinnern stören Isidora Randjelovic: Ein Blick über die Ränder der Begriffsverhandlungen um „Antiziganismus“
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«Wenn der Damm bricht» - 50 Jahre wilde Streiks

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Manypod #21 Anfang der 1970er Jahre erschütterten hunderte wilder Streiks die bundesdeutsche Industrie. Vor allem die sog. Gastarbeiter kämpften entschieden für besser Arbeitsbedingungen, aber darüber hinaus auch für ein Ende ihrer umfassenden Diskriminierung. Wir hören außerdem das 15minütige Hörspiel von Mesut Bayraktar «Wenn der Damm bricht» und diskutieren mit dem Autor über den Ford-Streik von August 1973 und warum dieser, trotz seiner Niederlage, heute eine stolze Erzählung von Solidarität und Selbstbewusstsein migrantischer Eltern und Großeltern darstellt. Im Anschluss sprechen wir mit Florian Weis über die Transformation der Gewerkschaften, und warum heutige Kämpfe den historischen Blick auf gelingende und misslingende Solidaritäten brauchen. Mesut Bayraktar ist Autor der Romane «Briefe aus Istanbul» (2018), «Wunsch der Verwüstlichen» (2021) und «Aydin – Erinnerungen an ein verweigertes Leben» (2021) sowie eines Sachbuchs zu G.W.F. Hegel «Der Pöbel und die Freiheit» (2021) als auch des Dramas «Die Belagerten» (2018). Im November 2021 wurde sein Theaterstück «Gastarbeiter-Monologe» erstaufgeführt. Florian Weis ist Historiker und seit 1999 Mitarbeiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin. Er leitet die RLS-Gesprächskreise «Klassen und Sozialstruktur» und «Antisemitismus/jüdisch-linke Geschichte und Gegenwart». Weiterführende Links: Hörspiel: Wenn der Damm bricht. 50 Jahre Streik bei Ford in Köln (Stimme: Michael Weber, Text und Regie: Mesut Bayraktar) Mesut Bayraktar: Der Ford-Streik stand für Klasseneinheit. Videointerview mit Irina Vavitsa: Der Streik bei Hella 1973 Gastarbeitermonologe Streik-Revue 73/93/23. Wilder Streik! Hungerstreik! Megastreik! Über getrenntes Erinnern und gemeinsame Erfahrungen Dokumentation zur Tagung «Gelingende und misslingende Solidarisierungen – 50 Jahre spontane Streiks» Gelingende und misslingende Solidarisierungen. Spontane Streiks in Westdeutschland um 1973 Film:Pierburg: Ihr Kampf ist unser Kampf, (1974) Sammlung Materialien: Spontane Streiks und migrantische Arbeitskämpfe Nihat Öztürk: Migrantische Kämpfe um Anerkennung und die Rolle der Gewerkschaften Evrim Efsun Kızılay: Migrantische Organisierung und die Rolle der Gewerkschaften Bild: picture alliance/Klaus Rose: Streik bei den Ford-Werken, Köln 1973
World and society 2 years
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01:13:05

Sprachnachrichten übers Schlonsken

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Manypod #20: Zugehörigkeit und Erinnerungskultur polnisch-deutscher Migrationsgeschichte In dieser Folge ist das Kollektiv Grupa Mauczka zu Gast im ManyPod. Mit ihnen diskutieren wir über polnisch-deutsch-oberschlesische Migrationsgeschichte, über flüssig gesprochenes Wasserpolnisch und über die politisch-künstlerische Praxis des Schlonsken gegen jegliche Vereindeutigung von Zugehörigkeiten. Grupa Mauczka präsentiert außerdem ihre 15minütige Sound-Arbeit «Sprachnachrichten übers Schlonsken», die nationalistisch gedachte Grenzen ins Wanken bringt. Ein queeres Plädoyer für Missverständnisse als Gleitmittel post-ost-migrantischer Intervention für ein Scheitern zugeschriebener Identitäten. Mit Julia Nitschke, Natalie Pielok und Tubi Malcharzik. Links der Grupa Mauczka: Website: https://grupamauczka.com/ Julia Nitschke Insta: @juliaa_kostka www.julianitschke.space Natalie Pielok Insta: @hader.lock Tubi Malcharzik Insta: @t_mlchrzk Weiterführende Community-Links, Texte und Podcasts: Geschichten vom Ankommen. Junge postsowjetische Stimmen im Gespräch PostOstPride - Fabio Wasilewski Fabio Wasilewski, Tom Fixemer: Antislawismus, Postost und Queerness (Sozialmagazin 5-6.2022) Insta: @postostpride.podcast ost.GAYze - Kai Hermann Insta: @ost.gayze Lisa Jarzynski: Zur Konstruktion der sexualisierten Figur "osteuropäische Frau" Liesa zu #Antislawismus und #Sexismus: Die osteuropäische Frau in der Popkultur (ostklick) Insta: @liesa.late Śląsk Przegięty Insta: @slaskprzegiety
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#1: « … dass Menschen sich mehr mit den Perspektiven aus Post Ost befassen»

Episode in ManyPod
Geschichten vom Ankommen: Postsowjetische Stimmen im Gespräch 2022 flüchteten viele Menschen aus der Ukraine nach Deutschland und trafen hier auf unterschiedliche Communities aus dem postsowjetischen Raum, die das Ankommen erleichterten. Russisch und Ukrainisch gehören zu den aktiven Sprachen in den Familien, die in den 1990er Jahren oder später als «Russlanddeutsche» oder «jüdische Kontingentflüchtlinge» einwanderten, viele andere kamen als Studentinnen oder Arbeitsmigrantinnen und blieben oft. Zum Arbeiten, Studieren, Leben gingen auch viele Menschen aus der ganzen Welt in die Ukraine und mussten nach dem russischen Überfall ebenso fliehen. Sehr unterschiedliche Erfahrungen, Erlebnisse und Erzählungen kommen neu in Deutschland an und treten mit den älteren Geschichten der Einwanderung ab den 1990er Jahren in den Austausch. Welche Geschichten erzählen die ankommenden Menschen und was erzählen diejenigen, die seit Längerem hier sind? Oder diejenigen, deren Eltern und Großeltern gekommen sind, und die, die als Kinder mitgenommen wurden? Verbinden sich die Geschichten oder führen sie in verschiedene Richtungen? Wer möchte diese Geschichten hören und mit ihnen in Berührung kommen? «Geschichten vom Ankommen» fordert junge Menschen in Berlin und anderswo auf, ihre Geschichten vom Ankommen in Deutschland zu erinnern, sie zu erzählen, nach ihnen zu fragen, sie aufzuzeichnen – und sie mit anderen zu teilen. Manypod passes the Mic: Geschichten vom Ankommen ist ein Kooperationsprojekt der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit der Amadeu-Antonio-Stiftung. In losen Folgen veröffentlichen wir auf unserem Kanal neue «Geschichten vom Ankommen». Folge 1: Sofia spricht mit Mascha, die 1995 mit drei Jahren aus Kasachstan mit ihrer Familie nach Nordrhein-Westfalen kam. Es geht um die selbstbestimmte, offene Bezeichnung «Post Ost», um das Verteilungsgesetz, das die Familie nach Ostberlin verschlug, und um das Aufwachsen unter stereotypen Zuschreibungen. Heute freut Mascha sich, dass ihr mit der Verbindung mehrerer Sprachen und Alltagskulturen viele Wege offenstehen. Alle Infos zu «Geschichten vom Ankommen» Ihr wollt eure eigene Geschichte erzählen? Dann meldet euch bei der Amadeu-Antonio-Stiftung: praxisstelle@amadeu-antonio-stiftung.de
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Zerrissene Familien – Erinnerungspolitik und Widerstand der Schweizer «Secondos»

Episode in ManyPod
ManyPod #19 Staatliche Migrationspolitiken zielen oft auf die Schwächung familiärer Bindungen von Arbeitsmigrant*innen. Familiengründungen werden erschwert, teilweise unmöglich gemacht und bestehende Familien oftmals zerstört. Die Geschichte staatlicher Biopolitik destabilisiert systematisch migrantisches Leben, um es auf diese Weise stärker unterwerfen und ausbeuten zu können. In der Schweiz organisiert sich die Zweite Generation der damaligen Gastarbeiter*innen vor allem aus Italien, die sog. Secondos, und arbeitet diese traumatische Geschichte struktureller Gewalt auf. Der ManyPod spricht mit Paola De Martin von TESORO, dem Verein für die Aufarbeitung des Leids illegalisierter migrantischer Familien in der Schweiz. Paola De Martin ist italo-schweizerische Pädagogin, Designerin und Historikerin. Sie ist Co-Leiterin der ethnografisch-künstlerischen Arbeitsgemeinschaft Schwarzenbach-Komplex für eine multidirektionale, lebendige Erinnerung an Rassismus und Widerstand in der Schweiz. Im Rahmen des postmigrantischen Institut Neue Schweiz INES engagiert sie sich für die Aufarbeitung des Leids illegalisierter Saisonnierfamilien und ist Präsidentin des Vereins TESORO, der sich dieser Aufarbeitung widmet. Weiterführende Links: Websites: TESORO (Verein für die Aufarbeitung des Leids illegalisierter migrantischer Familien mit Saisonnier- und Jahresaufenthalterstatut). Schwarzenbach Komplex (Ein kollektives Langzeitprojekt zu vielstimmiger Erinnerungspolitik) INES (Institut neue Schweiz). Texte: Manuela Bojadzijev: Zwölf Quadratmeter Deutschland. Staatliche Maßnahmen und das Konzept der Autonomie. Dorota Masiakowska-Osses: „Kofferkinder“ und ihre Geschichten. BpB-Dossier: Kinder- und Jugendmigration. Podcasts: SRF: Saisonnierstatut: „Das war ein Attentat auf die Familien“ mit Paola De Martin. BR: "Welcher Art die Wärme ist" – Hörspiel-Collage über Migrationsgeschichten der Schweiz. Charly Kowalczyk: 'Halts Maul, du lügst' - Verdingkinder in der Schweiz. Filmreihe: bi’bak: Zurückgelassen, entwurzelt, versteckt.
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Böllern gegen den Staat?

Episode in ManyPod
ManyPod #18 Die entgrenzten Debatten, die sich nach der Silvesternacht entsponnen haben, sind bis heute nicht abgerissen. Viele Stimmen aus Politik und Medien überschlagen sich darin, rassistische Stereotype über migrantische Jugendliche, vor allem aus dem Berliner Bezirk Neukölln, zu verbreiten. Was aber ist der Grund für diese beispiellose mediale politische Hetze gegen die migrantische Bevölkerung in Berlin und in ganz Deutschland? Und was kann einer Berichterstattung entgegengesetzt werden, die postfaktisch, selektiv und ahistorisch argumentiert? Diese Fragen diskutiert Massimo Perinelli vom ManyPod mit der politischen Bildnerin, meinungsstarken Journalistin und kommunistischen Influencerin Simin Jawabreh. Simin Jawabreh ist 25 Jahre alt. Sie absolviert an der FU Berlin ihren Master in Politikwissenschaft und arbeitet als studentische Hilfskraft an der Humboldt-Universität im Bereich Politischer Theorie und in der politischen Bildungsarbeit zu Dekolonialismus, Marxismus und Sicherheit. Sie ist als Kommunistin in diversen antirassistischen Bewegungen aktiv und schreibt auch journalistisch. Auf Instagram @siminjawa bezeichnet sie sich ironisch als „Professionelle Krawallbarbie“, doch ihre Inhalte sind meist ernst: Es geht um Kapitalismus, Kolonialismus, Polizeigewalt – und darum, wie wir all das überwinden können. Foto: Doro Zinn Weiterführende Links: Studie zu Clankriminalität von Jorinde Schulz und Niloufar Tajeri: Studie zu Clankriminalität von Mahmoud Jaraba: Podcast: Geschichte der Gegenwart: Spaltung von oben Podium: Razzien gegen „Clan-Kriminalität“ Podium: Von Neukölln bis Hanau – Shisha-Bars im Visier Podium: Ausnahmslos aufklärungsbedürftig, zur Kölner Silvesternacht 2016 Artikel: Massimo Perinelli: Post Colonia – Feminismus, Antirassismus und die Krise der Flüchtlinge, zur Kölner Silvesternacht 2016 Literatur: Stuart Hall: Policing the Crisis (1978) Literatur: Daniel Loick, Vanessa E. Thompson (Hrsg.) (2022): Abolitionismus
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Gegen die Zeit! Intersektionale Perspektiven auf den globalen Zeitdiebstahl

Episode in ManyPod
ManyPod#17 Zeit läuft nicht für alle gleich. Geflüchtete und entrechtete Menschen werden mit Gewalt stillgelegt und warten darauf, dass ihr Leben endlich anfängt. Warten ist eine Herrschaftstechnik, die Ungleichheit erzeugt, unterschiedliche Geschwindigkeiten für unterschiedliche Menschen erlaubt, und eine unterschiedliche Verteilung von Hoffnung bedeutet. Die Zeit des Wartens ist entwertet, leer, und gilt als unproduktiv. Ebenso jene Zeit der unsichtbaren, weiblich konnotierten Fürsorge-Arbeit. Mit Friederike Beier und Shahram Khosravi diskutiert der ManyPod über die kapitalistische Ausbeutung, die über den globalen Diebstahl der Zeit von Migrantinnen, Frauen und anderen marginalisierten Gruppen stattfindet. Und darüber, welches transformative Potential darin liegt, wenn Menschen nicht mehr auf Dinge warten wollen, die niemals kommen werden, wenn also die falsche Hoffnung des Spätkapitalismus in revolutionären Pessimismus umschlägt, wie derzeit im Iran und an anderen Orten. Friederike Beier ist wiss. Mitarbeiterin am Zentrum für Gender und Diversity des Otto-Suhr-Instituts für Politikwissenschaften an der FU-Berlin. Sie ist politische Aktivistin in der Frauenstreikbewegung und darüber hinaus. Akademisch arbeitet sie zum materialistischen Feminismus und ist Mitherausgeberin des Sammelbands Materializing Feminism, Unrast 2020 (zusammen mit Lisa Yashodhara Haller und Lea Haneberg). Ihr aktuelles Forschungsvorhaben lautet „Teilen und Regieren. Die globale Regierung und Quantifizierung von reproduktiver Arbeit und Zeit“. Shahram Khosravi ist ehemaliger Geflüchteter aus dem Iran, früherer Taxifahrer und heute Professor für Anthropologie an der Universität Stockholm. Er ist Autor und Herausgeber von Büchern wie The ‘Illegal’ Traveler: An Auto-Ethnography of Borders, Palgrave 2010 After Deportation. Ethnographic Perspectives, Plagrave 2018; Waiting. A Project in Conversation, Transcript 2021 Weiterführende Links: Film: Von der Beraubung der Zeit (Daniel Poštrak 2014) Fuchsbau Festival Gegen die Zeit
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Unversöhnliches Erinnern: Max Czollek und Mohammed Jouni im Gespräch

Episode in ManyPod
ManyPod#16 Unser Wissen über die Geschichte rassistischer Gewalt, die Migrant:innen, Juden und Jüdinnen, Schwarze Deutsche, Roma und Sinti und alle anderen trifft, die als nicht Deutsch (genug) gelten, speist sich aus der transgenerationalen Weitergabe durch die Betroffenen dieser Gewalt. Erinnerungen bzw. ihre gewaltvollen Unterbrechungen sind grundlegend für die (fehlende) Trauer und die (Un-)Möglichkeit der Durcharbeitung kollektiv erlebter Traumata. Sich zu erinnern bedeutet auch eine gesellschaftliche Aufforderung, das Unrecht zu benennen und dafür zu sorgen, dass es sich nicht wiederholt. Erinnerungen machen daher die Konflikte sprechbar, während der Wunsch nach Versöhnung die Aufgabe gesellschaftlicher Wiedergutmachung überspringt und die Kontinuitäten von Rassismus verschleiert. Mit Max Czollek und Mohammed Jouni sprechen wir über die Bedrohung durch rechte Gewalt, über das Phantasma von Integration, über deutsches Versöhnungstheater und über migrantische und jüdische Rache. Max Czollek hat an der Freien Universität Berlin Politikwissenschaft studiert und im Fachbereich Antisemitismusforschung an der Technische Universität Berlin promoviert. Er ist Autor vieler Texte und Bücher, 2018 erschien der viel diskutierte Band «Desintegriert Euch!» sowie der Band «Gegenwartsbewältigung», Anfang 2023 wird sein neues Buch «Versöhnungstheater» erscheinen. Er arbeitet außerdem als Kurator bei der «Coalition for Pluralistic Public Discourse (CPPD)», ein Projekt der Leo Baeck Foundation zu pluralistischen Erinnerungskulturen. Mohammed Jouni ist im Vorstand des Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. (BumF) und arbeitet im Berliner Betreuungs- und Beratungszentrum für junge Flüchtlinge und Migrant*innen (BBZ). 2005 hat er die Selbstorganisation d«Jugendliche ohne Grenzen» (JoG) mitbegründet. Als Lobbygruppe junger Geflüchteter spielte sie eine zentrale Rolle für die sogenannte Altfallregelung, die 2007 verabschiedet wurde. Für sein Engagement wurde ihm im November 2021 das Bundesverdienstkreuz verliehen. Links: Podcast Erinnerungsfutur Coalition for Pluralistic Public Discourse CPPD Jugendliche ohne Grenzen Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. (BumF) Versöhnungstheater. Anmerkungen zur deutschen Erinnerungskultur Jalta. Positionen zur jüdischen Gegenwart «Uns geht es nicht um Integration», Interview mit Mohammed Jouni (https://taz.de/Anti-Abschiebeaktivist-ueber-Ehrung/!5810476/)
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Ukrainische Geflüchtete: Welcome! Teil 2

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Willkommenskultur 2.0 und anti-slawischer Rassismus Im 2. Teil der Folge Ukrainische Geflüchtete: Welcome! Willkommenskultur 2.0 und anti-slawischer Rassismus setzen wir die Gespräche des 1. Teils fort. Wir sprechen mit Expertinnen zum Thema, die außerdem alle selbst osteuropäische Migrationsbiografien besitzen. Wie kann die breite Solidarität gegenüber Menschen aus der Ukraine zum Vorbild für den Umgang mit allen Geflüchteten werden, damit nicht die Solidarität mit den einen den Preis der Entsolidarisierung mit den anderen kostet? Der ManyPod rückt dabei den anti-slawischen Rassismus, der mit dem Krieg wieder erstarkt ist, in das Blickfeld und nimmt eine empathische Haltung ein, die alle Menschen aus Osteuropa mit einschließt. Dafür haben wir uns mit der Integrationsbeauftragten Katarina Niewiedzial, der stadtpolitischen Expertin Anastasia Blinzov und der Rassismusforscherin Ana Danilina über ihre Erfahrungen mit anti-slawischem Rassismus und den Möglichkeiten einer nicht-spaltenden Solidarität unterhalten. Bild: Die Gäste der 2. Folge des Manypod#15: die stadtpolitische Expertin Anastasia Blinzov (Foto: privat), Rassismusforscherin Ana Danilina (Bild: privat) und die Beauftragte für Integration und Migration des Berliner Senats Katarina Niewiedzial
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Ukrainische Geflüchtete - Welcome! Teil 1

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Willkommenskultur 2.0 und anti-slawischer Rassismus Seit über einem Monat tobt ein immer brutalerer Krieg in der Ukraine, Millionen Menschen, vor allem Frauen und Kinder sind auf der Flucht. Im Gegensatz zu Geflüchteten aus anderen Kriegsgebieten sind für sie die Grenzen nach Europa offen. Wie schon während des Sommers der Migration 2015 engagieren sich auch heute Hunderttausende aus der Zivilgesellschaft in den Hilfsstrukturen. Im Schatten dieser Empathie werden medial jedoch viele anti-slawische Rassismen transportiert, vor allem gegenüber Russlanddeutschen. Und auch das neue positive Bild von den europäischen Ukrainerinnen ist voller Stereotype, die befürchten lassen, dass die Solidarität gegenüber den Ukrainerinnen – wie schon vor 5 Jahren gegenüber den Geflüchteten aus der Arabischen Rebellion – schnell in Ablehnung umschlagen könnte. Der ManyPod spricht in dieser Doppelfolge mit mehreren Gästen, die selbst über eine osteuropäische Migrationsbiografie verfügen, über die Willkommenskultur 2.0, anti-slawischen Rassismus und die Chancen einer tragfähigen Solidarität gegenüber allen Geflüchteten und Migrant*innen. Im ersten Teil sind das die Aktivistin Svetlana Schmidt, die Illustratorin Kristina Fahrenbruch und der Autor Dmitrji Kapitelman. Weiterführende Links: Dmitrji Kapitelman: Dmitrji Kapitelman in „Erinnern stören – Der Mauerfall aus migrantischer und jüdischer Perspektive“ Kristina Fahrenbruch, Illustrationen Medico international zur Situation an der Polnisch-Ukrainischen Grenze Fotos im Titel: Svetlana Schmidt (privat), Kristina Fahrenbruch (Foto: Catalina Koe), Dmitrji Kapitelman (Foto: Christian Werner)
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Was bringt Fluctoplasma? Widersprüche im postmigrantischen Kulturbetrieb

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ManyPod #14 In dieser Folge ist der ManyPod zu Besuch beim Fluctoplasma-Festival in Hamburg und spricht mit dem Kurator und Leiter Dan Thy Nguyen über das ehrgeizige Projekt, über 80 Künstlerinnen, Kulturschaffende, Aktivistinnen, Betroffene von rassistischer Gewalt oder antirassistische Kollektive zu versammeln, die aus einer migrantischen, nicht weißen Perspektive auf zahllosen Panels, Workshops, Konzerten, Podcasts, Filmen und anderen Formaten ihre Arbeit eingebracht haben. Wir zogen Bilanz und sprachen über antirassistisches und gerechtes Kuratieren, über die Widersprüche im postmigrantischen Kunstbetrieb, aber auch über Fallstricke von falscher Empowerment- und Identitätspolitik und der Gefahr der Schaffung einer migrantischen Anerkennungs- und Kunstelite. Dan Thy Nguyen ist freier Theaterregisseur, Schauspieler, Schriftsteller und Sänger in Hamburg. Er arbeitete an diversen Produktionen u.a. auf Kampnagel, dem Mousonturm Frankfurt, der Freien Akademie der Künste Hamburg und an der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. 2014 entwickelte und produzierte er das Theaterstück „Sonnenblumenhaus“ über das Pogrom von Rostock -Lichtenhagen. Seit 2020 leitet er mit seiner Produktionsfirma Studio Marshmallow das Hamburger Festival "fluctoplasma - 96h Kunst Diskurs Diversität". Außerdem ist er stellvertretender Vorstand der LAG Kinder- und Jugendkultur Hamburg. Links: Festivalseite: Fluctoplasma Text: Dan thy Nguyen: Eine geteilte Community. Kalter Krieg, Mauerfall und die vietnamesische Migrationsgeschichte, in: Lierke; Perinelli (Hrsg.): Erinnern stören. Der Mauerfall aus migrantischer und jüdischer Perspektive. Berlin 2020. Podcast: Das Sonnenblumenhaus. Hörspiel von Dan Thy Nguyen verarbeitet die Sicht der Überlebenden des rassistische Pogroms in Rostock-Lichtenhagen.
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10 Jahre Selbstenttarnung NSU – Kein Schlussstrich!

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ManyPod #13 In dieser Folge geht es um den 10. Jahrestag der sogenannten Selbstenttarnung der neonazistischen Terrorgruppe NSU am 4. November 2011. Obwohl das Gerichtsverfahren abgeschlossen und zahlreiche Untersuchungsausschüsse ihre Arbeit getan haben, sagen die Angehörigen der Opfer und viele solidarische Initiativen, dass der NSU bis heute nicht aufgeklärt wurde und es keine Gerechtigkeit gab. ManyPod hat die vielen Stimmen rund um die Selbstenttarnung versammelt, spricht über die Verstrickung der Behörden, die systematische Opfer-Täter-Umkehr, das gesellschaftliche Schweigen zum strukturellen Rassismus und lässt die Familienangehörigen zu Wort kommen. Linkliste mit weiterführenden Informationen: Websites: Offener Prozess Demonstration «Kein 10. Opfer!» Tribunal «NSU-Komplex auflösen» Initiative 6. April Gedenken Mölln 1992 Initiative 19. Februar Hanau NSU-Monologe Publikationen: Anklageschrift des Tribunal «NSU-Komplex auflösen» Dostluk Sineması: Von Mauerfall bis Nagelbombe. Von Mauerfall bis Nagelbombe – Der NSU-Anschlag auf die Kölner Keupstraße im Kontext der Pogrome und Anschläge der neunziger Jahre. 2014. Markus Mohr; Daniel Roth: Stärkere Strahlkraft. Wahrheit und Lüge in den polizeilichen Ermittlungen im NSU-Komplex 2000-2011. 2021. Semiya Şimşek: Schmerzliche Heimat. Deutschland und der Mord an meinem Vater. 2013. Alle Beiträge der Rosa-Luxemburg-Stiftung zum NSU finden Sie auch in unserem Dossier NSU-Komplex
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Feminist Refugee Struggle Against the Lager System (English)

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ManyPod #12: Elizabeth Ngari about the current situation and the resistance of women refugees in the camps Despite all the scandals and protests of recent years, the situation in German refugee camps is still characterized by racism, harassment, untenable living conditions and sickening hygiene, as well as the permanent fear of nighttime deportations – especially for women. With the Corona pandemic, this inhumane situation has once again become extremely aggravated. Elizabeth Ngari has been fighting the camp system for almost 20 years with the group Women in Exile. In conversation with ManyPod, she reports on the current situation and the resistance of women refugees in the camps against their disenfranchisement under the conditions of Corona. Trotz aller Skandale und Proteste der letzten Jahre ist die Situation in deutschen Flüchtlingslagern nach wie vor geprägt von Rassismus, Schikanen, unhaltbaren Lebensbedingungen und krankmachender Hygiene sowie der ständigen Angst vor nächtlichen Abschiebungen - vor allem für Frauen. Mit der Corona-Pandemie hat sich diese unmenschliche Situation noch einmal extrem verschärft. Elizabeth Ngari kämpft seit fast 20 Jahren mit der Gruppe Women in Exile gegen das Lagersystem. Im Gespräch mit ManyPod berichtet sie über die aktuelle Situation und den Widerstand von Flüchtlingsfrauen in den Lagern gegen ihre Entrechtung unter den Bedingungen von Corona. Linklist: Women in Exile Women in Exile Tour 2021 International Women Space
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