
Podcast
Tonstudio
By Kampnagel
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Ein Audiokanal von Kampnagel - Internationales Zentrum für schönere Künste.
Ein Audiokanal von Kampnagel - Internationales Zentrum für schönere Künste.
Protest Talk: »Unless Home is the Mouth of a Shark«
Episode in
Tonstudio
A lot has changed since the 2015 proclamation "We can do it" and the debate on migration has often overturned and transformed. In the fall of 2023, eight years later, we are witnessing a tightening of the EU's asylum laws that stands in stark contrast to the "welcome culture" of 2015 and which is creeping through the German public almost unnoticed. Amnesia instead of responsibility. Real and drastic experiences are rationalized away and dismissed. While Ukrainian refugees enjoy EU-wide protection status, refugees from countries that rarely receive asylum (e.g. Turkey, Serbia, Tunisia) are to be held in detention-like conditions at the border with immediate effect.
Moderated by Mohammad Poori, filmmaker and curator, Sadia (activist, community organizer, WomeN IN Action, NINA), Dr. Lucy Mayblin (sociologist with a focus on migration, asylum and colonialism), Larry Macaulay (Founder/Editor in Chief - Refugee Radio Network) and Ilka Quirling (lawyer with a focus on asylum law LGBTOIA+ refugees) will provide information and discuss current pressing questions: How should the reforms be classified? What should change? What historical continuities do they reveal? How can existing local struggles for the right to stay be taken up after this "outsourcing" to the external borders? How can solidarity be shaped and practiced in this situation?
Seit dem Ausspruch »Wir schaffen das« von 2015 hat sich viel verändert und die Debatte um Migration hat sich vielfach überschlagen und transformiert. Im Herbst 2023, acht Jahre später, sind wir Zeug*innen einer Asylrechtsverschärfung der EU, die im krassen Kontrast zur »Willkommenskultur« von 2015 steht, und die sich fast unbemerkt durch die deutsche Öffentlichkeit schleicht. Amnesie statt Verantwortung. Reale und drastische Erfahrungen werden wegrationalisiert und abgebügelt. Während ukrainischer Geflüchtete EU-weiten Schutzstatus genießen, sollen Flüchtende aus Ländern, die selten Asyl bekommen (z.B. Türkei, Serbien, Tunesien), ab sofort in haftähnlichen Bedingungen an der Grenze festgehalten werden.
Moderiert von Mohammad Poori, Filmemacher und Kurator, informieren und diskutieren Sadia (Aktivistin, Community Organizer, WomeN IN Action, NINA), Dr. Lucy Mayblin (Soziologin mit Schwerpunkt Migration, Asyl und Kolonialismus), Larry Macaulay (Founder/Editor in Chief - Refugee Radio Network) und Ilka Quirling (Anwältin Schwerpunkt Asylrecht LGBTOIA+ Geflüchtete) zu aktuellen drängenden Fragen: Wie sind die Reformen einzuordnen? Was soll sich ändern? Welche historischen Kontinuitäten zeigen sich darin? Wie kann nach diesem »Outsourcing« an die Außengrenzen bestehende lokale Kämpfe ums Bleiberecht angeknüpft werden? Wie kann Solidarität in dieser Situation gestaltet und gelebt werden?
https://kampnagel.de/produktionen/protestgespraech-unless-home-is-the-mouth-of-a-shark
02:02:47
The Staff Your Dreams Are Made Of – Eine performative Filminstallation von TÒ SU
Episode in
Tonstudio
Podcast mit TÒ SU Mahlknecht & Prinoth, Anna Teuwen und Manolet Castillo
Mi-27.09. bis Sa-14.10.2023, zu den Foyer-Öffnungszeiten, ca. 30 Min.
Uraufführung, in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln
ab 16 Jahren empfohlen
5 Euro, Ort: Foyer
Die Kreuzfahrt boomt! Sie ist die am schnellsten wachsende Tourismusbranche der Welt, und Hamburg ist ein Global-Player der Kreuzfahrtindustrie. Im Jahr 2022 kreuzten weltweit mehr als 24 Millionen Passagiere auf Luxusschiffen die Ozeane und produzierten einen Umsatz von über 25 Milliarden Euro. Möglich machen das billige Arbeitskräfte, die acht bis zwölf Stunden am Tag und neun Monate am Stück den Schiffsbetrieb am Laufen halten. Die performative Filminstallation THE STAFF YOUR DREAMS ARE MADE OF lädt das Publikum in die sonst unzugängliche Welt unter Deck der Riesenschiffe ein. In dem Nachbau einer Personalkabine erinnern sich fünf philippinische Crewmitglieder an ihr oft skurriles Leben an Bord und stellen die Frage, wem das Träumen vorbehalten ist. THE STAFF YOUR DREAMS ARE MADE OF ist der zweite Teil einer Trilogie über Lebensrealitäten und Arbeitsbedingungen auf hoher See des deutsch-italienischen Künstler*innen-Duos TÒ SU (alias Martina Mahlknecht und Martin Prinoth); zuletzt war TÒ SU mit der immersiven Filminstallation OVERSEAS im Rahmen der Spielzeiteröffnung 2022 im Kampnagel-Programm.
Expert*innen/Performer*innen: Maria Antigua, Manolet de Castillo, Vanessa Fauvel, Gadie Santos, Mary Grace Wesch
Konzept, Bild & Raum: TÒ SU Martina Mahlknecht, Martin Prinoth
Musik, Sound: Pose Dia, Konstantin Bessonov
Kostüm: Gianna-Sophia Weise
Stimme Audiodeskription: Carolin Jüngst
Technische Supervision: Luca Kowalinski
Ton: Steffen Reil
Dramaturgische Beratung: Jan Eichberg, Anna Teuwen
Bühnenbau: Bauer&Planer Till Richter
Produktionsberatung & Öffentlichkeitsarbeit: Stückliesel
Gefördert durch den Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten
der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR
sowie die Hamburgische Kulturstiftung und dem Bezirksamt Nord.
33:10
Gender Medizin: Panel »Feministische Gesundheitsbewegungen Revisited«
Episode in
Tonstudio
Oftmals sprechen wir mit Blick auf die 70er und 80er Jahre von „der Frauengesundheitsbewegung“. Die Bewegung, die wir damit meinen, zeichnete sich u.a. durch die Entstehung zahlreichen Frauengesundheitszentren, die Führung von Adresslisten für Abtreibungen, und Wieder-Aneignung medizinischen Wissens über den eigenen Körper aus. Das Wort „Bewegung“ steht im Titel dieses Panels jedoch bewusst im Plural, denn queere und feministische Gesundheitsbewegungen gab es historisch aus vielfältigen Gruppen und jeweils aus großer Dringlichkeit heraus. Welchen Themen wurden und werden ausgeblendet? Welche Rolle spielten beispielsweise die Anliegen behinderter Frauen in den feministischen Gesundheitskämpfen dieser Zeit, und wie steht es um heutige feministische Gesundheitsdiskurse über Behinderung? Was lernen medizin-aktivistische Gruppen heute aus vergangenen Kämpfen von trans* Aktivist*innen im Bereich Gesundheit? Wieso stehen viele Forderungen der feministischen Gesundheitsbewegungen der 80er weiterhin unerfüllt im Raum und wie vermeiden wir, uns immer wieder an den gleichen Hindernissen abzuarbeiten? Was wird wie erinnert und was nicht, was können wir aus vergangenen aktivistischen Praktiken lernen, wie kann ein kritischer Dialog und Wissenstransfer gesichert werden?
Ulrike Haase arbeitet als Trainerin für Anti-Bias-Trainings beim Zentrum für soziale Inklusion, Migration und Teilhabe - ZsIMt-Berlin. Außerdem arbeitet sie als Sozialberaterin und in der politischen Interessenvertretung von Frauen mit Behinderungen im Land Berlin, für das Netzwerk behinderter Frauen Berlin. Thematische Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Frauengesundheit und Behinderung im Allgemeinen, gynäkologische Versorgung von Frauen mit Behinderung im speziellen, sowie diversitätsorientierte Organisationsentwicklung zur transkulturellen Öffnung für Frauen unterschiedlicher sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identitäten.
Die Feministische Gesundheitsrecherchegruppe (FGRG) vermittelt seit 2015 vermittelt ermächtigende Perspektiven auf Gesundheitssorge und gegenseitige Fürsorge in Ausstellungen, Heften und Workshops. Im Kunstfeld setzt sie sich für Räume ein, in denen wir Verletzlichkeit teilen und (Zugangs-)bedürfnisse ins Zentrum stellen. FGRG arbeitet gegen ableistische Normen von Leistungsfähigkeit und Konkurrenz, die im Kunstfeld belohnt werden. Gegenwärtig besteht FGRG aus Julia Bonn (sie/ihr, geb. 1975), Künstlerin, Körperarbeiterin und Mutter, und Inga Zimprich (sie/ihr, geb. 1979), Künstlerin, Taubblindenassistentin und Mutter.
Casa Kuà - Trans* Inter* Queer Community & Health Centre ist organisiert von trans* und nicht binären BIPoC um Gesundheit zugänglicher für andere trans, inter, nicht binäre und queere Personen zu machen, vor allem für diejenigen, die von Rassismus betroffen sind.
Lea Dora Illmer (Moderation) studiert Philosophie und Geschlechterforschung in Basel und Zürich. Sie ist als Aktivistin, freie Autorin und Lektorin tätig. Zurzeit schreibt sie für das an.schläge Magazin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind feministische Literaturwissenschaften, Literaturkritik und die sogenannte Frauengesundheitsbewegung in der Schweiz.
01:22:28
Gender Medizin: Keynote »Reproductive Justice« von Loretta J. Ross
Episode in
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Reproductive Justice is a concept developed by Black feminists in the early 1990s in the United States, a good ten years after nearly 2,000 participants attended the 1983 Black Women's Health Issues Conference. A broad and diverse movement emerged in which various organizations including other communities of color began to use the concept. Reproductive justice recognizes that decisions about childbearing and parenthood are deeply rooted in social power relations. For example, ideologies of population control, the history and continuity of colonialism, racism, and sexism influence how self-determined individuals can be about these issues. Factors such as disability, gender identity, residency status, or sexual orientation are also critical to actual individual self-determination within systematic oppression. Loretta J. Ross is one of the co-founders of the concept. In her keynote, she will introduce its history and explain how reproductive justice can serve as a basis for intersectional alliances in contexts of institutional power relations.
38:39
Gender Medizin: Panel »Gender Medizin«
Episode in
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Die Kategorie Geschlecht spielt in großen Teilen der medizinischen Forschung und Behandlung kaum eine Rolle. Das hängt eng mit den Geschlechterbildern zusammen, die sich zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert gebildet und verfestigt haben: „Frauen“ als Abweichung von der „männlichen Norm“. Folglich wurden Frauen historisch per se pathologisiert, und gleichzeitig schlechter behandelt. Die Disziplin der „Gender Medizin“ versucht, wegzukommen von diesem androzentristischen, also auf cis Männer fokussierten Blick, und die Kategorie Geschlecht als wichtigen Faktor in der Gesundheitsversorgung mitzudenken. Welche Rolle spielt Geschlecht in der medizinischen Versorgung, und wie beeinflussen Geschlechternormen den individuellen sowie gesellschaftlichen Umgang mit unserer Gesundheit? Welche Bilder von „Frau-Sein“ und „Mann-Sein“ werden in medizinischen Kontexten auf Patient*innen projiziert? Wie sensibel sind medizinische Fachkräfte für trans*, inter und nicht-binäre Patient*innen und ihre Gesundheitsversorgung? Und welche Schäden entstehen durch unpräzise oder schlicht fehlerhafte Behandlungsmethoden für Personen aller im Patriarchat benachteiligten Geschlechter?
Mit:
Mine Pleasure Bouvar Wenzel
Prof. Gertraud Stadler
Kirsten Achtelik
Pune Ivaki, Feministische Medizin e.V. (femmed*)
Moderation: Bilke Schnibbe
01:08:49
Gender Medizin: Panel »Rassismus in der Medizin«
Episode in
Tonstudio
Nicht nur in der Krisensituation der globalen Pandemie wurde deutlich, dass rassistische Diskriminierungserfahrungen ein entscheidender Faktor dafür sind, wie ernst Menschen als Patient*innen und in ihren Beschreibungen von Beschwerden genommen werden, welche Priorität ihrem Leben global in der medizinischen Versorgung zukommt, wie stark psychische Leiden durch Rassismuserfahrungen in der Gesundheitsversorgung ausgeblendet werden. Immer wieder werden Menschen, die von einer konstruierten weißen Norm abweichen, falsch behandelt, oder ihre Symptome werden nicht erkannt. Illegalisierte Personen haben kaum Zugang zu ihrem Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit. Die Medizin ist ein System, das aus kolonialen Kontexten entstanden, zahlreiche ihrer Erkenntnisse durch menschenverachtende Forschung an BiPoC gewonnen ist. Auch in staatlichen Kontexten werden bis heute immer wieder Menschen, die sich eigentlich in medizinischen - also heilenden – Kontexten befanden, aufgrund struktureller Rassismen wie Kriminelle behandelt. Die Kategorie Geschlecht ist in medizinischen Kontexten nicht losgelöst von Race zu denken, da beide ineinandergreifen. Immer mehr Ärzt*innen, Patient*innen und Interessensgruppen, wie Black in Medicine oder das Bundesfachnetz Gesundheit und Rassismus, versuchen den Fokus auf das Thema zu lenken und strukturelle Veränderungen in der diskriminierungssensiblen Forschung, Ausbildung und Versorgung zu erreichen. Zum diskursiven Auftakt des Schwerpunktes diskutieren behandelnde und behandelte Personen, Expert*innen und Aktivist*innen die Kontexte von Rassismus in der Medizin.
Mit:
Kadijata Bailor Bah
Shreyasi Bhattacharya
Janice Owen-Aghedo
N'joula Baryoh (von Black in Medicine)
Moderation: Ansiré Sissoko
01:18:47
Gespräch vom »Markt für nützliches Wissen & Nicht-Wissen« mit Birgit Voßkühler
Episode in
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Maske, Abstand, Körper, Freiheit? Von den eigenen Grundrechten und denen der Anderen
Maske, Abstand, Körper, Freiheit? In diesem Gespräch erläutert Birgit Voßkühler, Präsidentin des Hamburgischen Verfassungsgerichts, das Verhältnismäßigkeitsprinzip zwischen den eigenen Grundrechten und denen der Anderen.
Ein persönliches Grundrecht darf nur soweit gelten, wie es Andere nicht über Gebühr beeinträchtigt. Niemand kann jemandem verbieten, sich selbst zu gefährden – aber die Corona-Maßnahmen dienen vor Allem dazu, Andere zu schützen. Es gibt eine Vielzahl an Klagen gegen die Corona-Maßnahmen, aber der Großteil wurde auf Grundlage des Verhältnismäßigkeitsprinzips abgewiesen. Zusammen mit ihrem Gesprächsgast bemerkt Voßkühler allerdings auch kritisch, dass der Verlust von öffentlicher Gemeinschaft vielen Menschen schwerfällt und dass beide Grundbedürfnisse – Gesundheitsschutz und Wunsch nach Gemeinschaft – in Einklang gebracht werden müssen.
BIRGIT VOSSKÜHLER ist Vizepräsidentin des Landesarbeitsgerichts und
Präsidentin des Hamburgischen Verfassungsgerichts.
MARKT FÜR NÜTZLICHES WISSEN & NICHT-WISSEN, LIZENZ NR. 7: CORONÄISCHE ZEITEN – ÜBER ZUSTÄNDE, STRATEGIEN UND KÖRPER IN DER KRISE / MOBILE AKADEMIE BERLIN
Wie lange dauert die Entwicklung eines Impfstoffes? Was ist systemrelevant? Who cares? Diese und viele andere (bio-)politische, philosophische, fachspezifische und ethische Fragestellungen sind seit Beginn der Corona-Pandemie schlagartig in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und verändern die Perspektiven auf Medizin und Gesellschaft. Aus diesem Anlass teilen an zwei Abenden 74 Expert:innen aus Theorie, Wissenschaft und Praxis ihr Wissen, ihre Geschichten und ihre Erfahrungen mit dem Publikum. Von Virolog:innen, über Jurist:innen, Historiker:innen, Pflegenden, Schüler:innen, Schauspieler:innen bis zu Soziolog:innen und Kriminolog:innen stehen Expert:innen aus vielen unterschiedlichen Lebensbereichen in 1:1 Gesprächen für den direkten Austausch zur Verfügung. Wie lange dauert die Entwicklung eines Impfstoffes? Was ist systemrelevant? Who cares? Diese und viele andere (bio-)politische, philosophische, fachspezifische und ethische Fragestellungen sind seit Beginn der Corona-Pandemie schlagartig in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und verändern die Perspektiven auf Medizin und Gesellschaft. Aus diesem Anlass teilen an zwei Abenden 74 Expert:innen aus Theorie, Wissenschaft und Praxis ihr Wissen, ihre Geschichten und ihre Erfahrungen mit dem Publikum. Von Virolog:innen, über Jurist:innen, Historiker:innen, Pflegenden, Schüler:innen, Schauspieler:innen bis zu Soziolog:innen und Kriminolog:innen stehen Expert:innen aus vielen unterschiedlichen Lebensbereichen in 1:1 Gesprächen für den direkten Austausch zur Verfügung.
40:13
Gespräch vom »Markt für nützliches Wissen & Nicht-Wissen« mit Philipp Osten
Episode in
Tonstudio
Gesundheit als Klassenfrage
Philipp Osten webt in diesem Gespräch aus einer Vielfalt von historischen Beispielen einen Gedankenteppich, der die Geschichte der Krankenversorgung, die Erfindung von sozialen Sicherungssystemen und die Auswirkungen von Krankheit auf Stadt und Stadt auf Gesundheit abbildet. Von Lohnarbeiter:innen, die mit Ende der Leibeigenschaft in die Städte ziehen um dort krank zu werden, bis zu den Reichen, die vor Seuchen fliehen und vornehme Vororte gründen (wie in Hamburg Blankenese): der Zusammenhang zwischen Gesundheit und Klasse ist nicht zu ignorieren. Wie ist es mit den Coronaleugner:innen? Gibt es dafür historisch Präzendenzfälle (ja) und hat es mit Bildung zu tun, ob man an Corona glaubt (nein)? Dieses Gespräch ist eine intellektuelle Tour-de-Force quer durch die Geschichte der Medizin.
PROF. DR. PHILIPP OSTEN forscht als Leiter des Instituts für Geschichte
und Medizin des Medizinhistorischen Museums Hamburg zu Patient:innengeschichte, zur Medizin im Nationalsozialismus und zur medizinischen
Propaganda.
MARKT FÜR NÜTZLICHES WISSEN & NICHT-WISSEN, LIZENZ NR. 7: CORONÄISCHE ZEITEN – ÜBER ZUSTÄNDE, STRATEGIEN UND KÖRPER IN DER KRISE / MOBILE AKADEMIE BERLIN
Wie lange dauert die Entwicklung eines Impfstoffes? Was ist systemrelevant? Who cares? Diese und viele andere (bio-)politische, philosophische, fachspezifische und ethische Fragestellungen sind seit Beginn der Corona-Pandemie schlagartig in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und verändern die Perspektiven auf Medizin und Gesellschaft. Aus diesem Anlass teilen an zwei Abenden 74 Expert:innen aus Theorie, Wissenschaft und Praxis ihr Wissen, ihre Geschichten und ihre Erfahrungen mit dem Publikum. Von Virolog:innen, über Jurist:innen, Historiker:innen, Pflegenden, Schüler:innen, Schauspieler:innen bis zu Soziolog:innen und Kriminolog:innen stehen Expert:innen aus vielen unterschiedlichen Lebensbereichen in 1:1 Gesprächen für den direkten Austausch zur Verfügung. Wie lange dauert die Entwicklung eines Impfstoffes? Was ist systemrelevant? Who cares? Diese und viele andere (bio-)politische, philosophische, fachspezifische und ethische Fragestellungen sind seit Beginn der Corona-Pandemie schlagartig in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und verändern die Perspektiven auf Medizin und Gesellschaft. Aus diesem Anlass teilen an zwei Abenden 74 Expert:innen aus Theorie, Wissenschaft und Praxis ihr Wissen, ihre Geschichten und ihre Erfahrungen mit dem Publikum. Von Virolog:innen, über Jurist:innen, Historiker:innen, Pflegenden, Schüler:innen, Schauspieler:innen bis zu Soziolog:innen und Kriminolog:innen stehen Expert:innen aus vielen unterschiedlichen Lebensbereichen in 1:1 Gesprächen für den direkten Austausch zur Verfügung.
36:23
Gespräch vom »Markt für nützliches Wissen & Nicht-Wissen« mit Kerstin Hagemann
Episode in
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Plädoyer für eine Fehlerkultur in der Medizin
Am 10. Januar 1984 löste die Schlagzeile »Chefarzt operierte uns zu Krüppeln« in der Hamburger Morgenpost den Skandal um den Orthopäden Prof. Dr. Rupprecht Bernbeck aus. Kerstin Hagemann ist eine der Geschädigten und gründete mit weiteren Betroffenen die Patienten-Initiative in Hamburg. Über 30 Jahre später blickt sie auf viele Kämpfe im und gegen das Gesundheitssystem zurück und stellt fest, dass sich an den hierarchischen und nicht an den Patient:innen ausgerichteten Strukturen kaum etwas geändert hat.
KERSTIN HAGEMANN leitet die Patienten-Initiative e.V., setzt sich für die Perspektive von Patient:innen und deren Rechte ein und engagiert sich für Inklusion in Medizin und Kultur.
MARKT FÜR NÜTZLICHES WISSEN & NICHT-WISSEN, LIZENZ NR. 7: CORONÄISCHE ZEITEN – ÜBER ZUSTÄNDE, STRATEGIEN UND KÖRPER IN DER KRISE / MOBILE AKADEMIE BERLIN
Wie lange dauert die Entwicklung eines Impfstoffes? Was ist systemrelevant? Who cares? Diese und viele andere (bio-)politische, philosophische, fachspezifische und ethische Fragestellungen sind seit Beginn der Corona-Pandemie schlagartig in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und verändern die Perspektiven auf Medizin und Gesellschaft. Aus diesem Anlass teilen an zwei Abenden 74 Expert:innen aus Theorie, Wissenschaft und Praxis ihr Wissen, ihre Geschichten und ihre Erfahrungen mit dem Publikum. Von Virolog:innen, über Jurist:innen, Historiker:innen, Pflegenden, Schüler:innen, Schauspieler:innen bis zu Soziolog:innen und Kriminolog:innen stehen Expert:innen aus vielen unterschiedlichen Lebensbereichen in 1:1 Gesprächen für den direkten Austausch zur Verfügung. Wie lange dauert die Entwicklung eines Impfstoffes? Was ist systemrelevant? Who cares? Diese und viele andere (bio-)politische, philosophische, fachspezifische und ethische Fragestellungen sind seit Beginn der Corona-Pandemie schlagartig in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und verändern die Perspektiven auf Medizin und Gesellschaft. Aus diesem Anlass teilen an zwei Abenden 74 Expert:innen aus Theorie, Wissenschaft und Praxis ihr Wissen, ihre Geschichten und ihre Erfahrungen mit dem Publikum. Von Virolog:innen, über Jurist:innen, Historiker:innen, Pflegenden, Schüler:innen, Schauspieler:innen bis zu Soziolog:innen und Kriminolog:innen stehen Expert:innen aus vielen unterschiedlichen Lebensbereichen in 1:1 Gesprächen für den direkten Austausch zur Verfügung.
40:13
Gespräch vom »Markt für nützliches Wissen & Nicht-Wissen« mit Peggy Steinhauser
Episode in
Tonstudio
Trauer
Durch die Corona-Krise ist ein kollektiver Moment des Trauerns ausgelöst worden – doch es fehlt ein gemeinsamer Prozess, den wir erst zulassen müssen. Peggy Steinhauser erklärt im Gespräch, warum dieser bei allen unterschiedlich verläuft, warum die Phasen der Trauer nicht linear verlaufen, sondern immer wieder auftauchen und warum gemeinsames Trauern immer ein relationaler Prozess ist, der Konfliktpotenzial mit sich bringt.
PEGGY STEINHAUSER ist Trauerbegleiterin und leitet das Hamburg Leuchtfeuer Lotsenhaus, in dem jährlich Trauernde in rund 400 Gesprächen Beistand finden.
MARKT FÜR NÜTZLICHES WISSEN & NICHT-WISSEN, LIZENZ NR. 7: CORONÄISCHE ZEITEN – ÜBER ZUSTÄNDE, STRATEGIEN UND KÖRPER IN DER KRISE / MOBILE AKADEMIE BERLIN
Wie lange dauert die Entwicklung eines Impfstoffes? Was ist systemrelevant? Who cares? Diese und viele andere (bio-)politische, philosophische, fachspezifische und ethische Fragestellungen sind seit Beginn der Corona-Pandemie schlagartig in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und verändern die Perspektiven auf Medizin und Gesellschaft. Aus diesem Anlass teilen an zwei Abenden 74 Expert:innen aus Theorie, Wissenschaft und Praxis ihr Wissen, ihre Geschichten und ihre Erfahrungen mit dem Publikum. Von Virolog:innen, über Jurist:innen, Historiker:innen, Pflegenden, Schüler:innen, Schauspieler:innen bis zu Soziolog:innen und Kriminolog:innen stehen Expert:innen aus vielen unterschiedlichen Lebensbereichen in 1:1 Gesprächen für den direkten Austausch zur Verfügung. Wie lange dauert die Entwicklung eines Impfstoffes? Was ist systemrelevant? Who cares? Diese und viele andere (bio-)politische, philosophische, fachspezifische und ethische Fragestellungen sind seit Beginn der Corona-Pandemie schlagartig in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und verändern die Perspektiven auf Medizin und Gesellschaft. Aus diesem Anlass teilen an zwei Abenden 74 Expert:innen aus Theorie, Wissenschaft und Praxis ihr Wissen, ihre Geschichten und ihre Erfahrungen mit dem Publikum. Von Virolog:innen, über Jurist:innen, Historiker:innen, Pflegenden, Schüler:innen, Schauspieler:innen bis zu Soziolog:innen und Kriminolog:innen stehen Expert:innen aus vielen unterschiedlichen Lebensbereichen in 1:1 Gesprächen für den direkten Austausch zur Verfügung.
37:30
Gespräch vom »Markt für nützliches Wissen & Nicht-Wissen« mit Maxi Schindler
Episode in
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Selbstbestimmung
Wer in Deutschland straffrei abtreiben will, muss sich beraten lassen, eine dreitägige Wartezeit erfüllen und eine:n Arzt:in finden, der:die den Eingriff durchführt. Allerdings verbietet Paragraph 219a es jenen Ärzt:innen, für Abbrüche zu „werben“, was auch die bloße Information über Methoden und Risken auf ihren Websites einbezieht. Mit deutschlandweit nur 1200 Ärzt:innen, die überhaupt Abbrüche durchführen, gibt es in Deutschland ohnehin eine wachsende Versorgungslücke; und da die gynäkologische Ausbildung Methoden zum Schwangerschaftsabbruch bis heute nicht einbezieht, wird diese in absehbarer Zeit auch nicht geschlossen. Unter Corona verschärft sich das Problem: Kliniken deklarieren Abtreibungen zunächst als verschiebbare Eingriffe. Betroffenen, die bereits Kinder haben, fehlen Kinderbetreuungsangebote, die ihnen Zeit und Raum für Abbruch und Nachsorge geben würden. Im Expert:innengespräch informiert Maxi Schindler über fehlende Zugänge zu Schwangerschaftsabbrüchen, welche Rolle Diskriminierungsmerkmale dabei spielen – und von ihrer Arbeit für feministische Selbstbestimmung.
MAXI SCHINDLER ist in verschiedenen aktivistischen Kontexten organisiert, u.a. als Gründerin von FemA Hamburg.
MARKT FÜR NÜTZLICHES WISSEN & NICHT-WISSEN, LIZENZ NR. 7: CORONÄISCHE ZEITEN – ÜBER ZUSTÄNDE, STRATEGIEN UND KÖRPER IN DER KRISE / MOBILE AKADEMIE BERLIN
Wie lange dauert die Entwicklung eines Impfstoffes? Was ist systemrelevant? Who cares? Diese und viele andere (bio-)politische, philosophische, fachspezifische und ethische Fragestellungen sind seit Beginn der Corona-Pandemie schlagartig in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und verändern die Perspektiven auf Medizin und Gesellschaft. Aus diesem Anlass teilen an zwei Abenden 74 Expert:innen aus Theorie, Wissenschaft und Praxis ihr Wissen, ihre Geschichten und ihre Erfahrungen mit dem Publikum. Von Virolog:innen, über Jurist:innen, Historiker:innen, Pflegenden, Schüler:innen, Schauspieler:innen bis zu Soziolog:innen und Kriminolog:innen stehen Expert:innen aus vielen unterschiedlichen Lebensbereichen in 1:1 Gesprächen für den direkten Austausch zur Verfügung. Wie lange dauert die Entwicklung eines Impfstoffes? Was ist systemrelevant? Who cares? Diese und viele andere (bio-)politische, philosophische, fachspezifische und ethische Fragestellungen sind seit Beginn der Corona-Pandemie schlagartig in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und verändern die Perspektiven auf Medizin und Gesellschaft. Aus diesem Anlass teilen an zwei Abenden 74 Expert:innen aus Theorie, Wissenschaft und Praxis ihr Wissen, ihre Geschichten und ihre Erfahrungen mit dem Publikum. Von Virolog:innen, über Jurist:innen, Historiker:innen, Pflegenden, Schüler:innen, Schauspieler:innen bis zu Soziolog:innen und Kriminolog:innen stehen Expert:innen aus vielen unterschiedlichen Lebensbereichen in 1:1 Gesprächen für den direkten Austausch zur Verfügung.
36:24
Gespräch vom »Markt für nützliches Wissen & Nicht-Wissen« mit Claudia Cardinal
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Sterbebegleitung
Laut Claudia Cardinal spielt man so lange mit der Idee der Unsterblichkeit, bis der Tod ganz nahe rückt. Während der Pandemie tut er das und öffnet die Möglichkeit, den vier Monstern Sorge, Furcht, Angst und Panik ins Auge zu blicken. Claudia Cardinal berichtet, wie ihre Arbeit am größtmöglichen Frieden mit dem Leben und an der Gestaltung des Abschieds mit den Liebsten aussieht – auch, wenn manchmal nur vier Personen auf einer Beerdigung sein dürfen.
CLAUDIA CARDINAL ist Heilpraktikerin und Sterbeamme. In dieser Tätigkeit begleitet sie Sterbende und ihre Zugehörigen dabei, Frieden mit sich und dem Leben zu schließen und »Reisevorebreitungen« zu treffen.
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Wie lange dauert die Entwicklung eines Impfstoffes? Was ist systemrelevant? Who cares? Diese und viele andere (bio-)politische, philosophische, fachspezifische und ethische Fragestellungen sind seit Beginn der Corona-Pandemie schlagartig in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und verändern die Perspektiven auf Medizin und Gesellschaft. Aus diesem Anlass teilen an zwei Abenden 74 Expert:innen aus Theorie, Wissenschaft und Praxis ihr Wissen, ihre Geschichten und ihre Erfahrungen mit dem Publikum. Von Virolog:innen, über Jurist:innen, Historiker:innen, Pflegenden, Schüler:innen, Schauspieler:innen bis zu Soziolog:innen und Kriminolog:innen stehen Expert:innen aus vielen unterschiedlichen Lebensbereichen in 1:1 Gesprächen für den direkten Austausch zur Verfügung. Wie lange dauert die Entwicklung eines Impfstoffes? Was ist systemrelevant? Who cares? Diese und viele andere (bio-)politische, philosophische, fachspezifische und ethische Fragestellungen sind seit Beginn der Corona-Pandemie schlagartig in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und verändern die Perspektiven auf Medizin und Gesellschaft. Aus diesem Anlass teilen an zwei Abenden 74 Expert:innen aus Theorie, Wissenschaft und Praxis ihr Wissen, ihre Geschichten und ihre Erfahrungen mit dem Publikum. Von Virolog:innen, über Jurist:innen, Historiker:innen, Pflegenden, Schüler:innen, Schauspieler:innen bis zu Soziolog:innen und Kriminolog:innen stehen Expert:innen aus vielen unterschiedlichen Lebensbereichen in 1:1 Gesprächen für den direkten Austausch zur Verfügung.
36:01
Gespräch vom »Markt für nützliches Wissen & Nicht-Wissen« mit Mine Wenzel
Episode in
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Queere Gesundheit
Minority Stress beschreibt die diskriminierungsbedingte chronische Belastung von Menschen, die gesellschaftlichen Minderheiten angehören. Während Corona brechen viele Community-Strukturen weg, die diesen Stress normalerweise abfedern. Mine Wenzel gibt einen Einblick in ihre: Arbeit mit Beratungssuchenden sowie Behandler*innen im Bereich der queeren Gesundheit und erläutert Strategien für die Krise.
MINE WENZEL arbeitet im Bereich queere Gesundheit mit dem Fokus auf trans:, inter: und nicht-binäre Gesundheitsversorgung im Andersraum in Hannover.
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Wie lange dauert die Entwicklung eines Impfstoffes? Was ist systemrelevant? Who cares? Diese und viele andere (bio-)politische, philosophische, fachspezifische und ethische Fragestellungen sind seit Beginn der Corona-Pandemie schlagartig in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und verändern die Perspektiven auf Medizin und Gesellschaft. Aus diesem Anlass teilen an zwei Abenden 74 Expert:innen aus Theorie, Wissenschaft und Praxis ihr Wissen, ihre Geschichten und ihre Erfahrungen mit dem Publikum. Von Virolog:innen, über Jurist:innen, Historiker:innen, Pflegenden, Schüler:innen, Schauspieler:innen bis zu Soziolog:innen und Kriminolog:innen stehen Expert:innen aus vielen unterschiedlichen Lebensbereichen in 1:1 Gesprächen für den direkten Austausch zur Verfügung. Wie lange dauert die Entwicklung eines Impfstoffes? Was ist systemrelevant? Who cares? Diese und viele andere (bio-)politische, philosophische, fachspezifische und ethische Fragestellungen sind seit Beginn der Corona-Pandemie schlagartig in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und verändern die Perspektiven auf Medizin und Gesellschaft. Aus diesem Anlass teilen an zwei Abenden 74 Expert:innen aus Theorie, Wissenschaft und Praxis ihr Wissen, ihre Geschichten und ihre Erfahrungen mit dem Publikum. Von Virolog:innen, über Jurist:innen, Historiker:innen, Pflegenden, Schüler:innen, Schauspieler:innen bis zu Soziolog:innen und Kriminolog:innen stehen Expert:innen aus vielen unterschiedlichen Lebensbereichen in 1:1 Gesprächen für den direkten Austausch zur Verfügung.
40:15
Gespräch vom »Markt für nützliches Wissen & Nicht-Wissen« mit Gesche Jürgens
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Regenwald
Die Lebensräume von Mensch und Tier rücken immer näher zusammen. Tiere, die sonst nie in Kontakt mit Menschen kommen würden, werden so zu Überträgern von Krankheiten. Zudem zerstört die kontinuierliche Abholzung von Regenwäldern die Natur als natürliche Barriere zum Schutz vor Infektionen. Die Pandemie zeigt uns einmal mehr, dass wir uns mit einem völlig entkoppelten Ausbeutungsverhältnis zur Natur als kapitalistische Gesellschaft selbst schaden.
GESCHE JÜRGENS ist Umwelt- und Politikwissenschaftlerin. Sie arbeitet als Kampaignerin für Wälder und Biodiversität bei Greenpeace Deutschland.
MARKT FÜR NÜTZLICHES WISSEN & NICHT-WISSEN, LIZENZ NR. 7: CORONÄISCHE ZEITEN – ÜBER ZUSTÄNDE, STRATEGIEN UND KÖRPER IN DER KRISE / MOBILE AKADEMIE BERLIN
Wie lange dauert die Entwicklung eines Impfstoffes? Was ist systemrelevant? Who cares? Diese und viele andere (bio-)politische, philosophische, fachspezifische und ethische Fragestellungen sind seit Beginn der Corona-Pandemie schlagartig in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und verändern die Perspektiven auf Medizin und Gesellschaft. Aus diesem Anlass teilen an zwei Abenden 74 Expert:innen aus Theorie, Wissenschaft und Praxis ihr Wissen, ihre Geschichten und ihre Erfahrungen mit dem Publikum. Von Virolog:innen, über Jurist:innen, Historiker:innen, Pflegenden, Schüler:innen, Schauspieler:innen bis zu Soziolog:innen und Kriminolog:innen stehen Expert:innen aus vielen unterschiedlichen Lebensbereichen in 1:1 Gesprächen für den direkten Austausch zur Verfügung. Wie lange dauert die Entwicklung eines Impfstoffes? Was ist systemrelevant? Who cares? Diese und viele andere (bio-)politische, philosophische, fachspezifische und ethische Fragestellungen sind seit Beginn der Corona-Pandemie schlagartig in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und verändern die Perspektiven auf Medizin und Gesellschaft. Aus diesem Anlass teilen an zwei Abenden 74 Expert:innen aus Theorie, Wissenschaft und Praxis ihr Wissen, ihre Geschichten und ihre Erfahrungen mit dem Publikum. Von Virolog:innen, über Jurist:innen, Historiker:innen, Pflegenden, Schüler:innen, Schauspieler:innen bis zu Soziolog:innen und Kriminolog:innen stehen Expert:innen aus vielen unterschiedlichen Lebensbereichen in 1:1 Gesprächen für den direkten Austausch zur Verfügung.
40:45
Gespräch vom »Markt für nützliches Wissen & Nicht-Wissen« mit Prof. Dr. Gertraud Stadler
Episode in
Tonstudio
Gendermedizin
Wussten Sie, dass Frauen genauso oft einen Herzinfarkt erleiden wie Männer, wegen unspezifi scher Symptome aber oft falsch diagnostiziert werden? Das ist nur eines von vielen Beispielen, in denen das Gesundheitssystem und die Forschung die große Bandbreite der Geschlechter und ihre Unterschiede übersehen. Im Expert:innengespräch erläutert Gertraud Stadler, warum es in der medizinischen Forschung so wenig Daten über Geschlechter- und Klassendifferenzen gibt und was das für die Entwicklung von Medikamenten, Therapien und die Möglichkeiten einer personalisierten Gesundheitsprävention bedeutet.
PROF. DR. GERTRAUD STADLER vertritt die Professur für geschlechter-sensible Präventionsforschung an der Charité Berlin. Ihr zentrales Interesse gilt personalisierten Präventionsinterventionen.
MARKT FÜR NÜTZLICHES WISSEN & NICHT-WISSEN, LIZENZ NR. 7: CORONÄISCHE ZEITEN – ÜBER ZUSTÄNDE, STRATEGIEN UND KÖRPER IN DER KRISE / MOBILE AKADEMIE BERLIN
Wie lange dauert die Entwicklung eines Impfstoffes? Was ist systemrelevant? Who cares? Diese und viele andere (bio-)politische, philosophische, fachspezifische und ethische Fragestellungen sind seit Beginn der Corona-Pandemie schlagartig in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und verändern die Perspektiven auf Medizin und Gesellschaft. Aus diesem Anlass teilen an zwei Abenden 74 Expert:innen aus Theorie, Wissenschaft und Praxis ihr Wissen, ihre Geschichten und ihre Erfahrungen mit dem Publikum. Von Virolog:innen, über Jurist:innen, Historiker:innen, Pflegenden, Schüler:innen, Schauspieler:innen bis zu Soziolog:innen und Kriminolog:innen stehen Expert:innen aus vielen unterschiedlichen Lebensbereichen in 1:1 Gesprächen für den direkten Austausch zur Verfügung. Wie lange dauert die Entwicklung eines Impfstoffes? Was ist systemrelevant? Who cares? Diese und viele andere (bio-)politische, philosophische, fachspezifische und ethische Fragestellungen sind seit Beginn der Corona-Pandemie schlagartig in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und verändern die Perspektiven auf Medizin und Gesellschaft. Aus diesem Anlass teilen an zwei Abenden 74 Expert:innen aus Theorie, Wissenschaft und Praxis ihr Wissen, ihre Geschichten und ihre Erfahrungen mit dem Publikum. Von Virolog:innen, über Jurist:innen, Historiker:innen, Pflegenden, Schüler:innen, Schauspieler:innen bis zu Soziolog:innen und Kriminolog:innen stehen Expert:innen aus vielen unterschiedlichen Lebensbereichen in 1:1 Gesprächen für den direkten Austausch zur Verfügung.
33:18
Stay in Touch: Folge 8 - Mit Choreograf, Kurator und Autor Michiel Vandevelde
Episode in
Tonstudio
Michiel Vandevelde, Choreograf, Kurator und Autor aus Brüssel, hätte eigentlich im Mai mit Hamburger Kindern und Jugendlichen das interdisziplinäre Projekt DAS KINDERPARLAMENT auf Kampnagel entwickelt und aufgeführt – wenn Corona keinen Strich durch die Rechnung gemacht. Im Podcast spricht er über das Projekt und sein Label »The Political Party«, über die Plakatkampagne, die er mit den jungen Projektteilnehmer*innen stattdessen entwickelt hat (und die ab nächster Woche im Hamburger Stadtraum zu sehen sein wird) und darüber, ob die Pandemie den Blick der Kinder auf die Zukunft verändert hat.
29:42
Leyla Yenirce - Matrix
Episode in
Tonstudio
Soundcollage
In MATRIX, einer experimentellen 40-minütigen Soundcollage von Leyla Yenirce berichten Menschen, Maschinen und nicht-binäre Cyborgs aus dekolonialer und queer-feministischer Perspektive über einen Ausnahmezustand und ihr Leben im Davor und Danach. Die Matrix, lateinisch für Gebärmutter oder Muttertier, fängt diese Stimmen auf und platziert sie mit 1,5 Meter Sicherheitsabstand in ein auditives Raster, durch das sie aufgrund ihrer gesellschaftlichen Positionierung sonst durchfallen würden. Nicht aber in MATRIX – hier wird gemeinsam gesprochen, geschrien, gerufen und protestiert oder im Stillen geschwiegen, Achtsamkeit geübt und die Hände gewaschen.
39:58
Stay in Touch: Folge 7 - mit Monika Gintersdorfer von Gintersdorfer/Klaßen
Episode in
Tonstudio
Dramaturgin Uta Lambertz spricht mit der Regisseurin Monika Gintersdorfer über die Herausforderungen, die die Corona-Pandemie an das internationale Arbeiten stellt und wie Mitglieder des Kollektivs auch über geschlossene Grenzen hinweg in die neue Produktion einbezogen werden können.
STAY IN TOUCH
Kampnagel bleibt trotz des Corona-Shutdowns mit lokalen und internationalen Künstler*innen, Aktivist*innen und Denker*innen in Kontakt und veröffentlicht diese Gespräche in der neuen Podcast-Serie STAY IN TOUCH. Die Gäste vermitteln u.a. ihre Perspektiven auf den Wert von Care-Arbeit, auf digitalen Widerstand und Datenschutz, sie entwerfen Post-Corona-Utopien und trotzige Formen von Gemeinschaft in Zeiten körperlichen Abstandes. Gemeinsam mit Kampnagel setzen sie sich für solidarisches Handeln in Zeiten der Pandemie ein.
30:24
Stay in Touch: Folge 6 - mit den »Haecksen«, einer Gruppe von Hacker*innen aus dem Umfeld des Chaos Computer Club...
Episode in
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Chancen und Risiken der Digitalität
Der Chaos Computer Club (CCC) ist die größte europäische Hackervereinigung und seit über dreißig Jahren Vermittler im Spannungsfeld technischer und sozialer Entwicklungen. Man kann ihn auch als das »digitale Gewissen Deutschlands« bezeichnen, weil er sich unermüdlich für Datenschutz und Datensicherheit engagiert. Seit diesem Jahr kooperieren Kampnagel und die Deichtorhallen mit dem CCC in einem vierjährigen, von der Kulturstiftung des Bundes geförderten Digitalprojekt unter dem Titel »Diversify the Code«. In dieser Podcast-Ausgabe spricht Kampnagel-Dramaturgin Anna Teuwen mit Piko und heddha, zwei CCC-Mitglieder, die außerdem auch zu den »Haecksen« gehören – eine Gruppe von Hacker*innen aus dem Umfeld des CCC, die die weibliche Perspektive in der Technik stärken wollen. Im Podcast geht es um die Arbeit des CCC und der Haecksen, den Zusammenhang von Kunst und Technik, um Chancen und Risiken der Digitalität in und nach der Coronazeit und um Tipps für datenschutzkonforme Arbeits-Tools.
Die in der Sendung angesprochen Programme sind:
_Zoom- bzw. Skype-Alternativen:_
Jitsi:
* Liste öffentlicher Jitsi-Instanzen: https://github.com/jitsi/jitsi-meet/wiki/Jitsi-Meet-Instances
* toll für kleinere Videokonferenzen mit bis zu 20 Teilnehmer*innen
* funktioniert am besten im Chromium/Chrome Browser
* keine Anmeldung erforderlich
BigBlueButton:
* Digitalcourage hat eine Liste öffentlich nutzbare BigBlueButton-Instanzen veröffentlicht: https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung/videokonferenzen-muessen-keine-datenschleudern-sein
* Hauptsächlich für die Lehre gedacht
* Häufig kann man BBB-Räume nur nach vorheriger Anmeldung am System
öffnen
* Je nach Server auch für bis zu 400 Menschen in einem Raum, darum auch gut für Vorlesungen und Konferenzen
_SLACK-Alternativen:_
Mattermost
Rocketchat
_Whats-App-Alternative:_
Signal
_Zum Weiterlesen /-hören, Mitmachen und Informieren:_
* www.ccc.de > (10 Prüfsteine des CCC für Corona-Tracing-App: https://www.ccc.de/de/updates/2020/contact-tracing-requirements)
* events.ccc.de >
* Podcast: Logbuch:Netzpolitik
* Podcast: netzpolitik.org
>
* Self-Organised Sessions des DiVOC: https://di.c3voc.de/sessions-liste
* Film von Sandra Trostel: All Creatures
* Welcome: https://www.allcreatureswelcome.net/
STAY IN TOUCH
Kampnagel bleibt trotz des Corona-Shutdowns mit lokalen und internationalen Künstler*innen, Aktivist*innen und Denker*innen in Kontakt und veröffentlicht diese Gespräche in der neuen Podcast-Serie STAY IN TOUCH. Die Gäste vermitteln u.a. ihre Perspektiven auf den Wert von Care-Arbeit, auf digitalen Widerstand und Datenschutz, sie entwerfen Post-Corona-Utopien und trotzige Formen von Gemeinschaft in Zeiten körperlichen Abstandes. Gemeinsam mit Kampnagel setzen sie sich für solidarisches Handeln in Zeiten der Pandemie ein.
40:16
Stay in Touch: Folge 5 - Mit dem in Hongkong lebenden Künstler Royce Ng
Episode in
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Gesichtsmasken - ein Feature asiatischer Kultur?
Royce Ng is an artist and working in 3D animation, installation and performance based in Hong Kong whose work looks at the intersections of modern Asian history, technology, aesthetics and drugs. He was most recently at Kampnagel for the 2018/19 season opening with his work QUEEN ZOMIA, a 3D hologram animation about the legendary opium dealer Olive Yang. For this podcast, he spoke with Kampnagel dramaturg Alina Buchberger about how he experienced the protests in Hong Kong and why, given the experience with the Sars-virus 17 years ago, the population would actually have complied with the pandemic rules even without official bans. The discussion also focuses on the role of face masks, not only as protection against a virus, but also against state surveillance. For his latest exhibition project, Royce Ng is looking at modern surveillance technologies, especially China's striving to be a pioneer in the race for the best high-end technologies. In his next stage work, he wants to use artificial intelligence and will thus be invited to Kampnagel as soon as borders and theatres are open again. www.zhengmahler.world
Der in Hongkong lebende Künstler Royce Ng arbeitet an der Schnittstelle von Performance, Bildender Kunst und Technologie mit besonderem Fokus auf die Geschichte Asiens. Auf Kampnagel war er zuletzt zur Spielzeiteröffnung 2018/19 mit seiner Arbeit QUEEN ZOMIA, einer 3D-Hologramm-Animation über die legendäre Opiumhändlerin Olive Yang. Für diesen Podcast sprach er mit Kampnagel Dramaturgin Alina Buchberger darüber, wie er die Proteste in Hongkong erlebt hat und warum die Bevölkerung aufgrund der Erfahrung mit dem Sars-Virus vor 17 Jahren die Pandemie-Regeln jetzt eigentlich auch ohne offizielle Verbote eingehalten hätte. Im Gespräch geht es außerdem um die Rolle von Gesichtsmasken, nicht nur als Schutz vor einem Virus, sondern auch vor staatlicher Überwachung. Mit modernen Überwachungstechnologien, vor allem Chinas Streben nach der Vorreiterrolle im Rennen um die besten Highend-Technologien, beschäftigt sich Royce Ng für sein neuestes Ausstellungsprojekt. In seiner nächsten Bühnenarbeit will er Künstliche Intelligenz einsetzen und wird damit, sobald Grenzen und Theater wieder offen sind, auch zu Kampnagel eingeladen.
STAY IN TOUCH
Kampnagel bleibt trotz des Corona-Shutdowns mit lokalen und internationalen Künstler*innen, Aktivist*innen und Denker*innen in Kontakt und veröffentlicht diese Gespräche in der neuen Podcast-Serie STAY IN TOUCH. Die Gäste vermitteln u.a. ihre Perspektiven auf den Wert von Care-Arbeit, auf digitalen Widerstand und Datenschutz, sie entwerfen Post-Corona-Utopien und trotzige Formen von Gemeinschaft in Zeiten körperlichen Abstandes. Gemeinsam mit Kampnagel setzen sie sich für solidarisches Handeln in Zeiten der Pandemie ein.
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